Jod und Vitamine in der Schwangerschaft

Gesunde Ernährung ist in der Schwangerschaft wichtig.

Ernähren Sie sich in der Schwangerschaft gesund, so decken Sie auch Ihren Nährstoffbedarf.

Jod: Nahrungsergänzung umstritten

Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Die Schilddrüse braucht Jod zur Bildung des Schilddrüsenhormons, das wesentliche Funktionen hat: Zum einen regelt es die Entwicklung des Körpers während des Wachstums. Zum anderen hält es den Energiehaushalt des Menschen im Gleichgewicht.

Jodmangel ist in der Schweiz immer noch verbreitet. Doch gerade in der Schwangerschaft ist eine ausreichende Jodversorgung für Mutter und Kind sehr wichtig. «Schwerer Jodmangel während der Schwangerschaft erhöht das Risiko von Missbildungen, von Tod- und Fehlgeburten», erläutert Michael Zimmermann, Vorstandsmitglied der Fluor- und Jodkommission der «Schweizerischen Akademie der medizinischen Wissenschaften».

«Schwangere brauchen ca. 230 Mikrogramm Jod am Tag», darauf weist Prof. Dr. Roland Gärtner, Sprecher des Arbeitskreises «Jodmangel» mit Sitz in Frankfurt hin. So viel Jod über die Nahrung aufzunehmen, ist schwierig. Dennoch ist es in der Wissenschaft umstritten, ob eine Nahrungsergänzung in Form von Jodtabletten empfohlen wird oder nicht. Denn: Zuviel kann schädlich sein – und zu einer Schilddrüsenüberfunktion führen.

Ob und wie viel Jod zusätzlich genommen werden sollte, sollten Sie deshalb mit Ihrem Frauenarzt absprechen. Die Dosis richtet sich nach Ihren Ernährungsgewohnheiten: Essen Sie mehrmals in der Woche Fisch und täglich Milchprodukte, sind Sie möglicherweise ausreichend versorgt.

Jod ist enthalten in Milch, Käse, Eiern, Kartoffeln, Fisch und Jodsalz, also Salz, das künstlich mit Jod angereichert wird.

Multivitamin-Präparate: Weniger ist mehr

Calcium, Zink und die Vitamine B12 und D – das sind nur einige der Nährstoffe, die in der Schwangerschaft besonders wichtig sind. Doch: In der Regel reicht eine abwechslungsreiche Ernährung, um den Bedarf an Nährstoffen zu decken.

«Viele Vitamine werden, wenn im Übermass aufgenommen, vom Körper ausgeschieden wie Fremdstoffe und sind damit eine Belastung für den Organismus«, erklärt Prof. Dr. Regina Brigelius-Flohé, Leiterin der Abteilung Biochemie der Mikronährstoffe des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam in einem Pressebericht. Beispiel Vitamin A: Im Extremfall kann eine Überversorgung zu Missbildungen beim Ungeborenen führen.

Fazit: Diese Nahrungsergänzungsmittel sind sinnvoll

In der Schwangerschaft ist eine gute Versorgung mit Nährstoffen besonders wichtig. Dennoch ist Schwangeren mit Vitaminen und Mineralstoffen aus der Giesskanne nicht geholfen, urteilte die Zeitschrift Ökotest im Oktober 2010: «Alles, was über die Bestandteile Folsäure und Jod hinausgeht, ist mit einer angemessenen Ernährung zu decken.»

Text: Sigrid Schulze

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