Ein Einschnitt? Folgen eines Kaiserschnitts

Die vaginale Geburt ist die natürliche und auch die beste Geburtsart für Mutter und Kind. Jedoch nur, wenn die Voraussetzungen bereits optimal sind. Es gibt aber verschiedene Situationen und Beispiele, in denen sich ein Kaiserschnitt empfiehlt. Doch wie wirkt sich dieser auf Kind und Mutter aus? Ärzte und Hebammen haben dazu diese Woche eine Broschüre herausgegeben.

Mutter und Kind: Folgen eines Kaiserschnitts

Nach dem Kaiserschnitt können Kind und Mutter nicht so rasch auf Tuchfühlung gehen.
Foto: Wavebreakmedia Ltd, Thinkstock

Jedes dritte Kind erblickt laut Bundesamt für Statistik mittels Kaiserschnitt das Licht der Welt. Die Sterblichkeit hat in den entwickelten Ländern stark abgenommen. Unter anderem weil bei Komplikationen bei einer Geburt ein Kaiserschnitt durchgeführt werden kann. Dieser Eingriff ist aber auch nicht risikofrei und hat Folgen für die Mutter und das Kind, wie die diese Woche veröffentlichte Broschüre «Kaiserschnitt», herausgegeben vom Schweizerischen Hebammenverband, der Schweizerischen Gesellschaft für Neonatologie, der Schweizerischen Gesellschaft für Anästhesiologie und Reanimation sowie der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie, aufzeigt.

So fühlen sich Mütter nach einem Kaiserschnitt

Mütter leiden nach der Geburt zwar meistens nicht an Vaginalinkontinenz, doch bringt auch der Kaiserschnitt Probleme mit sich. Mütter, die per Kaiserschnitt ihr Kind auf die Welt bringen, sind nach der Operation oftmals nicht dazu imstande, sich vollumfänglich um das Kind zu kümmern. Sie müssen sich zuerst um ihren eigenen Körper kümmern. Da sich nach dem operativen Eingriff Blutgerinnsel, sogenannte Thrombosen, bilden können, wird der frischen Mutter Blutverdünner gespritzt und Kompressionsstrümpfe empfohlen. Auch psychische Probleme können auftreten: Verantwortlich für psychische Störungen können ungeplante Kaiserschnitte sein, weil sich die werdenden Mütter die Geburt anders ausmalten. Ausserdem kann die Narbe neben Entzündungen und Blutergüssen auch Gefühlsstörungen bewirken.

Kaiserschnitt: Folgen für das Kind

Nach dem Kaiserschnitt können Kind und Mutter nicht so rasch auf Tuchfühlung gehen wie bei der natürlichen Geburt. Da dies aber sehr wichtig für die Mutter-Kind-Bindung und das Stillen ist, sollte dies nachgeholt werden. Aufgrund der körperlichen Bindung klappt es dann auch mit dem Stillen. Damit die Mütter schmerzfrei stillen können, helfen Hebammen und Stillberaterinnen. Meistens kann bereits innerhalb der ersten Stunde gestillt werden.  Es ist aber möglich, dass sich der Anstieg der Milchmenge verzögert. Deshalb sollten Sie die Geduld bewahren.
Leider ist es auch möglich, dass Kinder längere Zeit nicht bei der Mutter verbringen können, sondern in der sogenannten Neonatologie versorgt werden müssen, wo sie beatmet werden und ihr Herz stetig überprüft wird. Ursache dafür sind Atemprobleme, die häufig bei Kaiserschnitt-Kindern auftreten. Schnittverletzungen treten indes sehr wenig auf, und falls, dann eher bei ungeplanten Kaiserschnitten.

Erneuter Kaiserschnitt

Bei erneuten Schwangerschaften können weitere Risiken auftreten. Zum Beispiel ein Gebärmutterriss, eine vor dem Muttermund liegende oder eine eingewachsene Plazenta. Nach einem Kaiserschnitt ist es aber auch möglich, ein Kind per Vaginal-Geburt auf die Welt zu bringen. Ist jedoch der Zeitabstand zwischen den Schwangerschaften gering, wird mit höchster Wahrscheinlichkeit erneut ein Kaiserschnitt vollzogen; einfach die Geburtsart, die weniger riskant ist.

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