Wenn die Fruchtblase geplatzt ist

Ist die Fruchtblase geplatzt, ist das in der Regel ein Zeichen für den nahenden Geburtsbeginn. Wann es zum Blasensprung kommt, welche Risiken bei einem vorzeitigen Platzen der Fruchtblase bestehen und wie Fruchtwasser erkennbar ist, erfahren Sie hier.

Ist die Fruchtblase geplatzt, sollten Sie Ihre Hebamme kontaktieren.

Ist die Fruchtblase geplatzt, lässt das Baby nicht mehr lange auf sich warten. Foto: Kati Molin, iStock, Thinkstock

Üblicherweise platzt die Fruchtblase, wenn der Muttermund bereits sehr weit geöffnet ist und die Wehen eingesetzt haben. In diesem Fall handelt es sich um einen rechtzeitigen Sprung der Fruchtblase. Ein vorzeitiges Platzen der Fruchtblase findet bereits vor dem Wehenbeginn statt. Wenn die Fruchtblase weit oben gerissen ist, dann führt dies zu einem tröpfchenweisen Abgang von Fruchtwasser, was als hoher Blasensprung bezeichnet wird. Hebammen oder Gynäkologen können eine Geburt beschleunigen, indem sie die Fruchtblase öffnen. Das ist auch als Blasensprengung bekannt.

Welches Risiko besteht, wenn die Fruchtblase geplatzt ist?

In der Regel platzt die Fruchtblase während der Geburt, so dass sich die Schwangere bereits im Spital befindet oder eine Hebamme bei einer Hausgeburt da ist. Hebammen und Ärzte können die werdende Mutter in eine liegende Position bringen, so dass die Nabelschnur nach dem Fruchtwasserabgang nicht verrutschen kann.

Ist die Fruchtblase geplatzt, lange bevor Sie die 40 Schwangerschaftswochen vollendet haben, kann das eine Gefahr für Mutter und Kind sein:

  • Schwangerschaftswoche 3 bis 20: Die Überlebenschancen für das Kind sind so gering, dass Ärzte oftmals zu einem aktiven Abbruch der Schwangerschaft raten.
  • Schwangerschaftswoche 20 bis 24: Ist in dieser Schwangerschaftsphase die Fruchtblase geplatzt, kommt es häufig zu Fehlgeburten, wobei mit Hilfe von Medikamenten versucht wird, die Kindesentwicklung zu unterstützen. Die werdende Mutter bekommt absolute Bettruhe verordnet.
  • Schwangerschaftswoche 24 bis 28: Mit einer regelmässigen Medikamenteneinnahme soll das Baby vor möglichen Infektionen geschützt werden, wobei zugleich auch frühzeitige Wehen verhindert werden sollen. Hin und wieder kann es vorkommen, dass sich der Blasenriss wieder verschliesst.
  • Schwangerschaftswoche 28 bis 32: Während dieser Zeit entscheiden Ärzte ganz individuell, ob das Kind bereits entbunden werden muss oder vorab Medikamente verordnet werden, um die Entbindung hinauszuzögern.
  • Ab Schwangerschaftswoche 32: In der Regel wird in diesem Fall die Geburt eingeleitet oder es fällt die Entscheidung auf einen Kaiserschnitt.

Melden Sie sich bei einem Blasensprung bei Ihrer Frauenärztin oder direkt in der Geburtsabteilung Ihres Spitals.

Wie sieht das Fruchtwasser aus, wenn die Fruchtblase geplatzt ist?

Zu Beginn der Schwangerschaft ist das Fruchtwasser klar. Jedoch kann es unmittelbar vor der Geburt des Kindes etwas trüb erscheinen, was durch den Urin, die Haare und die Hautschuppen des Ungeborenen bedingt ist. Insgesamt fasst die Fruchtblase etwa 800 Milliliter Flüssigkeiten vor der anstehenden Geburt.

Ist vor der 37. Schwangerschaftswoche die Fruchtblase geplatzt und die Flüssigkeit erscheint grünlich oder gar schwarz gefärbt, rufen Sie sofort einen Arzt oder besser noch das Spital an. Dies ist ein Anzeichen für ein vorhandenes Mekonium, also eine Substanz, welche sich während der Schwangerschaft in den Verdauungsorganen des Neugeborenen befindet. Mekonium kann beispielsweise bei Stress des Kindes ins Fruchtwasser gelangen, so dass umgehend reagiert werden muss. Gleiches gilt auch dann, wenn Sie zusammen mit dem Fruchtwasser Blut ausscheiden.

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