Das sind die beliebtesten Schweizer Babynamen

Auf einen Claudio kommen 20 Matteos. Auf eine Bettina 75 Emmas. Die Vornamenhitparade des Bundesamts für Statistik zeigt, wie das Baby von heute heisst.

Babynamen 2015

Ein Blick in Schweizer Babybetten zeigt: Eltern von Neugeborenen haben bei der Namenswahl scheinbar keine grosse Lust auf Abwechslung. Bild: doble-d, iStock, Thinkstock. 

Eigentlich möchten ja alle Eltern, dass Ihr Kind etwas Besonderes ist. Und nicht so heisst wie fast alle anderen Kinder auf dem Spielplatz. Warum dennoch so viele dem jeweiligen Vornamentrend folgen, ist ein Rätsel, das auch das Bundesamt für Statistik (BfS) nicht lösen kann. Dafür gibt seine Schweizer Vornamenhitliste akkurat Aufschluss darüber, welche Namen gerade in Mode sind. 2015 platzieren sich an der Spitze der Namensliste «alte Bekannte»: Noah und Mia.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden in ein paar Jahren zusammen mit einem Namensvetter die Schulbank drücken, ist recht gross. Von den rund 41'910 neugeborenen Mädchen des Jahres 2015 tragen 465 den Namen Mia. Bei den Knaben gibt Noah seit 2011 den Ton an: Insgesamt 1780 mal wurde der Name Noah seither vergeben, davon 443 mal im Jahr 2015.

Die beliebtesten Schweizer Babynamen des Jahres 2015

Rang Knabenname

Anzahl Babies

Rang Mädchenname

Anzahl Babies

1 Noah 443 1 Mia 465
2 Liam 412 2 Emma 447
3 Luca 361 3 Lara 335
4 Gabriel 357 4 Lena 320
5 Leon 353 5 Sofia 318
6 David 335 6 Mila 312
7 Matteo 286 7 Anna 309
8 Elias 280 8 Elena 306
9 Louis 267 9 Laura 288
10 Levin 255 10 Lina 284

Quelle: «Vornamenhitparade 2015: Neugeborene und Bevölkerung», Bundesamt für Statistik. Eine ausführliche Liste erhalten Sie zum Download unter  www.bfs.admin.ch

 

Warum Noah nicht über den Röstigraben springt

Obwohl das nationale Ranking über Jahre hinweg von denselben Lieblingsnamen dominiert wird, fallen sie im Vergleich zwischen den Kantonen überraschend vielfältig aus. Zwar steht Noah im Jahr 2015 schweizweit an der Spitze, allerdings trifft das nur auf vier Kantone ebenfalls zu. Mia ist als Favoritin in acht Kantone eingezogen, die auffälligerweise alle in der Deutschschweiz liegen.

In der öffentlich einsehbaren Auswertung des BfS zeichnet sich ab: Lieblingsnamen machen Halt vor Sprachgrenzen. Hoch im Kurs sind in der französischen Schweiz die Namen Gabriel und Emma, während im Tessin Leonardo und Sofia die Hitliste anführen. Im rätromanischen Sprachgebiet werden dafür Laurin und Alessia am häufigsten gewählt. Das BfS erklärt sich diese Divergenz damit, dass die Bedeutung eines Namens nach Herkunft und Sprache variieren kann, was dann zu entsprechenden Vorlieben führe.

Namen gehen mit der Zeit

Schaufelt im Sandkasten Ihrer Nachbarn eine kleine Marianne? Wahrscheinlich nicht. Gewisse Namen eroberten zur Zeit unserer Grosseltern die Schweiz und ver­schwanden wieder. Einige erleben heute ein Revival: So zum Beispiel Emma, Max und Lina, die sich über die Generationen hinweg behaupten konnten.

Laut dem BfS besteht heute der Wunsch, Namen dem aktuellen Zeitgeist entsprechend zu vergeben. «Die Entwicklung der Trends zur Vornamenvergabe orientiert sich am Zeitgeschehen und steht in Bezug zu einem gesamtgesellschaftlichen Kontext», schreibt das BfS in seiner Auswertung. Auch der Name Anna gehört zu den Wiederkehrern: Früher war er ein wichtiger Heiligenname, heute ist er beliebt, weil er kurz und einfach auszusprechen ist und harmonisch klingt.

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