Wenn nachgeholfen werden muss: Wehen einleiten

Gegen Ende der Schwangerschaft ist die Erleichterung oft gross, dass Sie es bald geschafft haben und Ihr Baby im Arm halten. Ist der Geburtstermin überschritten oder treten Komplikationen auf, dann kann man Wehen einleiten.

Ein bisschen Unterstützung beim Wehen einleiten wünschen sich viele Frauen am Ende der Schwangerschaft.

Am Ende der Schwangerschaft möchten viele Frauen mit dem Beginn der Wehen gern etwas nachhelfen und Wehen einleiten. Foto: victorsaboya, iStock, Thinkstock

Wenn keine medizinische Begründung für das Wehen einleiten vorliegt, sondern Sie gegen Ende der Schwangerschaft einfach nur den Wunsch haben, endlich mit der Geburt zu beginnen, können wehenauslösende Hausmittel dazu beitragen, den Geburtsvorgang in Gang zu setzen. Es gibt viele Mittel, die das Wehen einleiten natürlich gestalten und schon seit vielen Jahrzehnten oder Jahrhunderten bekannt sind. Hierzu gehören vor allem

  • Bewegung: Das berühmte Treppensteigen, aber auch Spaziergänge können helfen.
  • Sex, sofern der mit der dicken Babykugel noch möglich ist: Die im Sperma enthaltenen Prostaglandine wirken äusserst stimulierend auf die Gebärmutter.
  • Heisse Bäder: aber bitte möglichst nur unter Aufsicht und mit stabilem Kreislauf!
  • Kräutertees aus Himbeerblättern, Eisenkraut, Anis und Verbentee.
  • Einigen Gewürzen wird ebenfalls eine wehenanregende Wirkung nachgesagt; dazu gehören unter anderem Ingwer, Majoran, Zimt und Nelken.

Besonders vorsichtig sollten Sie beim Wehen einleiten mit Wehencocktails sein, da sie oft aus Rhizinusöl und anderen wehenfördernden Zusätzen bestehen. Hebammen raten, diese nur unter fachkundiger Aufsicht einzunehmen, da Mutter und Kind hier ernste Schäden drohen können, wenn sie zu früh oder in zu hoher Dosis eingenommen werden.

Wehen einleiten bei Übertragung

Ist der voraussichtliche Geburtstermin um mehr als zwei Wochen überschritten, steigt die Gefahr einer Totgeburt. Daher ist es üblich, dass Gynäkologen und Geburtshelfer um den 10. bis 14. Tag nach dem Geburtstermin die Wehen einleiten mit Tabletten, Gel oder dem sogenannten Wehentropf. Allerdings sollten diese Methoden nur im Notfall eingesetzt werden, da es zu Nebenwirkungen wie einem Wehensturm (krankhaft gesteigerte Wehen - also extrem häufig und/oder extrem schmerzhaft), Fieber, Übelkeit und Schwierigkeiten beim Stillen kommen kann. Das Wehen einleiten sollte bevorzugt am Morgen stattfinden, da dies eher dem natürlichen Rhythmus des Körpers entspricht, wie Wissenschaftler in einer Studie herausfanden.

 

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