Der medizinische Aspekt: Was bei einer Abtreibung passiert

Ein Schwangerschaftsabbruch ist kein Gesundheitsrisiko. Nur bei wenigen Frauen treten nach dem instrumentellen Abbruch gesundheitliche Komplikationen auf. Wenn nach dem Eingriff Fieber, Schmerzen oder starke Blutungen auftreten, sollte ein Arzt kontaktiert werden. Nach einem medikamentösen Eingriff sind Übelkeit, Schmerzen, Durchfall oder auch Blutungen möglich. Bei einigen Frauen treten nach dem Schwangerschaftsabbruch psychische Probleme auf. Es empfiehlt sich diese Empfindungen nicht zu ignorieren oder als übertrieben anzusehen. Vielleicht kann schon ein Gespräch beim Frauenarzt weiterhelfen. Ist dies nicht der Fall, sollte ein Psychologe oder eine spezielle Beratungsstelle kontaktiert werden.

Methoden

Ein Schwangerschaftsabbruch kann auf zwei unterschiedliche Arten erfolgen – medikamentös oder chirurgisch.

Medikamentöser Schwangerschaftsabbruch

Durch die Medikamente wird die Entwicklung des Embryos gestoppt. Dazu werden in der Praxis des behandelnden Arztes drei Tabletten Mifegyne eingenommen. Beim zweiten Termin wird eine geringe Dosis des Hormons Prostaglandin verabreicht (als Tablette oral oder in die Scheide eingeführt). So werden Kontraktionen der Gebärmutter ausgelöst, damit der Embryo ausgestossen wird. Die Frau kann meist nach drei oder vier Stunden die Praxis verlassen. Ein Nachsorgetermin ist notwendig.

Chirurgischer Schwangerschaftsabbruch

Der chirurgische Schwangerschaftsabbruch erfolgt in der Regel ambulant. Eine örtliche Betäubung oder eine Vollnarkose ist möglich. Dabei wird der Embryo abgesaugt. Die Gebärmutter wird danach ausgeschabt um Gewebereste zu entfernen. Die meisten Frauen können nach zwei, drei Stunden nach Hause gehen.

Die «Pille danach»

Die «Pille danach» ist eine Möglichkeit um sofort eine mögliche Schwangerschaft (ungeschützter Verkehr, geplatztes Kondom) zu verhindern. Dazu gibt es verschiedene Präparate. Dei eine Sorte (z.B. Norlevo) muss innerhalb von 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden, die andere (EllaOne) ist bis 5 Tage danach wirksam. Je schneller die Tabletten eingenommen werden, desto höher liegt die Chance, die Schwangerschaft zu verhindern. Diese Methode ist für den Notfall gedacht und ist keinesfalls für eine regelmässige Verhütung geeignet.

Das Beste ist sicherlich erst gar nicht in diese Situation zu kommen. Deshalb sollte eine zuverlässige Verhütungsmethode für jede sexuell aktive Frau selbstverständlich sein. Auf jeden Fall muss spätestens nach dem Abbruch sicher verhütet werden. Der Frauenarzt berät diesbezüglich gerne.

Bei der Schwangerschaftsabbruch-Infostelle (SVSS) erhalten Sie noch weitere Informationen.

Text: Natascha Mahle

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