Auf und davon: Fliegen in der Schwangerschaft

Noch einmal in die Ferien zu fahren, bevor Ihr Baby kommt, kann sehr erholsam sein. Das Fliegen in der Schwangerschaft ist dabei in den meisten Fällen kein Problem. Auch sonst kann das Reisen mit Babybauch viel Freude machen. Auf ein paar Dinge sollten Sie jedoch achten.

Fliegen in der Schwangerschaft ist kein Risiko für Mutter oder Kind.

In der Schwangerschaft zu fliegen, ist meist kein Problem. Foto: Nadezhda1906, iStockphoto, Thinkstock

Das zweite Trimester ist ideal, um noch einmal Ferien zu zweit zu planen. Wahrscheinlich haben Sie im zweiten Drittel der Schwangerschaft wieder mehr Energie für Unternehmungen. Die Morgenübelkeit nimmt bei den meisten Frauen ab. Ein guter Zeitpunkt, um Paarzeit zu geniessen und zu verreisen, ohne sich um Kinderwagen, Autositze und ein weinendes Baby kümmern zu müssen.

Manche Frauen befürchten, dass eine Flugreise dem Ungeborenen schaden könnte. Das ist aber nicht so. Ob Sie in den Urlaub fahren oder geschäftlich noch viel fliegen müssen: In einer unkomplizierten Schwangerschaft stellt das Fliegen keine Gefahr für Sie oder das Kind dar. Befinden Sie sich in einer Risikoschwangerschaft, hatten schon eine Fehlgeburt oder haben Sie Herz-Kreislauf-Beschwerden, so sollten Sie sich sicherheitshalber mit Ihrem Arzt unterhalten.

Fliegen in der Schwangerschaft

Das zweite Trimester ist zwar vielleicht die beste Zeit für Ferien in der Schwangerschaft, doch auch danach können Sie noch fliegen. Die Fluggesellschaften legen fest, wie spät in der Schwangerschaft sie noch eine Frau befördern. In der Regel und besonders bei kürzeren innereuropäischen Flügen ist dies bis zur 36. Schwangerschaftswoche möglich. Bei Langstreckenflügen kann es auch schon eher ein Flugverbot für Schwangere geben. Sie sollten dies beim Buchen Ihres Fluges überprüfen. Um Problemen beim Einchecken vorzubeugen, empfiehlt es sich, eine Bescheinigung von Ihrem Frauenarzt ausstellen zu lassen, die Ihren Entbindungstermin enthält sowie eine Bestätigung, dass mit Komplikationen nicht zu rechnen ist.  

Beim Flug selbst müssen Sie keine Angst haben, dass dieser Ihrem Baby schadet. Tests haben ergeben, dass das Ungeborene auch während des Fliegens ausreichend mit Sauerstoff versorgt ist. Eine Strahlenbelastung ist nur für schwangeres Flugpersonal ein Problem. Bei gelegentlichen Flügen gibt es kein erhöhtes Risiko einer Fehlgeburt.

Wenn Sie länger fliegen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie sich genügend bewegen. Mindestens einmal in der Stunde empfiehlt es sich, einen kleinen Spaziergang durchs Flugzeug zu unternehmen. Wenn es Ihnen wie vielen Schwangeren geht, die jetzt einen verstärkten Harndrang verspüren, wird es Ihnen nicht schwer fallen, daran zu denken. In der Schwangerschaft haben Sie ein erhöhtes Risiko für Krampfadern und Thrombose. Gerade bei Langstreckenflügen oder wenn Sie wissen, dass Sie besonders anfällig sind, empfiehlt sich daher das Tragen von Kompressionsstrümpfen.  

Die Scanner am Flughafen, durch die Sie bei der Sicherheitskontrolle laufen, schaden Ihnen oder Ihrem Baby übrigens nicht.

Wenn das Reisen etwas exotischer ist

Falls Ihr Reiseziel in einem Land liegt, für das eine Schutzimpfung vorgeschrieben oder empfohlen ist, sollten Sie Ihren Arzt fragen, welche Impfungen auch in der Schwangerschaft unbedenklich sind.

Bei einem Urlaub in einem sehr sonnigen Land sollten Sie nicht vergessen, dass Sie in der Schwangerschaft empfindlicher auf Sonnenstrahlen reagieren. Durch die Hormonumstellung bekommen Sie eventuell schneller Pigmentflecken und Sonnenbrand. Ein Sonnenmittel mit hohem Lichtschutzfaktor kann dabei helfen und sollte in Ihrem Reisegepäck nicht fehlen.

Auch im nicht schwangeren Zustand empfiehlt es sich, in anderen Ländern auf bestimmte Essensregeln zu achten, um einer Magen-Darm-Erkrankung vorzubeugen. Dies gilt natürlich um so mehr in der Schwangerschaft und je exotischer Ihr Ziel ist. Leitungswasser sollten Sie in vielen Ländern vermeiden. Auch Obst sollten Sie besser mit Wasser aus der Flasche waschen, sowie die Zähne nicht mit Wasser aus dem Wasserhahn putzen.

In der Schwangerschaft kann Verstopfung ein Problem sein. Dies kann im Urlaub verstärkt auftreten. Denken Sie also daran, viel zu trinken und sich ballaststoffreich zu ernähren.

Vielleicht haben Sie vor der Schwangerschaft in Ihren Ferien immer ein volles Programm gehabt. Mit Babybauch sollten Sie auf Ihren Körper hören und lieber eine Pause einlegen, als unbedingt noch ein Museum oder eine Kirche anzuschauen, wenn es Ihnen etwas zu viel wird. So kann es eine erholsame Auszeit werden, die Ihnen Kraft für die Anstrengungen der Geburt und die Zeit danach gibt.

Unterwegs im Auto – was gibt es dabei zu beachten?

  • Legen Sie bei längeren Autofahrten genügend Pausen ein, denn im Auto besteht ebenfalls eine erhöhte Thrombosegefahr.
  • Auch wenn der Bauch im Weg ist: Der Sitzgurt gehört auf jeden Fall angeschnallt! Besonders mit wachsendem Bauch sollten Sie auch nicht zu nahe am Lenkrad sitzen.
  • Falls es möglich ist und Sie gerade in der Frühschwangerschaft oder in den letzten Wochen besonders mit Müdigkeit und Konzentrationsproblemen zu kämpfen haben, sollten Sie lieber auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

 

 

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