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Hausmittel gegen Übelkeit in der Schwangerschaft

Manche Frauen bleiben ganz verschont, aber die meisten Schwangeren kennen sie: die lästige Übelkeit in den ersten Monaten der Schwangerschaft. Die genauen Gründe für die Übelkeit sind bis heute nicht bekannt. Unter Medizinern und Wissenschaftlern besteht allerdings Einigkeit, dass Sie durch das Schwangerschafts-Hormons HCG verursacht wird. Wenn Sie zu den Betroffenen gehören, trösten Sie sich, die Übelkeit entspricht in den allermeisten Fällen einem gesunden Schwangerschaftsverlauf . Wie Sie die Übelkeit lindern können und worauf sie achten sollten, erfahren Sie hier.

Viele Schwangere kennen sie: die lästige Schwangerschaftsübelkeit.

Viele Schwangere kennen sie: die lästige Morgenübelkeit in der Schwangerschaft. Foto: © Valua Vitaly - Fotolia.com

Obwohl die Übelkeit in der Schwangerschaft weitestgehend als «Morgenübelkeit» bekannt ist, ist dieser Begriff eher irreführend, denn Übelkeit, Erbrechen oder ein flaues Gefühl im Magen können den ganzen Tag über auftreten. Manchmal reicht schon ein bestimmter Geruch, damit sich einer schwangeren Frau sprichwörtlich der Magen umdreht. Laut dem Schweizer Gesundheitsportal Sprechzimmer.ch könnte der Ekel vor bestimmten verderblichen Lebensmitteln eine Schutzreaktion vor Vergiftung sein. «Einige Theorien besagen, dass die Abneigung gegen leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch oder andere tierische Produkte Mutter und Kind vor Infektionen durch Nahrungsmittel (zum Beispiel ausgelöst durch Salmonellen) schützen soll. Gestützt wird diese Annahme dadurch, dass Vegetarierinnen weniger häufig unter Schwangerschaftsübelkeit leiden.»

Bei schlimmen Beschwerden: Zögern Sie nicht einen Arzt zu Rate zu ziehen!

Manchmal kann sich die Schwangerschaftsübelkeit allerdings gravierend auf die Lebensqualität einer schwangeren Frau auswirken. Durch die ständige Übelkeit können viele Bereiche des gewohnten Lebens stark beeinträchtigt werden. Bei einigen Schwangeren geht es sogar so weit, dass sie sich nicht mehr in der Lage sehen, arbeiten zu gehen, den Haushalt zu führen oder überhaupt auf die Strasse zu gehen. Ist dies der Fall, zögern Sie nicht Ihren Partner, Verwandte und Freunde um Hilfe zu bitten und suchen Sie auf jeden Fall ein Arzt oder eine Hebamme auf. Auch eine Krankschreibung  sollte Ihnen und ihrem Baby zuliebe in Betracht gezogen werden. Dauert die Übelkeit über einen längeren Zeitraum an, normal sind Übelkeitsbeschwerden von der 6. bis zur 12. Schwangerschaftswoche, sollte dies auch dem Arzt oder der Hebamme unbedingt mitgeteilt werden. Wenn die Übelkeit so stark ist, dass Sie nicht mehr Essen oder Trinken wollen, besteht zudem die Gefahr einer Dehydrierung und Mangelerscheinungen.

Das hilft gegen Schwangerschaftsübelkeit und Erbrechen

Langsam Aufstehen und Kreislauf in Schwung bringen

Um morgens den Kreislauf anzuregen, kann man noch im Bett und auf dem Rücken liegend mit den Beinen Fahrrad fahren. Zudem sollte man noch vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit wie zum Beispiel ein Stückchen Brot oder Zwieback essen und einen Tee trinken. Mit dem Aufstehen sollte sich Zeit gelassen werden. Bleiben Sie ruhig noch 20 bis 30 Minuten liegen.

Leicht verträgliche Lebensmittel in kleinen Rationen zu sich nehmen

Auf Lebensmittel, deren Anblick oder Geruch bereits Übelkeit hervorrufen, sollte ganz verzichtet und Kontakt möglichst vermieden werden. Dennoch sollte die Schwangere stets etwas im Magen haben, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Versuchen Sie über den Tag verteilt immer wieder kleine Portionen Nahrung zu sich zu nehmen. Am besten eignen sich dafür relativ geschmacksneutrale Lebensmittel wie Zwieback oder Knäckebrot. Auch Joghurt wirkt sich durch den hohen Vitamin B-Gehalt positiv auf den Magen aus. Fettiges oder stark gewürztes Essen sollte dagegen sparsam konsumiert werden. Generell gilt: Was immer Ihnen schmeckt und der Magen drin behält, können sie sorglos geniessen.

Viel Trinken! Eine Flasche Wasser sollte immer griffsbereit sein

Ganz wichtig: eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Gerade wenn oft erbrochen wird, droht dem Körper eine Dehydration, dass heisst eine Austrocknung. Deshalb sollten Sie immer eine Flasche Wasser griffbereit haben und reichlich trinken. Wenn aber selbst das Trinken zum Erbrechen führt, können Sie erstmal versuchen kleine Eiswürfel zu lutschen.Hält der zustand allerdings länger an, sollten Sie auf jedenfall medizinischen Rat suchen.

Kamillenblütentee gegen Erbrechen und Übelkeit am Morgen

Auch beruhigende Tees helfen. Für den morgendlichen Tee eignen sich Melissenblätter, Kamillenblüten, Hopfenzapfen, Schafgarbenkraut, Anisfrüchte, Fenchelfrüchte oder Brombeerblätter. Auch Pfefferminzblätter können verwendet werden. Pfefferminztee sollte aber nicht länger als eine Woche am Stück getrunken werden, da es ansonsten vermehrt zu Sod- oder Magenbrennen kommen kann. Auch Ingwer ist dafür bekannt, wohltuend auf den Magen zu wirken. Ingwertee oder Ginger Ale kann also vorsichtig ausprobiert werden.

Pflanzliche Arzneimittel gegen Übelkeit

Wenn Tee nicht hift, kann auch Arzneimittel auf pflanzlicher Basis wie «Iberogast» zurückgegriffen werden, die gewöhnlich bei Völlegefühl und Verdauungsproblemen eingesetzt werden. Da viele Medikamente gegen Übelkeit jedoch meist auch Alkohol enthalten, sollten sie nur für kurze Zeit genommen werden. Besprechen Sie sich vorsichtshalber mit Ihrem Arzt.

Ausreichend Schlafen und Stress vermeiden

Sehr wichtig ist zudem ausreichend Ruhe. Müdigkeit oder Stress können die Übelkeit noch verschlimmern und depressive Stimmungen verursachen. Wenn nötig, sollten Sie sich auf der Arbeit krankschreiben lassen, bis die schwierige Phase vorbei ist. Aber mauern sie sich nicht ein: Gespräche mit dem Partner oder Freunden können Ihnen helfen, die unangenehme Leidenszeit etwas besser zu überdauern. Bei Unsicherheiten kann auch der Rat einer Hebamme weiterhelfen. Diese hat zudem vielleicht noch weitere Geheimtipps gegen die Symptome der Übelkeit. Oder tauschen Sie sich mit Gleichgesinnten in unserem Forum aus.

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Swica

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