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Hausmittel für die Schwangerschaft

Gegen Müdigkeit, Übelkeit, Verstopfung oder Krampfadern in der Schwangerschaft helfen oft einfache Hausmittel oder pflanzliche Mittel. Aber nicht alle Präparate aus der Homöopathie sind für Sie und Ihr ungeborenes Baby ungefährlich. Erfahren Sie hier, was gegen die unterschiedlichen Schwangerschaftsbeschwerden hilft und was sie beachten sollten.

Hausmittel in der Schwangerschaft

Kamillenblütentee hilft gegen die morgendliche Übelkeit in der Schwangerschaft. Bild: owngarden, Getty Images

Schwangere und stillende Mütter haben meist mehr Vertrauen in pflanzliche als in chemisch-synthetische Mittel. Dennoch «bleiben Unsicherheiten bezüglich der Unbedenklichkeit für das Kind. Da klinische Studien fehlen, ist es nicht immer einfach, die richtige Wahl zu treffen», schreibt Beatrix Falch, Apothekerin und Wissenschaftsjournalistin aus Zürich in der Fachzeitschrift «Gynäkologie». Sie hat deshalb als Leitfaden eine Liste erstellt, die hilft, die richtige Entscheidung zu treffen. Wir stellen Ihnen das Wichtigste in Kurzform vor.

Sanfte Bauchmassage bei Verstopfung

Schwangere leiden oft an Verstopfung. Viel Bewegung und reichlich Flüssigkeit, mindestens zwei Liter pro Tag, erweichen den Stuhl und sorgen dafür, dass man häufiger auf  die Toilette muss. Aber auch eine sanfte Bauchmassage kann die Beschwerden lindern. Bestimmte pflanzliche Quellmittel, die mit viel Wasser eingenommen werden sollten, können ebenso helfen. Dies sind zum Beispiel Leinsamen, Indischer Tragant, Flohsamen sowie Flohschalen. Als fertiges Arzneimittel hilft zum Beispiel «Mucilar», «Agiolax mite», «Laxiplant soft» oder «Normacol mite».

Bei Wasser in den Beinen: Stress vermeiden

Am Abend und gegen Ende der Schwangerschaft haben Frauen oft mit Ödemen zu kämpfen. In den Beinvenen sammelt sich zuviel Wasser, weil die Lymphbahnen es nicht mehr abführen können. Dass heisst sie haben sprichwörtlich «Wasser in den Beinen». Dagegen hilft zum Beispiel die Beine hoch zu lagern, Stützstrümpfe zu tragen und möglichst Stress zu vermeiden. Um das Wasser wieder loszuwerden und die Nierentätigkeit zu unterstützen, können auch Tees helfen. Bewährte sind Teesorten aus Löwenzahn-, Brennnesselkraut, Birkenblättern, Hauhechelwurzel oder Schachtelhalmkraut. Damit man aber nicht zu viel Wasser verliert, sollte man Dosis und Dauer dieser Tees beschränken.

Preiselbeersaft zur Vorbeugung von Blasenentzündungen

Um einer Blasenentzündung vorzubeugen, haben sich Preiselbeersaft und milde pflanzliche Tees als wirksam erwiesen. Sie regen die die Durchspülung der Niere an. Empfehlenswert sind Teesorten aus Brennnesselkraut, Birkenblättern, Ackerschachtelhalmkraut oder Löwenzahnkraut. Kurzfristig kann man auch auf Tees oder Tinkturen aus Goldrutenkraut oder Kapuzinerkressenkraut zurückgreifen.

Hilfe bei Krampfadern und Schwangerschaftsstreifen

Durch die Schwangerschaft werden die Beine anfälliger für Krampfadern. Deshalb sollten die Beine jetzt oft hoch gelegt werden. Doch auch Bewegung tut gut. Zu viel Sitzen und Stehen sollte dagegen vermieden werden. Eine Bürstenmassage für die Beine, kalte Schenkelgüsse, Stützstrümpfe und Cremes mit Rosskastaniensamen, Hamameliswasser oder rotem Weinlaub können Krampfadern vorbeugen. Ein Tee aus Schafgarbenkraut, Haferstroh oder Brennnesselkraut, ein bis zwei Tassen täglich getrunken, kann zudem die Spannkraft der Venen erhöhen.

Mit Schwangerschaftsstreifen haben vor allem jüngere Frauen zu kämpfen. Zur Vorbeugung kann ein pflanzliches Öl oder eine Creme einmassiert werden. Verschiedene Zubereitungen mit Nachtkerzenöl, Hamameliswasser, Ringelblumenöl oder Zitronenöl haben sich auch bewährt.

Bei Pilzinfektionen helfen Bäder

Da sich bei Schwangeren die Infektabwehr verringert und der Hormonhaushalt umstellt, kann es einfacher zu Vaginalinfektionen kommen. Vaginalspülungen, Vaginalzäpfchen und Sitzbäder, die pflanzliche Zusätze enthalten, helfen bei Pilzinfektionen. Gut verträglich sind ätherische Öle wie Lavendelöl oder Palmarosaöl. Tipp: Dem Badewasser können auch Kamillenblüten, Schafgarbenkraut, Eichenrinde oder Taubnesselblüten zugegeben werden. Das lindert den Juckreiz.

Mehr zu empfohlenen Hausmitteln gegen Verstopfung, Schwangerschaftsstreifen & Co und welche pflanzlichen Arzneimittel nicht ratsam sind erfahren unter: www.sprechzimmer.ch

Obwohl die Übelkeit in der Schwangerschaft weitestgehend als «Morgenübelkeit» bekannt ist, ist dieser Begriff eher irreführend, denn Übelkeit, Erbrechen oder ein flaues Gefühl im Magen können den ganzen Tag über auftreten. Manchmal reicht schon ein bestimmter Geruch, damit sich einer schwangeren Frau sprichwörtlich der Magen umdreht. Laut dem Schweizer Gesundheitsportal Sprechzimmer.ch könnte der Ekel vor bestimmten verderblichen Lebensmitteln eine Schutzreaktion vor Vergiftung sein. «Einige Theorien besagen, dass die Abneigung gegen leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch oder andere tierische Produkte Mutter und Kind vor Infektionen durch Nahrungsmittel (zum Beispiel ausgelöst durch Salmonellen) schützen soll. Gestützt wird diese Annahme dadurch, dass Vegetarierinnen weniger häufig unter Schwangerschaftsübelkeit leiden.»

Bei schlimmen Beschwerden: Zögern Sie nicht einen Arzt zu Rate zu ziehen!

Manchmal kann sich die Schwangerschaftsübelkeit allerdings gravierend auf die Lebensqualität einer schwangeren Frau auswirken. Durch die ständige Übelkeit können viele Bereiche des gewohnten Lebens stark beeinträchtigt werden. Bei einigen Schwangeren geht es sogar so weit, dass sie sich nicht mehr in der Lage sehen, arbeiten zu gehen, den Haushalt zu führen oder überhaupt auf die Strasse zu gehen. Ist dies der Fall, zögern Sie nicht Ihren Partner, Verwandte und Freunde um Hilfe zu bitten und suchen Sie auf jeden Fall ein Arzt oder eine Hebamme auf. Auch eine Krankschreibung  sollte Ihnen und ihrem Baby zuliebe in Betracht gezogen werden. Dauert die Übelkeit über einen längeren Zeitraum an, normal sind Übelkeitsbeschwerden von der 6. bis zur 12. Schwangerschaftswoche, sollte dies auch dem Arzt oder der Hebamme unbedingt mitgeteilt werden. Wenn die Übelkeit so stark ist, dass Sie nicht mehr Essen oder Trinken wollen, besteht zudem die Gefahr einer Dehydrierung und Mangelerscheinungen.

Das hilft gegen Schwangerschaftsübelkeit und Erbrechen

Langsam Aufstehen und Kreislauf in Schwung bringen

Um morgens den Kreislauf anzuregen, kann man noch im Bett und auf dem Rücken liegend mit den Beinen Fahrrad fahren. Zudem sollte man noch vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit wie zum Beispiel ein Stückchen Brot oder Zwieback essen und einen Tee trinken. Mit dem Aufstehen sollte sich Zeit gelassen werden. Bleiben Sie ruhig noch 20 bis 30 Minuten liegen.

Leicht verträgliche Lebensmittel in kleinen Rationen zu sich nehmen

Auf Lebensmittel, deren Anblick oder Geruch bereits Übelkeit hervorrufen, sollte ganz verzichtet und Kontakt möglichst vermieden werden. Dennoch sollte die Schwangere stets etwas im Magen haben, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Versuchen Sie über den Tag verteilt immer wieder kleine Portionen Nahrung zu sich zu nehmen. Am besten eignen sich dafür relativ geschmacksneutrale Lebensmittel wie Zwieback oder Knäckebrot. Auch Joghurt wirkt sich durch den hohen Vitamin B-Gehalt positiv auf den Magen aus. Fettiges oder stark gewürztes Essen sollte dagegen sparsam konsumiert werden. Generell gilt: Was immer Ihnen schmeckt und der Magen drin behält, können sie sorglos geniessen.

Viel Trinken! Eine Flasche Wasser sollte immer griffsbereit sein

Ganz wichtig: eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Gerade wenn oft erbrochen wird, droht dem Körper eine Dehydration, dass heisst eine Austrocknung. Deshalb sollten Sie immer eine Flasche Wasser griffbereit haben und reichlich trinken. Wenn aber selbst das Trinken zum Erbrechen führt, können Sie erstmal versuchen kleine Eiswürfel zu lutschen.Hält der zustand allerdings länger an, sollten Sie auf jedenfall medizinischen Rat suchen.

Kamillenblütentee gegen Erbrechen und Übelkeit am Morgen

Auch beruhigende Tees helfen. Für den morgendlichen Tee eignen sich Melissenblätter, Kamillenblüten, Hopfenzapfen, Schafgarbenkraut, Anisfrüchte, Fenchelfrüchte oder Brombeerblätter. Auch Pfefferminzblätter können verwendet werden. Pfefferminztee sollte aber nicht länger als eine Woche am Stück getrunken werden, da es ansonsten vermehrt zu Sod- oder Magenbrennen kommen kann. Auch Ingwer ist dafür bekannt, wohltuend auf den Magen zu wirken. Ingwertee oder Ginger Ale kann also vorsichtig ausprobiert werden.

Pflanzliche Arzneimittel gegen Übelkeit

Wenn Tee nicht hift, kann auch Arzneimittel auf pflanzlicher Basis wie «Iberogast» zurückgegriffen werden, die gewöhnlich bei Völlegefühl und Verdauungsproblemen eingesetzt werden. Da viele Medikamente gegen Übelkeit jedoch meist auch Alkohol enthalten, sollten sie nur für kurze Zeit genommen werden. Besprechen Sie sich vorsichtshalber mit Ihrem Arzt.

Ausreichend Schlafen und Stress vermeiden

Sehr wichtig ist zudem ausreichend Ruhe. Müdigkeit oder Stress können die Übelkeit noch verschlimmern und depressive Stimmungen verursachen. Wenn nötig, sollten Sie sich auf der Arbeit krankschreiben lassen, bis die schwierige Phase vorbei ist. Aber mauern sie sich nicht ein: Gespräche mit dem Partner oder Freunden können Ihnen helfen, die unangenehme Leidenszeit etwas besser zu überdauern. Bei Unsicherheiten kann auch der Rat einer Hebamme weiterhelfen. Diese hat zudem vielleicht noch weitere Geheimtipps gegen die Symptome der Übelkeit. Oder tauschen Sie sich mit Gleichgesinnten in unserem Forum aus.

Das hilft gegen Müdigkeit in der Schwangerschaft

Schwangere fühlen sich oft und meist schon morgens nach dem Aufstehen müde und ausgelaugt - und fallen abends dann schon früh wieder ins Bett.  Wenn der Geburtstermin näher rückt, kann sich dies ein bisschen bessern. Durch die starke Gewichtszunahme oder Bewegungen des Babys in der Nacht kann sich die Müdigkeit aber schon schnell wieder bemerkbar machen. Keine Sorge, das ist völlig normal. Mit den folgenden Tipps, können Sie aber auch etwas dagegen tun.

Nehmen Sie reichlich Nährstoffe zu sich

Um der Müdigkeit vorzubeugen, sollten sie stets genügend Nährstoffe zu sich nehmen. Sofern die Schwangerschaftsübelkeit nicht allzu ausgeprägt ist, sollte man darauf achten, ausgewogen und gesund zu essen. Frisches Gemüse, Obst und Eiweiss versorgen den Körper mit allem was er braucht und sorgen so für frische Energie. Viel Trinken schützt vor Austrocknung, die ebenfalls müde und schlapp machen kann.

Geben Sie Ihrem Körper was er verlangt: Ruhe

Wichtig ist: Die Müdigkeit darf nicht ignoriert werden. Schwangere sollten sich genügend Zeit nehmen, um sich auszuruhen und zu entspannen. Ein kurzes Mittagsschläfchen oder ein Nickerchen am Nachmittag schonen den Körper und verhelfen zu neuer Energie für den restlichen Tag. Es ist durchaus angebracht, ein paar der Haushaltspflichten an den Partner abzugeben oder die Kinder mal eine Zeit lang bei Oma und Opa abzuliefern, um etwas zur Ruhe kommen zu können. Aber auch schonende Bewegung bringt Sie in Schwung. Regelmässige Spaziergänge an der frischen Luft oder ein paar entspannende Gymnastik-Übungen verhelfen zu mehr Energie. Viele Schwangere schwören zum Beispiel auf entspannende Yoga-Übungen.

Löwenzahnblätter gegen Eisenmangel

Während der Schwangerschaft sinkt oft der Hämoglobinwert, weil es dem Körper an Eisen fehlt. Der Mediziner spricht bei einem extrem niedrigen Hämoglobinspiegel von Anämie. Dadurch kann es zu Müdigkeitserscheinungen kommen. Deshalb empfiehlt es sich auf solche Nahrungsmittel zu verzichten, welche die Eisenaufnahme beeinträchtigen. Dies sind zum Beispiel Kaffee oder Schwarztee, weil sie Gerbstoffe enthalten, ausserdem Limonaden, Fertiggerichte, Fast Food und Quark, weil sie Phosphate enthalten. Auch Rhabarber und Spinat, die Oxolateenthalten, erschweren die Eisenaufnahme  sowie die Sojaproteine und Phytine in Getreide, Rohkostform und Kleien. Zudem hemmen Eier die Eisenaufnahme.

Was die Eisenaufnahme hingegen fördert sind bitterstoffhaltige Arzneipflanzen wie zum Beispiel Wegwarten- und Löwenzahnblätter sowie Brennnesselkraut. Auch getrocknete Aprikosen, dunkelgrünes Gemüse und rotes Fleisch sind gute Eisenlieferanten, die zudem helfen können, Sodbrennen in der Schwangerschaft vorzubeugen.

Entspannendes Bad bei Schlafstörungen

Manchmal können auch Schlafstörungen in der Schwangerschaft auftreten. Dies rührt meist von ständigen oder heftigen Bewegungen des Babys im Bauch der Mutter her. Den meisten schwangeren Frauen fällt es mit wachsendem Bauchumfang auch einfach zusehends schwerer, eine bequeme Position im Bett zu finden. Da helfen Entspannungsbäder oder sanfte Aroma-Therapien, die leicht zuhause durchgeführt werden können. Mit ein paar Tropfen ätherischer Öle, beispielsweise Neroli, Geranie und Rose, kann man sich ein beruhigendes Bad einlassen oder den Raum leicht vernebeln. Wichtig ist, darauf zu achten, nicht all zu viel Öl zu verwenden. Auch Lavendelöl wirkt entspannend, sollte jedoch nur in den ersten Monaten der Schwangerschaft  und möglichst nicht täglich verwendet werden.

Auch Tees können Beruhigung verschaffen und bei Schlafstörungen in der Schwangerschaft helfen. Geeignet sind Tees oder Fertigpräparate aus Baldrianwurzel, Passionsblumenkraut, Hopfenzapfen, Orangenblüten, Melissenblättern oder Lavendelblüten. Auch Bachblütentropfen sind wirksam und beruhigen sanft.

Lassen Sie sich nicht verunsichern

Wenn Sie sich unsicher sind oder kein Hausmittel helfen will, holen sie sich am besten ärztlichen Rat oder konsultieren Ihre Hebamme. Gerade Hebammen haben oft gute Geheimtipps übrig. Die wichtigste Regel lautet aber: Verschiedene Mütter, brauchen verschiedene Heilmittel und verschiedene Dosierungen. Was Ihren Freundinnen als Schwangerschaftskur hilft, muss nicht unbedingt Ihnen helfen. Denn jede Schwangerschaft verläuft anders. Und das ist auch gut so. Ihre Schwangerschaft ist so individuell, wie Sie und Ihr Baby auch. Und Sie werden, wenn Sie auf sich, Ihr Kind und Ihren Körper hören, bald wissen, was für Sie beide gut ist.

Das unangenehme Sodbrennen entsteht dadurch, dass Magensäure vom Magen in die Speiseröhre rückfliesst. Da die Speisröhre sensibel auf  Säure reagiert, entsteht ein leicht brennender Schmerz. Je nachdem wie stark die Speiseröhre durch den Rückfluss der Magensäure belastet wird, kann dies unter anderem auch zu Aufstossen, vermehrter Speichelproduktion, leichten Krämpfen sowie einem unangenehm säuerlichem Geschmack im Mundraum führen. Auch ein starkes Völle- und Blähgefühl können  zusätzliche Symptome des Sodbrennens sein.

Ursachen für Sodbrennen in der Schwangerschaft

Sodbrennen tritt in der Schwangerschaft vermehrt auf, weil die wachsende Gebärmutter mehr Raum im Bauch verlangt. Die Gebärmutter presst sich während der Schwangerschaft zunehmend von unten gegen den Magen. Ausserdem wird durch ein durch die Schwangerschaft produziertes Hormon, welches den Uterus weicher macht, der Verschlussmuskel zwischen Speiseröhre und Magen gelockert und entspannt. Wenn nun noch das Mittagessen in den Magen wandert, wird der Platz allmählich knapp und die Magensäure steigt wieder in den Speiseröhrengang auf.

Das hilft gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft

Sodbrennen ist eine vollkommen natürliche, wenn auch unliebsame Folge der Veränderungen des Körpers in der Schwangerschaft. Weil das Sodbrennen vom Magen kommt, können Sie Sodbrennen schon häufig einfach dadurch lindern, indem Sie darauf achten was sie in den Magen schicken.

Essen Sie langsam und in vielen kleinen Portionen

Langsames und bedachtes Essen beugt Sodbrennen wirksam vor. Wenn ein Sättigungsgefühl da ist, sollten Sie besser aufhören zu essen, sonst besteht die Gefahr, dass der Magen sich überfüllt und die Magensäure aufsteigt. Besser ist es auch, verteilt über den Tag mehrere, dafür kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Wichtig ist es, dabei gut zu kauen und die Bissen nicht herunter zu schlingen.

Trinken Sie milde Getränke

Kaffee, Schwarztee und stark gewürztes Essen sowie Zitrusfrüchte und Alkohol sollten gemieden werden, um Sodbrennen vorzubeugen. Auch Rauchen und fettige oder frittierte Nahrungsmittel können eine Ursache sein. Während des Essens sollte nicht getrunken werden, um eine Ausdehnung des Magens zu vermeiden. Getränke sollten lieber zwischen den Mahlzeiten ausreichend zu sich genommen werden. Am besten eignen sich Wasser oder Tees aus Anisfrüchten, Eibischblätter/-wurzel, Fenchelfrüchten oder Kamillenblüten.

Milch und Haferflocken gegen Sodbrennen

Oftmals helfen auch Milch, Haferflocken oder Weissbrot um die überschüssige Säure zu reduzieren und so das Sodbrennen unter Kontrolle zu bringen. Wichtig ist, immer auf den eigenen Körper zu achten. Er wird Ihnen mitteilen, was ihm bekommt. Pfefferminztee mag beispielsweise den einen Frauen super gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft helfen, während es bei anderen die Symptome nur noch zu verstärken scheint.

Warten Sie eine Stunde nach den Mahlzeiten bevor sie sich hinlegen

Nach dem Essen sollte darauf geachtet werden, sich, trotz etwaiger Müdigkeit, mindestens eine Stunde lang nicht hinzulegen, damit die Magensäure nicht in die Speiseröhre laufen kann. Auch nachts sollten Sie versuchen mit leicht erhöhtem Kopf zu schlafen. Schon ein, zwei Kissen mehr können dafür sorgen, dass die Magensäure nicht aufsteigen kann und Ihnen den Schlaf raubt.

Wenn die Hausapotheke erschöpft ist, hat der Arzt sicher eine Idee

In schweren Fällen oder wenn gar nichts aus der Hausapotheke helfen will, sollte aber auf jeden Fall ein Gespräch mit dem Facharzt oder der Hebamme gesucht werden. Dann sind wahrscheinlich Medikamente nötig. Da während der Schwangerschaft nicht alle Medikamente unbedenklich sind, sollte Ihnen eine Fachperson ein Rezept ausstellen.

Text: Angela Meissner, Überarbeitet von: Fabienne Wernli