Rauchen in der Schwangerschaft: Wie viele Zigaretten sind schädlich?

Nikotinkonsum in der Schwangerschaft kann schwere Folgen für das Kind haben.

Aktiv oder Passiv rauchen: Beides kann das Baby schwer schädigen. Foto: © dalaprod - Fotolia.com

«Konsequenzen für das Ungeborene wurden bereits ab einem regelmässigen Konsum von sieben Zigaretten pro Tag beobachtet», schreibt Dr. Britta Bürger. Ideal wäre es aber, das Rauchen sofort einzustellen, sobald die Schwangerschaft bekannt wird. Auch der Partner sollte fortan auf den schädlichen Qualm verzichten, denn Passivrauchen schadet dem ungeborenen Kind genauso wie aktives Rauchen in der Schwangerschaft. Doch nicht alle Frauen schaffen den sofortigen Rauchstopp zu Beginn der Schwangerschaft. Sie sollten allerdings den Konsum so stark wie möglich reduzieren und konsequent auf den Rauchstopp hinarbeiten.

Viele Frauen möchten nicht auf das Rauchen verzichten, weil sie Angst davor haben, dick zu werden. Auch heisst es, Babys von rauchenden Müttern würden schon im Mutterleib unter einem Nikotinentzug leiden, wenn die Mutter mit dem Rauchen aufhören würde. Die Belastungen für den Fötus durch das Rauchen sind allerdings viel höher als die allfälligen Belastungen durch einen Nikotinentzug der Mutter.

Rauchen nach der Geburt

Auch nach der Geburt sollte das Rauchen in Gegenwart des Kindes vermieden werden. Passivrauchen birgt ein grosses Risiko für Säuglinge und Kleinkinder. Sie sind gefährdet, öfter an Bronchitis und Atemwegsinfektionen zu erkranken. Auch die Muttermilch wird durch den Nikotinkonsum beeinträchtigt. «Nikotin ist fettlöslich, gelangt sehr schnell in die Muttermilch und erreicht dort dreifach höhere Konzentrationen als im Blut», so aerztezeitung.de. Die giftigen Schadstoffe gelangen beim Stillen ungefiltert in den Körper des Babys. «Säuglinge, deren Mütter direkt vor dem Stillen rauchen, schlafen bis zu einem Drittel weniger als Babys von Müttern, die zuvor für eine Dauer von 12 Stunden auf Zigaretten verzichtet haben», warnt das Portal Frauenärzte im Netz. Deshalb ist es wichtig, auch nach der Geburt auf das Rauchen zu verzichten.

Tipps um mit dem Rauchen aufzuhören


  • Lust auf eine Zigarette? Lenken Sie sich ab. Wer beschäftigt ist, denkt weniger ans Verlangen nach einer Zigarette. So fällt das Abgewöhnen leichter.
  • Werden Sie sich Ihrer Rauchgewohnheiten bewusst. Wann rauchen Sie bevorzugt? Beim morgendlichen Kaffee? Nach dem Essen? Verzichten Sie bewusst auf diese Zigaretten und brechen Sie die Gewohnheit.
  • Vermeiden Sie Passivrauchen und schaffen Sie eine rauchfreie Atmosphäre. Bitten Sie Partner, Familie und Freundeskreis darum, in Ihrer Gegenwart nicht mehr zu rauchen. Es erleichtert den Ausstieg und ist gerade in der Schwangerschaft gesünder.
  • Suchen Sie sich andere Wege um zu entspannen. Ein Bad, Ihre Lieblings-Musik oder ein Spaziergang können genau so entspannend und stressabbauend wirken wie der Griff zur Zigarette.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

 

Was sind Ihre Erfahrungen mit Aktiv- und Passivrauchen in der Schwangerschaft? Schreiben Sie einen Kommentar zum Artikel.

Autor: Fabienne Wernli, Quellen: geburtskanal.de, rauchen.gesund.org

Das könnte Sie auch interessieren

Services & Newsletter