Die Einnistung: Der Beginn eines neuen Lebens bleibt oft unbemerkt

Mit der Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter beginnt ein neues Leben. Das passiert meist unbemerkt, manchmal aber ruft die Einnistung Symptome hervor. Wir erklären Ihnen, was genau dabei passiert.

Mit der Einnistung beginnt ein neues Leben.

Auch wenn die meisten Frauen zunächst nichts davon bemerken: Mit der Einnistung beginnt die Schwangerschaft. Foto: Mika Heittola, Hemera, Thinkstock

Nach der Befruchtung macht sich die Eizelle auf den Weg in die Gebärmutter. Die Gebärmutter ist auf die Einnistung der Eizelle bereits vorbereitet: Schon seit Beginn des Zyklus wurde sie durch das Gelbkörperhormon dazu angeregt, eine fruchtbare Schleimhaut zu bilden. Von der Befruchtung bis zur Einnistung vergehen etwa sechs Tage.

Ist ein Platz mit idealen Bedingungen gefunden, wird die Eizelle «sesshaft»

Das Einnisten erfolgt nicht zufällig, sondern sehr sorgfältig. Die Eizelle begibt sich an die hintere Wand der Gebärmutter und sucht nach einem Ort mit idealen Bedingungen. Nun beginnt die Teilung der Zellgruppen voneinander. Die Eizelle wird in diesem Stadium als Blastozyste bezeichnet. Die Zellen, die später Plazenta und Fruchtblase bilden, setzen sich in der Gebärmutterschleimhaut fest.

Dieser Vorgang kann Einnistung Symptome nach sich ziehen. Durch das Eindringen der Zellen in die Schleimhaut verbindet sich die Blastozyste mit dem Organismus der Mutter. Dabei werden Blutgefässe verletzt und es kann zu einer sogenannten Einnistungsblutung kommen. Diese Blutung äussert sich oft nur durch einige hellrote Tropfen Blut. Sie ist gut von der Regelblutung zu unterscheiden. Treten jedoch stärkere Blutungen auf, sollte zur Sicherheit ein Arzt aufgesucht werden. Manche Frauen berichten weiterhin von einem leichten Ziehen oder Piksen im Unterleib um den Zeitpunkt der Einnistung herum. Hier ist vom sogenannten Einnistungsschmerz die Rede.

Der Startschuss ist gefallen

Das Verbinden mit dem mütterlichen Organismus stellt den eigentlichen Startschuss zum Einnisten dar. Jetzt verlassen auch die übrigen Zellen die Eihülle und folgen den plazentabildenden Zellen in die Schleimhaut der Gebärmutter. Bis zum vollständigen Abschluss dieses Vorgangs vergehen rund zwei Wochen. Danach sind alle Zellen von der Blastozyste in die obere Schicht der Gebärmutterwand gewandert. Hier hat sich ein neues Häutchen gebildet, das die Zellen schützend umschliesst.

Nun wird die Frau bald von ihrer Schwangerschaft erfahren, denn die Bildung von Schwangerschaftshormonen läuft an. Sie sind für eine gesunde Entwicklung des Embryos unverzichtbar. Eines der wichtigsten Schwangerschaftshormone ist hCG (Humanes Choriongonadotropin). Es ist massgeblich am Aufbau der Gebärmutterschleimhaut beteiligt und unterdrückt zudem einen weiteren Eisprung. Und noch eine weitere wichtige Aufgabe obliegt ihm: Die meisten Schwangerschaftstests sprechen auf hCG an. Das Hormon ist somit in vielen Fällen der Überbringer der frohen Botschaft, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Zugleich steht es allerdings im Verdacht, Auslöser der unangenehmen Schwangerschaftsübelkeit zu sein. Sie tritt in der Regel aber der 6. Schwangerschaftswoche auf.

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