Gelbkörperschwäche: den Kinderwunsch mit einer Hormontherapie erfüllen

Hinter einem unerfüllten Kinderwunsch kann eine Gelbkörperschwäche stecken. Weshalb der Gelbkörper so wichtig für eine erfolgreiche Schwangerschaft ist – und wie eine Behandlung mit Hormonen helfen kann.

Gelbkörperschwäche kann der Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch sein.

Bei Gelbkörperschwäche sind die Chancen gering, dass sich eine Schwangerschaft und damit neues Leben entwickeln kann. Foto: kulicki, Getty Images

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Warum der Gelbkörper so wichtig ist

Der Gelbkörper wird durch den weiblichen Organismus während des Eisprungs ausgebildet: Hat eine reife Eizelle das Eibläschen (auch als Follikel bezeichnet) verlassen, verwandelt sich die zurückbleibende Follikelwand in den Gelbkörper. Der Gelbkörper produziert nun die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron, die für eine Aufrechterhaltung der Schwangerschaft und die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut wichtig sind.

Erst nach etwa acht Schwangerschaftswochen übernimmt die Plazenta (der Mutterkuchen) die entsprechende Hormonproduktion. Tritt nach einem Eisprung keine Schwangerschaft auf, bildet sich der Gelbkörper zurück – der resultierende Mangel an Schwangerschaftshormonen führt zur weiblichen Regelblutung.

Gelbkörperschwäche: Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit

Bei Frauen, die unter einer Gelbkörperschwäche (in der Medizin auch als Lutealinsuffizienz bezeichnet) leiden, ist die nach dem Eisprung erfolgende Gelbkörperausbildung beeinträchtigt. In der Folge entfällt der schwangerschaftsschützende Effekt der durch den Gelbkörper ausgeschütteten Geschlechtshormone. Die Einnistung einer reifen Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut wird erschwert, sodass es in vielen Fällen zu einer Fehlgeburt kommt.

Symptome einer Gelbkörperschwäche

Eine Gelbkörperschwäche kann charakteristische Symptome hervorrufen, die aber nicht bei jeder betroffenen Frau auf gleiche Weise und in vergleichbarem Umfang auftreten müssen. Ihr Frauenarzt kann am besten beurteilen, ob die Ursache Ihrer Unfruchtbarkeit eine Gelbkörperschwäche ist. Diese Symptome können auf eine Gelbkörperschwäche hinweisen: 

  • Verkürzter Monatszyklus: Die zweite, dem Eisprung folgende, Zyklushälfte kann auf einen Zeitraum von weniger als zwölf Tagen reduziert sein.
  • Schmierblutungen während der zweiten Hälfte des Zyklus.
  • Der Blutspiegel weist einen reduzierten Gelbkörperhormon-Betsnad auf.
  • Ultraschalluntersuchungen zeigen eine unzureichend aufgebaute Gebärmutterschleimhaut.
  • Es kommt zu einer Fehlgeburt.

Behandlung der Gelbkörperschwäche

In der Regel helfen bei dieser Hormonstörung therapeutische Massnahmen wie eine Hormontherapie. Dadurch kann für Paare die Wahrscheinlichkeit steigen, ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Häufig werden medikamentöse Hormonpräparate zur Behandlung der Gelbkörperschwäche verschrieben. Sie sollen die eingeschränkte körpereigene Hormonproduktion ausgleichen.

Unterschiedliche Medikamente stehen zur Verfügung: Bei Clomifen handelt es sich beispielsweise um ein Östrogen in vergleichsweise geringer Dosierung. Weitere Medikamente, die zur Behandlung eingesetzt werden, sind unter anderem Gonadotropine und Duphaston.

Vertreter der natürlichen Hormontherapie behandeln die den Gelbkörper betreffende Schwäche vornehmlich mithilfe naturidentischer Botenstoffe. Alternative Behandlungsansätze wie die moderne Kräuterheilkunde setzen auf natürliche Hilfsmittel wie etwa Mönchspfeffer, Frauenmantel und Gänsefingerkraut.

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