Hormonspirale: einfache und sichere Schwangerschaftsverhütung

Für Frauen, die aktuell keinen Kinderwunsch haben, spielt die Schwangerschaftsverhütung eine wichtige Rolle. Dafür stehen verschiedene Methoden zur Auswahl. Einen sicheren Empfängnisschutz bietet unter anderem die Hormonspirale.

Mit der Hormonspirale müssen Sie sich über Verhütung keine Gedanken mehr machen.

Mit der Hormonspirale lässt es sich sicher verhüten. Foto: Solovyova, iStock, Thinkstock

Frauen, die sich die Spirale einsetzen lassen, werden durch eine kontinuierliche Hormonabgabe vor einer Schwangerschaft geschützt. Die Hormonspirale gibt Levonorgestrel, ein synthetisches Gestagen, direkt in die Gebärmutterschleimhaut ab. Der Schaft des T-förmigen Kunststoffteils verfügt über ein Hormondepot, aus dem die Abgabe der Hormone erfolgt. Die Spirale mit Hormonen kann etwa drei bis fünf Jahre in der Gebärmutter bleiben und bietet in dieser Zeit einen wirksamen Empfängnisschutz.

Wirkungsweise der Hormonspirale

Durch die Abgabe der Hormone wird der Zervixschleim in der Gebärmutter dicker, sodass die Spermien ihn nur noch sehr schwer durchdringen können. Gleichzeitig sorgen die Hormone für eine schlechtere Bewegungsfähigkeit der Spermien. Ausserdem behindern die Hormone den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Die Einnistung einer eventuell befruchteten Eizelle ist kaum noch möglich. In zahlreichen Studien konnte die Sicherheit dieses Verhütungsmittels erwiesen werden. In der Schweiz kommt dieses Präparat seit 1995 erfolgreich zum Einsatz.

Hormonspirale Nebenwirkungen

Die meisten Frauen vertragen die Hormonspirale sehr gut. Dennoch können Nebenwirkungen auftreten wie Zwischenblutungen oder das vollständige Ausbleiben der Periode. Auch Kopfschmerzen, Beschwerden im Unterleib sowie Zysten an den Eierstöcken, Nervosität und depressive Verstimmungen gehören zu den unerwünschten Nebenwirkungen. Durch die Anwendung hormoneller Kombinationspräparate kann auch das Brustkrebsrisiko steigen. Ausserdem besteht wie auch bei der Kupferspirale die – wenn auch sehr geringe - Gefahr einer Bauchhöhlenschwangerschaft. Regelmässige Kontrolluntersuchungen beim Gynäkologen sind wichtig, da die Hormonspirale bei etwa fünf Prozent der Trägerinnen zum Verrutschen neigt. Es ist auch möglich, dass die Spirale vom Körper abgestossen wird.

Hormonspirale nicht für alle Frauen gleich geeignet

Frauen, die bereits eine Thrombose hatten oder zu Unterleibsentzündungen neigen, sollten auf die Hormonspirale verzichten. Jungen Frauen, die noch keine Kinder geboren haben, wird oft geraten, nicht mit der Hormonspirale verhüten. Denn lange Zeit stand die Hormonspirale in Verdacht, durch den Rückholfaden, über den Keime in die Gebärmutter und in den Eileiter gelangen können, Infektionen zu begünstigen, die unfruchtbar machen können. Neuere Studien bestätigen diesen Verdacht aber nicht.

Hormonspirale Kosten

Die Kosten für das Einsetzen der Hormonspirale belaufen sich auf circa 450 bis 500 Franken. Im ersten Moment scheint diese Verhütungsmethode recht teuer zu sein, aber da die Spirale drei bis fünf Jahre in der Gebärmutter liegen bleiben kann, relativiert sich der Preis. Die Kontrolluntersuchungen zur Lage der Spirale werden von der Krankenkasse getragen.

Hormonspirale: Kinderwunsch

Die Spirale mit Hormonen ist eine bewährte Methode, um eine Schwangerschaft zu verhüten. Sollte irgendwann ein Kinderwunsch bestehen, so ist die Spirale zu entfernen, und die Frau kann sofort mit dem nächsten Eisprung schwanger werden.

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