Geschlecht beeinflussen: Soll es ein Junge oder Mädchen sein?

Natürlich soll Ihr Junge oder Mädchen vor allem gesund und glücklich sein. Aber mal ganz ehrlich, wünschen Sie sich nicht ein bestimmtes Geschlecht bei Ihrem Baby? Es gibt ein paar Tricks, die die Wahrscheinlichkeit in die eine oder andere Richtung verschieben können.

Viele Faktoren bestimmen, ob es ein Junge oder Mädchen wird.

Träumen Sie von Ihrem Baby in rosa oder hellblau? Foto: iStockphoto, Thinkstock

Fragt man werdende Eltern, ob sie sich einen Junge oder ein Mädchen wünschen, so lautet die Antwort meist «Hauptsache es ist gesund.» Aber darüber hinaus und sicher manchmal eher heimlich, haben die meisten doch auch eine Vorstellung vom Wunschgeschlecht ihres Babys. Als ich schwanger war, da habe ich mir so manches Mal vorgestellt, wie ich einer Tochter meine alten Puppen vererben würde. Oder vielleicht haben Sie schon zwei Töchter und wünschen sich jetzt sehnlich einen Jungen dazu?

Zum Thema gibt es viele Untersuchungen und noch mehr Mythen. Seit Menschengedenken beschäftigt der Gedanke die Gemüter. So sollen sich die alten Griechen zum Beispiel im Bett auf eine bestimmte Seite gedreht haben, wenn sie ein bestimmtes Geschlecht wollten.

Wir stellen Ihnen zwei Methoden vor, mit denen das Geschlecht beeinflusst werden soll. Allen Eltern, die sich entweder einen Jungen oder Mädchen wünschen, sollte jedoch klar sein, dass es keine Garantie gibt, mit diesen natürlichen Tricks ihr Wunschgeschlecht zu erhalten. Es kann höchstens die Wahrscheinlichkeit in eine bestimmte Richtung verschieben. Wie sehr das in der Praxis eine Rolle spielt, ist wissenschaftlich umstritten.

Mit dem Eisprung zum Wunschgeschlecht

Die verbreitetste und bekannteste Methode zur Geschlechtsbestimmung ist die sogenannte Shettles-Methode, benannt nach dem amerikanischen Gynäkologen Dr. Landrum Shettles, der diese Theorie in den 70er Jahren studierte. Sie beruht auf der Tatsache, dass die männlichen Spermien entweder ein X-Chromoson für die Zeugung eines Mädchens oder ein Y-Chromoson für einen Knaben enthalten. Die Spermien, die das X-Chromoson besitzen, schwimmen langsamer, sind aber dafür robuster, das heisst, sie überleben länger. Die Spermien mit den männlichen Y-Chromosonen schwimmen dagegen schneller, haben aber eine kürzere Lebensdauer.

Davon ausgehend kam Shettles zu der Überlegung, dass es auf den richtigen Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs ankommt, um den erhofften Jungen oder das Mädchen zu zeugen: Wenn Sie sich einen Knaben wünschen, sollten Sie am Tag des Eisprungs Sex haben. Soll es dagegen ein Mädchen werden, so sollten Sie einige Tage vor dem Eisprung das letzte Mal Geschlechtsverkehr gehabt haben. Auf diese Weise, so die Theorie von Shettles, können die langsameren Spermien mit dem X-Chromosom das Ei befruchten und werden nicht noch im letzten Moment von den schnelleren Spermien mit Y-Chromosom überholt.

Verschiedene andere Faktoren sollen diese Methode noch weiter beeinflussen. Dazu gehört zum Beispiel die Stellung beim Geschlechtsverkehr. Je tiefer der Penis eindringt, umso kürzer ist der Weg für die Spermien und umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass es die männlichen Spermien schneller zum Ei schaffen. Auch die Anzahl der Spermien soll eine Auswirkung haben. Möchten Sie ein Mädchen, sollten Sie daher möglichst oft Sex haben, um die Spermiendichte zu senken. Für einen Jungen sollten Sie alles auf den einen Geschlechtsakt zum Zeitpunkt des Eisprungs setzen. Laut Shettles soll sogar die Tatsache, ob die Frau einen Orgasmus hat oder nicht, das Geschlecht beeinflussen. Da ein Orgasmus den ph-Wert der Scheide beeinflusst und sich dies wiederum auf die Überlebensrate der Spermien auswirkt, folgerte Shettles daraus, dass die Frau für ein Mädchen keinen Orgasmus haben darf. Für einen Jungen darf Sex dagegen mehr Spass machen.

Geschlecht durch Ernährung der Mutter beeinflussen

Dass die Ernährung der Mutter eine Rolle bei der Geschlechtsbestimmung spielt, weiss schon der Volksmund. Für einen Knaben sollten Frauen mehr rotes Fleisch und salzige Nahrung zu sich nehmen, für ein Mädchen mehr Fisch und Süssigkeiten. Britische Forscher fanden 2008 heraus, dass kalorienreiche Kost eher zur Geburt eines Jungen führt, während Mütter, die zur Zeit der Empfängnis eine kalorienarme Diät durchführten, eher Mädchen bekamen. Wenn Sie also einen Sohn möchten, dann sollten Sie morgens beim Müesli zulangen, so die Wissenschaftler der Universitäten Oxford und Exeter.

Ob Sie die verschiedenen Untersuchungen für Ihre Familienplanung nutzen möchten oder nicht, Tatsache bleibt, dass alle Studien nur eine relative Wahrscheinlichkeit geben können. Einen absoluten Beweis, wie ein Junge oder Mädchen gezeugt wird, gibt es auf natürlichem Weg nicht.

Wenn es mit dem Wunschgeschlecht nicht klappen will, trösten Sie sich: Die allermeisten Eltern verlieben sich ganz schnell in ihre Kinder, egal ob Junge oder Mädchen. Bei mir sind es am Ende drei Jungen geworden und tauschen würde ich sie für nichts auf der Welt, auch wenn sie sich für meine alten Puppen überhaupt nicht interessieren.

Die schönsten Mythen und Volksweisheiten, die das Geschlecht beeinflussen sollen:

  • Schöne Frauen gebären Mädchen.
  • Nach dem chinesischen Empfängniskalender soll der Zeugungsmonat ausschlaggebend sein
  • Wenn die Frau vorher heiss badet, wird es eher ein Mädchen.
  • Für einen Jungen soll sich der Mann zuvor den linken Hoden abbinden oder im Bett die Stiefel anbehalten.
  • Wenn man das Fenster beim Sex offen hat, wird es ein Mädchen. Ist es zu, wird es ein Junge.

Hätten Sie gern einen Jungen oder ein Mädchen? Schreiben Sie uns. Hier geht es zum Kommentarbereich.

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