Kinderwunsch: Antworten auf die häufigsten Fragen

Bereits mit dem Kinderwunsch beginnt sich das Leben eines Paares zu verändern und erste vielleicht noch vage Fragen tauchen auf. Wie wird die Schwangerschaft verlaufen? Wo soll das Kind zu Welt kommen? Wer wird das Kind betreuen? Eine Podiumsdiskussion an der Familienmesse FamExpo gab Eltern Antworten und Denkanstösse.

Eltern haben viele Fragen beim Thema Kinderwunsch.

Eltern sollten sich schon während der Schwangerschaft wichtige Fragen wie «Wie wird das Kind unser Leben verändern?» stellen. Foto: Goodshoot, Thinkstock

Ziel der Podiumsdiskussion anlässlich der Familienmesse FamExpo 2012 zum Thema «Kinderwunsch – was kommt auf uns zu?» war es, werdenden Eltern Informationen, Erfahrungen und Denkanstösse mit auf den Weg zu geben, um möglichst viele ihrer Fragen zu beantworten.

Eine Geburtsvorbereiterin, zwei Hebammen und eine Budgetberaterin zeigten das breite Spektrum an Themen auf, mit denen sie sich in ihrer täglichen Arbeit mit werdenden und frisch gebackenen Eltern beschäftigen.

Die Geburtsvorbereitung

Die häufigsten Fragen, Unsicherheiten und Sorgen zum Kinderwunsch kreisen naturgemäss um die Gesundheit des Kindes, den Verlauf der Schwangerschaft und der Geburt selber. Eine Geburtsvorbereitung durch ausgebildete Geburtsvorbereiterinnen oder Hebammen unterstützt das werdende Elternpaar, sich bestmöglich auf die anstehenden Veränderungen vorzubereiten.

Gemeinsam mit Ihrer Hebamme können Sie Ihre Vorstellungen und Bedürfnisse bezüglich Geburtsart oder Geburtsort klären. Es werden zudem Konsequenzen angesprochen, die ein Kind auf die Partnerschaft, auf die finanzielle und organisatorische Situation ausüben kann. Ein wichtiger Tipp für Paare mit Kinderwunsch: Setzen Sie sich früh mit allen Faktoren, die sich vor allem nach der Geburt des Kindes verändern, auseinander. Das hilft Ihnen, sich bereits in der Vorbereitungsphase bestens auf die Umstellung vorzubereiten.

Zu einer fachlich kompetenten und liebevollen Geburtsvorbereitung gehört idealerweise auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Person und dem eigenen Körper. Geeignete Massnahmen unterstützen werdende Eltern, sich frei von Ängsten auf die Geburt zu freuen. Die schwangere Frau und ihr Partner sollen sich sicher fühlen. Wird dieses Ziel erreicht, war die Geburtsvorbereitung erfolgreich. 

Finanzen, Arbeitsteilung und Familienorganisation

Zum Thema Kinderwunsch und zu einer optimalen Geburtsvorbereitung gehört auch die Auseinandersetzung mit den finanziellen Möglichkeiten, die dem Paar neu als Familie zur Verfügung stehen werden. Diese Diskussion bildet die Grundlage für weitere Aspekte wie Arbeitsteilung und Kinderbetreuung: Wie wird unser Familienbudget aussehen? Wer wird zu wie viel Prozent arbeiten? Wer übernimmt zu welchen Teilen den Haushalt? Wie soll die Kinderbetreuung organisiert werden? 

Die Möglichkeiten, Kind und Beruf unter einen Hut zu bringen, sind vielfältig. Dennoch ist die Organisation der kleinen privaten Zelle Familie für junge Eltern eine grosse Herausforderung, die nur gemeinsam zu aller Zufriedenheit gelöst werden kann. Sind all diese Fragen von Anfang an geklärt und die neuen Rollen fair aufgeteilt, fallen viele Unstimmigkeiten weg.

Anschaffungen

Auch wenn die heutige Babyindustrie und ganz allgemein die Konsumgesellschaft dazu verleitet, sich vor der Geburt des ersten Kindes in grösserem Umfang mit Baby- und Kleinkindeinrichtungen und –ausstattung einzudecken - für die Grundausstattung eines Neugeborenen braucht es erfahrungsgemäss nicht viel: Kleider, Windeln, einen Schlafplatz (das kann auch das  Elternbett oder eine Matte daneben sein), einen Fiebermesser, zwei, drei Pflegeprodukte und eine Traghilfe. Alles andere kann nach Belieben und den eigenen Bedürfnissen situativ dazugekauft oder besser noch von Freunden geborgt werden. In den ersten Monaten will das Neugeborene vor allem viel Nähe der Eltern erfahren, so kann das Kind mit einer minimalen finanziellen Belastung «verwöhnt» werden. Dennoch: Ein Säugling belastet die Haushaltskasse monatlich mit etwa 300 bis 400 Franken. 

Mit der Zeit nehmen die Kinderkosten weiter zu. Eltern sollen sich dann ganz nach ihren Möglichkeiten richten. Falls eine Familie knappe Ressourcen hat, ist es sinnvoll sie setzt sich frühzeitig mit der Budgetberatung in Verbindung oder wendet sich an die Sozialbehörde ihres Wohnorts.

Die Geburt

Ob sich Eltern für einen natürliche Geburt oder einen Wunschkaiserschnitt entscheiden – die Phase der Geburtsvorbereitung bietet im Gespräch mit Geburtsvorbereiterinnen und Hebammen die Möglichkeit, den formulierten Wunsch zu reflektieren. Es sind vor allem die Motive hinter dem Entscheid, die Geburtsvorbereiterinnen und Hebammen helfen, am besten auf die Bedürfnisse der Eltern eingehen zu können und die Vorbereitung auf die gewünschte Geburtsart optimal abzustimmen.

Ob eine Geburt im Spital, im Geburtshaus oder zu Hause stattfinden soll, ist meist ein Entscheid, der auf verschiedenen Faktoren beruht, zum Beispiel Bedürfnisse der Eltern, Risiken, Beziehung zur Hebamme. Auch in diesem Fall stellt eine frühe Auseinandersetzung mit dem Thema die Basis dar, um sich auf bestens auf das Wunschszenario vorbereiten zu können.

Freude und Vertrauen sind das A und O

Das Wichtigste beim Thema Kinderwunsch – und zugleich Anspruchsvollste - sind entspannte Eltern, die bereit sind für die neue Herausforderung, für das Abenteuer Kind.  Die kleinen ErdenbürgerInnen stellen vom ersten Tag an so einiges auf den Kopf, da ist es am besten, wenn man sich bei aller Vorbereitung nicht zu viel vornimmt!

Wo bekommen werdende Eltern Unterstützung, Infos, Hilfe?

 

Welche Fragen haben sich Ihnen beim Thema Kinderwunsch gestellt? Schreiben Sie uns. Hier geht es zum Kommentarbereich.

Rita AngeloneRita Angelone ist mit dem Familienoberhaupt verheiratet, hat zwei Kinder – der Grosse (5 1/2) und der Kleine (3 1/2) – und schreibt jede Woche im «Tagblatt der Stadt Zürich» unter der Rubrik «Die Angelones» über den ganz normalen Wahnsinn ihres Familienalltags. Sie führt zudem den gleichnamigen Familienblog und gibt unverblümt zu, dass das Schwangersein viel einfacher war als das Kinderhaben. Und nicht selten ärgert sie sich, dass niemand offen zugeben will, dass eine Familie zu haben wahrlich alles andere als ein Zuckerschlecken ist. Rita Angelone bloggt wöchentlich auch für den wir eltern-Blog. Mehr infos unter www.dieangelones.ch

 

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