Wunschkinder: Vom Planen, Wünschen und Überraschungen

Die schönsten Sachen im Leben lassen sich nicht immer planen. Zum Beispiel war der Tag, an dem Sie die Liebe Ihres Lebens getroffen haben, sicher eine Überraschung. Auch Wunschkinder lassen sich nur bis zu einem gewissen Grad planen. Für eine Schwangerschaft können Sie trotzdem einiges tun.

Wunschkinder lassen sich nicht immer genau planen.

Ob lange geplant oder überrascht geworden: Für die meisten Eltern ist ihr Baby ein Wunschkind. Foto: iStock, Thinkstock

 „Ich kann mich noch genau an den Schock erinnern, den ich gespürt habe, als ich den positiven Schwangerschaftstest in der Hand gehalten habe“, berichtet Susanne M. „Ich kannte meinen Freund damals erst drei Monate und es war eine völlige Überraschung. Im Nachhinein ist Paul dann aber ein totales Wunschkind gewesen. Genauso wie seine zwei kleinen Brüder, die ein paar Jahre später ganz geplant kamen.“

Wunschkind ist nicht gleich Wunschkind. Manche Kinder kommen als Überraschungen ins Leben ihrer Eltern und sind doch Wunschkinder, wie im Fall von Susanne M.  Manche Wunschkinder kommen genau zum gewünschten und geplanten Zeitpunkt. Manche Wunschkinder sind das Ergebnis jahrelangen Wartens, Hoffens und Kämpfens. Manche Wunschkinder bleiben für immer die Traumvorstellung ihrer Eltern. Und manche Wunschkinder sind als adoptierte Kinder die Wunschkinder ihrer neuen Eltern und nicht unbedingt ihrer biologischen Eltern.

Auf dem Weg zur Schwangerschaft

Fragen Sie Eltern in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis nach ihren Wunschkindern, dann hören Sie wahrscheinlich viele verschiedene Geschichten. Und wenn Sie gerade über Ihr Wunschkind nachdenken oder es planen, dann kann es nicht schaden, sich daran zu erinnern, dass sich Kinder nicht immer an Planungsvorgaben halten, dass Schwangerschaften nicht immer dann auftreten, wenn wir es uns wünschen, und dass ein neues Leben immer wieder ein Wunder ist.

Das soll natürlich nicht heissen, dass Fortpflanzung ein Akt der Willkür ist. Alle Frauen, die sich heute im gebärfähigen Alter befinden, sind ganz selbstverständlich mit der Antibabypille erwachsen geworden. Wenn Sie nun eine Schwangerschaft planen, können Sie einiges tun, um Ihren Kinderwunsch bald Wirklichkeit werden zu lassen.

Zunächst einmal ist es hilfreich zu wissen, wann Ihre fruchtbaren Tage sind, schliesslich kann eine Frau nur an wenigen Tagen des Monats schwanger werden. In einem normalen 28-Tage-Zyklus ist der fruchtbarste Zeitpunkt genau in der Mitte nach 14 Tagen. Die wenigsten Frauen haben aber einen derart genauen Zyklus, weshalb Sie mittels Bestimmung der Basaltemperatur oder des Zervixschleims zusätzlich und genauer feststellen können, wann Ihre fruchtbaren Tage sind.

Eine logische Schlussfolgerung wäre natürlich, es sich einfach jeden Tag im Bett gemütlich zu machen, um ganz sicher zu gehen, dass man die fruchtbaren Tage nicht verpasst. Täglicher Sex kann allerdings die Spermienqualität vermindern und sich somit eher negativ auf eine geplante Schwangerschaft auswirken. Am besten ist es, wenn Sie um den Zeitpunkt der fruchtbaren Tage herum öfter miteinander schlafen.

Sie können Ihrem Wunschkind schon vor Beginn der Schwangerschaft einen guten Start ins Leben ermöglichen, indem Sie bereits Folsäure einnehmen. Diese ist besonders in den ersten Schwangerschaftswochen wichtig, um Fehlbildungen beim Embryo zu verhindern.

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, um mit dem Rauchen aufzuhören. Denn Rauchen kann nicht nur Ihr ungeborenes (und selbstverständlich dann auch geborenes) Kind schädigen, sondern kann auch die Fruchtbarkeit beider Eltern vermindern.

Wenn es mit dem Wunschkind nicht gleich klappen will

Manche Wunschkinder verweigern sich jedoch dem Planungswillen ihrer Eltern. Man geht davon aus, dass circa 70 Prozent aller Paare im ersten Jahr schwanger werden. Es ist dabei umstritten, ob jahrelange Einnahme der Antibabypille einen Kinderwunsch zunächst verzögert oder ob das Absetzen der Pille sofort zu einer Schwangerschaft führen kann.

Im zweiten Jahr kommt es immer noch bei vielen Paaren ganz natürlich zur Schwangerschaft. Wichtig ist dabei, dass Sie sich vom Traum Ihres Wunschkindes nicht zu sehr unter Druck setzen lassen, denn Stress kann einer Schwangerschaft abträglich sein. Zudem stehen Ihnen eine Reihe von natürlichen Methoden zur Verfügung, die Sie auf Ihrem Weg zum Wunschkind unterstützen können. Diese reichen von Hypnosetherapie über Mönchspfeffer bis hin zu Lunayoga. Ob und zu welchem Zeitpunkt Ihnen andere Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin, wie zum Beispiel Insemination oder künstliche Befruchtung, auf dem Weg zu Ihrem Wunschkind helfen können, sollten Sie mit Ihrem Gynäkologen besprechen.

Hätten Sie es gewusst?: Geburtenstärkste Monate

Ob geplantes Wunschkind oder kleine Überraschungen: Die Herbstmonate sind anscheinend besonders fruchtbar, denn die geburtenstärksten Monate sind Juli, August und September. Man ist sich zwar nicht ganz sicher, ob dies nun tatsächlich so geplant ist oder ob die kalten Herbstmonate einfach mehr dazu verleiten, miteinander zu kuscheln. Tatsache ist jedoch, dass die späten Sommermonate im Jahresvergleich der Geburtenraten besonders gut abschneiden.

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