Monatszyklus: So entwickelt sich das Ei im weiblichen Körper

Als Monatszyklus bezeichnet man jene Zeit, in der ein Ei in den Eierstöcken der Frau heranreift, zur Befruchtung bereit ist und mit der Gebärmutterschleimhaut abgestossen wird, falls keine Befruchtung eintritt. Zu einer Schwangerschaft kann es daher nur an bestimmten Tagen des Monatszyklus kommen.

Der Monatszyklus bestimmt Menstruationsblutung und Eisprung.

Der Monatszyklus der Frau ist ein komplexer hormonell gesteuerter Vorgang. Foto: OlegKlk, iStock, Thinkstock

Der Monatszyklus, auch Menstruationszyklus genannt, lässt sich in zwei Phasen einteilen. Der erste Tag der Monatsblutung markiert dabei den Zyklusbeginn. Der Eisprung, auch Follikelsprung oder Ovulation genannt, steht zwischen erster und zweiter Zyklusphase. Kommt es nicht zu einer Befruchtung der Eizelle, beginnt mit dem Eintreten der nächsten Monatsblutung einer neuer Zyklus.

Monatszyklus: Die erste Zyklusphase

Die erste Zyklusphase besteht ebenfalls aus drei Phasen - der Desquamationsphase, der Proliferationsphase und der Follikelphase. Die Desquamationsphase steht ganz zu Beginn des Monatszyklus und ist von der Abstossung der alten Gebärmutterschleimhaut im Zuge der Monatsblutung gekennzeichnet. Nach dem Abklingen der Blutung beginnt die Proliferationsphase. In dieser baut sich die Gebärmutterschleimhaut neu auf. Dies geschieht unter dem massgeblichen Einfluss des Hormons Östrogen. Reift in einem der beiden Eierstöcke ein Ovarialfollikel mitsamt Eizelle heran, handelt es sich um die Follikelphase.

Der Eisprung in der Mitte des Monatszyklus

Der Follikelsprung findet in der Mitte des Monatszyklus statt, der in der Regel ca. 28 Tage dauert. Manche Frauen können den Eisprung spüren. Dieser sogenannte Mittelschmerz kann über mehrere Stunden anhalten. Dabei kommt es manchmal auch zu Blutungen. Für den Weg durch den Eileiter in die Gebärmutter benötigt der Follikel etwa drei Tage.

Fruchtbare Tage im Monatszyklus

Obwohl das Ei 12 bis 24 Stunden nach dem Follikelsprung von einem Spermium befruchtet werden kann, werden auch die Tage vor der Ovulation zu den fruchtbaren Tagen gezählt. Dies liegt daran, dass die Spermien des Mannes mehrere Tage im Körper der Frau lebensfähig sind. Aus diesem Grund gelten die Tage vor dem Follikelsprung als die fruchtbarste Zeit im Monatszyklus. Viele Paare mit Kinderwunsch nutzen daher in vielen Fällen Zyklusrechner und Zykluskalender, um die fruchtbaren Tage im Monatszyklus der Frau zu bestimmen.

Da die Körpertemperatur der Frau in den ersten ein bis zwei Tagen nach dem Follikelsprung in der Regel einige Zehntel Grad Celsius höher ist als an den restlichen Tagen des Monatszyklus, können die fruchtbaren Tage durch die Messung der Körpertemperatur bestimmt werden. Je nach Zyklusphase verändert sich auch die Zusammensetzung des Zervixschleims. An den fruchtbaren Tagen ist dieser klar und dünnflüssig, sodass Spermien den Gebärmutterhals leichter passieren können.

Die zweite Zyklusphase des Monatszyklus

Nach dem Follikelsprung beginnt die zweite Zyklusphase im Monatszyklus. Sie wird in Gelbkörper- und Sekretionsphase unterteilt. Durch eine intensive Gefässversorgung sowie der Abgabe eines nährstoffhaltigen Sekrets ist die Gebärmutterschleimhaut optimal auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vorbereitet. Bleibt eine Schwangerschaft jedoch aus, wandelt sich der Gelbkörper zum Weisskörper um. Die Produktion des Hormons Progesteron kommt zum Stillstand. Durch das Fehlen dieses Hormons kommt es in weiterer Folge zur Abstossung der Gebärmutterschleimhaut. Die nächste Monatsblutung setzt ein, bei der die Gebärmutterschleimhaut ausgeschieden wird. Ein neuer Menstruationszyklus beginnt.

Link zum Thema Monatszyklus

Das Appenzeller Gesundheitsportal informiert über den weiblichen Zyklus: www.gesundheitskanton.ch

 

Das könnte Sie auch interessieren

Services & Newsletter