Pille absetzen und schwanger werden

Die Pille ist eines der beliebtesten Verhütungsmittel. Frauen, die sich für ein Baby entscheiden, müssen die Pille absetzen. Welche Nebenwirkungen das mit sich bringt und ab wann Sie schwanger werden können, haben wir in diesem Beitrag erklärt.

Wenn Sie schwanger werden möchten, müssen Sie natürlich die Pille absetzen.

Wenn Sie die Pille absetzen, kann das einige Nebenwirkungen haben. Bild: Toeps/iStock

Die Pille greift in den weiblichen Hormonhaushalt ein. Neben dem Verhindern einer Schwangerschaft hat dieses Verhütungsmittel Einfluss auf den weiblichen Zyklus, auf Stoffwechselvorgänge und die Psyche. Die Pille verhindert den Eisprung. Statt der Periode kommt es zu einer sogenannten Abbruch-Blutung.

Nebenwirkungen der Pille sind beispielsweise Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen oder Thrombose. Aber auch das Absetzen der Pille bringt einige Nebenwirkungen mit. Welche das sind, wird hier erklärt.

Das sind die Nebenwirkungen beim Pille absetzen

Zunächst hat das Weglassen der künstlich zugeführten Hormone oft einen positiven Effekt auf das Lustempfinden: Viele Frauen haben nach dem Absetzen der Pille eine gesteigerte Libido. Zudem stellt sich wieder ein richtiger Zyklus mit fruchtbaren Tagen ein.

Der Nachteil: Der natürliche Zyklus ist häufig unregelmässiger als der durch die Pille verursachte. Zudem werden Menstruation und selbst der Eisprung häufig intensiver wahrgenommen. Es kann zu Schmerzen in Unterleib oder Kopf, Spannen in der Brust, Übelkeit, Reizbarkeit und anderen Menstruationsbeschwerden kommen, auch wenn diese der Betroffenen vor der Einnahme der Pille komplett unbekannt waren.

Wer eine Pille gegen unreine Haut vom Arzt verschrieben bekommen hat, wird sich in vielen Fällen damit anfreunden müssen, dass sich sein Hautbild wieder verschlechtert. Haarstruktur oder -farbton können sich durch das plötzliche Fehlen der künstlichen Hormone verändern; Haarausfall, Schuppen oder fettiges Haar können ebenfalls Nebenwirkungen des Absetzens sein.

Auch mit Stimmungsschwankungen muss nach dem Pille absetzen gerechnet werden: Viele Frauen berichten von Reizbarkeit, Aggressivität oder extremer Rührseligkeit. Herbeigeführt werden diese Symptome durch die natürlichen Schwankungen des Hormonspiegels während des weiblichen Zykluses.

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Der Kinderwunsch ist einer der Beweggründe, die Pille abzusetzen. Bild: Maksym Azovtsev/iStock

Ab wann kann man nach dem Pille absetzen schwanger werden?

Der Körper braucht nach dem Absetzen der Pille Zeit, sich zu regenerieren. Häufig kommt es in der ersten Phase nach dem Pille absetzen zu Zyklusunregelmässigkeiten: Bei etwa 90 Prozent der Frauen kommt es im ersten Monat zu einem um zwei Wochen verspäteten Eisprung. Die Menstruationsblutung kommt daher häufig erst nach sechs Wochen.  

Eine unmittelbare Schwangerschaft nach Absetzen der Pille ist mit Risiken für das Kind verbunden. Mediziner empfehlen deshalb Frauen, welche die Pille absetzen wollen um schwanger zu werden, in den ersten Wochen danach noch mit einem Kondom zu verhüten. Sie raten zudem, bereits vor der Schwangerschaft ein Folsäurepräparat einzunehmen, sowie sich nachimpfen zu lassen. Auch einen Termin beim Zahnarzt sollte im Vorhinein vereinbart werden, da beispielsweise entzündetes Zahnfleisch die Risiken für eine Frühgeburt erhöhen kann.

Sobald sich nach dem Pille absetzen ein normaler Zyklus mit Eisprung und Menstruationsblutung eingestellt hat, besteht die Chance auf eine Schwangerschaft.

Weiterführende Tipps zum Thema Pille absetzen

Ausbleiben der Periode nach dem Pille absetzen

Nur ein Prozent aller Frauen haben nach dem Absetzen der Pille innerhalb von drei Monaten keine Periode; dieses Phänomen nennt man «Post Pill Amenorrhoe». Bei den Betroffenen nehmen die Eierstöcke nur sehr langsam ihre Tätigkeit wieder auf.

Der Gang zum Frauenarzt ist bei längerem Ausbleiben der Periode besonders wichtig, weil es neben dem Pille absetzen noch andere Gründe für eine fehlende Periode geben könnte: So ist dies nicht selten ein Symptom für Hormonstörungen, frühe Wechseljahre oder Erkrankungen der Geschlechtsorgane.

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