Die Refertilisierung bei der Frau

Refertilisierung: Methoden, Kosten und Risiken

Eine Refertilisierung sollte gründlich mit einem Arzt besprochen werden. Foto: Wavebreak Media, Thinkstock

Der Grund für eine Refertilisierung bei der Frau muss nicht unbedingt eine frühere Sterilisation (Tubenligatur) sein. Auch Gebärmutterkrankheiten oder Entzündungen der Eileiter können diese Operation erforderlich machen.

Was geschieht beim Eingriff?

Die Operation wird bei der Frau in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt. Je nach Verfassung der Patientin kann sie zwischen ein bis drei Stunden dauern und einen zweitägigen Klinikaufenthalt nach sich ziehen. Für die Wiederherstellung der Eileiter können zwei verschiedene Methoden angewendet werden. Beide Verfahren sind sehr komplex und erfordern viel Geschick und Erfahrung des Operateurs.

Der zuständige Chirurg oder die Chirurgin kann entweder eine Bauchspiegelung oder einen Bauchschnitt vornehmen. Bei beiden Varianten werden zuerst die beschädigten Bereiche und die vernarbten Enden der Eileiter entfernt.

Bei der Bauchschnitt-Methode werden diese Enden in einem mikrochirurgischen Verfahren und unter einem speziellen Mikroskop schichtweise zusammengenäht.

Bei der Bauchspiegelung wird die Bauchdecke nur minimal eingeschnitten um das Einführen eines Endoskops und der feinen Instrumenten zu ermöglichen. Durch das Endoskop kann in den Bauch hineingeschaut und die Enden können mit den Instrumenten zusammengenäht werden.

Erfolgschancen einer Schwangerschaft

Beide der aufgezeigten Verfahren führen letztendlich zum selben Ergebnis. Allerdings halten die meisten Fachleute die Bauchschnitt-Methode für erfolgversprechender. Die Geburtschance ist auch immer vom Alter und der Fruchtbarkeit von beiden Partnern abhängig und sollte bereits im Vorherein abgeklärt werden.

Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit auf eine Schwangerschaft höher, wenn die Operation wegen einer Tubenligatur und nicht aufgrund einer Krankheit durchgeführt wurde. Die Geburtsraten variieren zwischen 30 bis 70 Prozent. Allerdings ist das Risiko einer Eilleiterschwangerschaft (LINK) erhöht und liegt bei 2 bis 3 Prozent.

Risiken einer Refertilisierung

Die Operation findet im Bauchraum statt und kann somit zu einer Infektion und zu einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung führen. Auch Wundheilstörungen, Nachblutungen und Verwachsungen können vorkommen und eventuell eine weitere Operation notwendig machen. Diese Komplikationen treten aber nur bei weniger als fünf Prozent aller Fälle auf.

Refertilisierung: Mit diesen Kosten muss man rechnen

Wenn die Operation nicht durch eine Krankheit erforderlich ist, übernimmt die Krankenkasse keinerlei Kosten. Diese betragen für eine Refertilisierung bei der Frau zwischen 7'000 und 8'000 Franken.

Alternativen zur Refertilisierung

Auch sterilisierte Frauen können durch die künstliche Befruchtungsmethode IVF schwanger werden. Die Refertilisierung gilt jedoch als erfolgreicher und ermöglicht eine natürliche und auch mehrfache Schwangerschaft. Allerdings haben beide Methoden Risiken.

Eine Refertilisierung ist ein medizinischer Eingriff und sollte in jedem Fall gründlich durchdacht und mit dem Arzt besprochen werden. Gemeinsam wird diejenige Methode gewählt, die den persönlichen Voraussetzungen und Wünschen der Frau entspricht.

Weitere Informationen und Links finden Sie hier:

www.refertilisierung.net

Text: Naomi Stocker

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