Schwangerschaftsfrühtest: Wie sicher ist er?

Wer schwanger werden will, möchte so schnell wie möglich wissen, ob es geklappt hat. In den Apotheken werden Frauen schon sogenannte Schwangerschaftsfrühtests angeboten. Wie zuverlässig und sicher sind sie? Erfahren Sie hier mehr über die Aussagekraft von Schwangerschaftstests.

Ein Schwangerschaftsfrühtest liefert kein sicheres Ergebnis.

Ein Schwangerschaftsfrühtest macht keine zuverlässigen Angaben über eine Schwangerschaft. Foto: iStock, Thinkstock

Um eine Schwangerschaft nachzuweisen, gibt es grundsätzlich drei verschiedene Methoden:

  • Bluttest
  • Urintest
  • Ultraschalluntersuchung

Ein Bluttest kann bei Ihrem Frauenarzt durchgeführt werden. Er ist gemäss Angaben der deutschen Plattform «Frauenärzte im Netz» schon sechs bis neun Tage nach der Befruchtung möglich, also noch vor der nächsten Monatsblutung. Urintests werden mittels Schwangerschaftstest, die es in der Apotheke oder auch im Supermarkt gibt, durchgeführt. Zuverlässige Ergebnisse liefern sie in der Regel erst nach dem Ausbleiben der Regel. Eine Ultraschalluntersuchung erfolgt beim Arzt. Sie kann Aussagen über eine Schwangerschaft aber erst viel später machen, etwa sechs Wochen nach Ausbleiben der Periode.

Die meisten käuflich erhältlichen Schwangerschaftstests weisen im Urin das Hormon «Human Chorion Gonadotropin» (HCG) nach. HCG wird gebildet, sobald sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet. Es wird von den Zellen des Embryos produziert, aus denen später die Plazenta wird. Die Konzentration des Hormons steigt in den ersten Wochen der Schwangerschaft an. HCG regt die Produktion anderer Hormone an, nämlich von Progesteron und Östrogenen. Progesteron ist wichtig für die Einnistung des befruchteten Eis in der Gebärmutter. Östrogene sorgen dafür, dass die Gebärmutter wächst, sich die Brust entwickelt und das Fettgewebe gebildet wird.

Schwangerschaftsfrühtest: ab wann?

Ein Schwangerschaftsfrühtest kann schon geringe Mengen HCG im Urin nachweisen. Schwangerschaftsfrühtests können daher wenige Tage vor der nächsten zu erwartenden Regel angewendet werden. Doch die Aussagen der Schwangerschaftsfrühtests sind nicht besonders zuverlässig. «Sicherer sind die Tests, die das Hormon am ersten Tag nach Ausbleiben der Regel anzeigen, weil der HCG-Spiegel häufig erst jetzt ausreichend hoch genug ist», heisst es dazu bei der deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Ein Schwangerschaftsfrühtest kann also zu einem falschen Ergebnis führen. Obwohl sie schwanger sind, zeigt der Test «nicht schwanger» an, weil die Konzentration des Hormons HCG im Urin zum Beispiel für die Messung noch nicht hoch genug ist. Es kann auch passieren, dass Ihnen der Schwangerschaftsfrühtest ein positives Ergebnis anzeigt, obwohl sie gar nicht schwanger sind. Das ist möglich, wenn sich nach der Befruchtung oder Einnistung der Eizelle eine Fehlentwicklung ergibt. Dann wird das befruchtete Ei wieder abgestossen. Man spricht von einem Frühabort, einer Fehlgeburt, welche eine Frau meist gar nicht mitbekommt.

Je länger Sie schwanger (gilt nur für die ersten zehn Wochen, danach sinkt der HCG-Spiegel wieder) sind, desto zuverlässiger ist der Test. Wer also sicher gehen will, sollte sich noch ein paar Tage gedulden und den Schwangerschaftstest erst einen Tag nach dem Ausbleiben der Monatsblutung durchführen.

Schwangerschaftstest: Wie funktioniert er?

Um ein möglichst sicheres Ergebnis zu erzielen, sollten Sie den Schwangerschaftstest also erst einen Tag oder einige Tage nach dem Fälligkeitstag Ihrer Periode durchführen. Lesen Sie die Anleitung des Schwangerschaftstests, welchen Sie gekauft haben, genau durch.

Ideal ist es, den Test am Morgen zu machen, da der HCG-Spiegel im Morgenurin in der Regel sehr hoch ist. Halten Sie den Streifen oder das Plättchen in den gesammelten Urin. Ist das Ergebnis positiv, entsteht ein farbiger Streifen, es wird ein Plus angezeigt oder es erscheint die Anzeige «schwanger». Der Test sagt Ihnen mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 90 Prozent, dass Sie schwanger sind. So haben Sie neben dem Ausbleiben Ihrer Tage schon ein zweites Indiz für eine Schwangerschaft. Ist das Ergebnis negativ, Ihre Periode ist aber dennoch ausgeblieben, sollten Sie den Test nach einigen Tagen wiederholen. Eventuell ist Ihr HCG-Spiegel noch nicht hoch genug, um ein zuverlässiges Ergebnis zu liefern. Um ganz sicher zu gehen, kann der Frauenarzt noch einen Bluttest durchführen oder in der sechsten Woche nach dem Fälligkeitstag eine Ultraschalluntersuchung durchführen.

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