Schwangerschaftstest negativ: Wie zuverlässig ist Ihr Ergebnis?

Sie haben gehofft, gezittert und gewartet - und nun ist das Ergebnis da: negativ. Bei vielen Frauen macht sich Enttäuschung breit. Wie zuverlässig sind Schwangerschaftstests? Wann stehen die Chancen gut, dass der Schwangerschaftstest negativ ist und Sie trotzdem schwanger sind? Antworten liefern wir hier.

Auch wenn der Schwangerschaftstest negativ ist, kann unter Umständen eine Schwangerschaft vorliegen.

Ein negativer Schwangerschaftstest muss nicht immer richtig sein. Foto: Dean Mitchell, iStock, Thinkstock

Schwangerschaftstest negativ und trotzdem schwanger

Während es bei einem positiven Schwangerschaftstest sehr unwahrscheinlich ist, das keine Schwangerschaft vorliegt, ist die Lage bei einem negativen Ergebnis anders. All die unterschiedlichen Tests haben eines gemeinsam: Sie reagieren auf das Schwangerschaftshormon HCG. Gerade bei einem Schwangerschaftsfrühtest ist das Ergebnis häufig verfälscht, da der HCG-Gehalt des Urins zu Beginn der Schwangerschaft noch extrem niedrig ist. Hier hilft es, den Test einfach nach ein paar Tagen mit Morgenurin zu wiederholen, denn darin ist die Konzentration des Hormons am grössten. Ab dem ersten Tag des Ausbleibens der Periode kann mit einem herkömmlichen Test geprüft werden, ob eine Schwangerschaft vorliegt. Diese sind zuverlässiger als Frühtests; dennoch kann es auch hier zu einem fehlerhaften Resultat kommen.

Faktoren, die zu einem falschen negativen Ergebnis führen können:

  • Die Einnahme von bestimmten Medikamenten kann das Ergebnis verfälschen.
  • Die betroffene Frau steht kurz vor den Wechseljahren.
  • Die Periode ist unregelmässig und der Test wird daher unwissentlich zu früh durchgeführt; auch hier ist die HCG-Konzentration im Urin zu niedrig und der Schwangerschaftstest negativ.
  • Der Schwangerschaftstest wurde zu kalt oder zu heiss gelagert und funktioniert daher nicht mehr richtig.
  • Der Test wurde falsch angewendet - schlecht ist es zum Beispiel, vor dem Test zu viel zu trinken - das verdünnt den Urin und verringert somit den HCG-Anteil - daher ist der Schwangerschaftstest negativ, obwohl die testende Person schwanger ist.

Schwangerschaftstest negativ aber keine Periode

Eine fehlende oder verzögerte Periode muss nicht zwangsläufig ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein - auch bei Stress, Krankheit oder schwerer körperlicher Anstrengung wie Sport oder einer körperlich anstrengenden Arbeit kann es passieren, dass die Regelblutung ausbleibt. Durch das Absetzen der Pille oder anderer hormoneller Verhütungsmittel kann der Zyklus ebenfalls mächtig durcheinander kommen und benötigt oft eine ganze Weile, um sich wieder einzupegeln. Zudem können Zyklusstörungen auch auf Krankheiten hinweisen, deshalb sollte man sich bei länger ausbleibender Periode in ärztliche Behandlung begeben. Körperliche Ursachen können zum Beispiel eine Gelbkörperschwäche, ein verspäteter oder nicht stattfindender Eisprung, eine Schilddrüsenfehlfunktion oder Erkrankungen des Vaginalbereichs sein.

Laut lilli.ch, einer Online-Beratungsstelle für junge Erwachsene zu sexueller Gesundheit, kann auch die Ernährung Schuld am Ausbleiben der Menstruation sein: «Auch die Ernährung spielt eine grosse Rolle: Stress ist für den Körper, wenn du dich mangelhaft ernährst, Diät hältst, Untergewicht hast oder grosse Gewichtsschwankungen hast (das gilt auch wenn du übergewichtig bist), und auch wenn du über den Tag oder von Tag zu Tag grosse Schwankungen der Nahrungsaufnahme hast. Daher sind Zyklusstörungen bei Essstörungen nicht selten. Bei einer Magersucht sind sie sogar sehr häufig. Auch bei Bulimie (Ess-Brechsucht) oder Binge-Eating (Essanfälle) kommen sie vor.»
 

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