Schwangerschaftstest: Wie zuverlässig sind die Tests?

Frauen mit Kinderwunsch wünschen sich, so schnell und zuverlässig wie möglich zu erfahren, ob sie ein Kind erwarten. Ein Schwangerschaftstest aus der Apotheke kann Klarheit bringen. Wie die Schnelltests für zu Hause funktionieren und wie aussagekräftig ihr Ergebnis ist, lesen Sie hier.

Ein Schwangerschaftstest lässt sich einfach daheim durchführen.

Bekommen wir ein Baby? Ein Schwangerschaftstest verschafft Gewissheit. Foto: Steve Hix/Fuse. Fuse, Thinkstock

Frauen, die vermuten schwanger zu sein, möchten so schnell wie möglich Gewissheit haben. Bevor ein Termin beim Gynäkologen vereinbart wird, liefert auch ein Schwangerschaftstest für zu Hause ein sicheres Ergebnis – das versprechen zumindest die Hersteller der handelsüblichen Produkte.

Mithilfe eines Schwangerschaftstests lässt sich das hCG-Hormon nachweisen

Sobald sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat, produziert der weibliche Körper vermehrt das sogenannte Schwangerschaftshormon hCG. Dieses Hormon lässt sich im Blut, in geringerer Konzentration aber auch im Urin nachweisen. Alle in der Drogerie erhältlichen Schnelltests für zu Hause enthalten Teststreifen, welche auf hCG im Urin reagieren.

Am zuverlässigsten ist die Anwendung, wenn Morgenurin verwendet wird. Gerade am Anfang einer Schwangerschaft ist darin eine besonders hohe hCG-Konzenration enthalten. Der Teststreifen wird einfach für die in der Packungsbeilage vorgegebene Zeitspanne in das Gefäss mit dem Urin gehalten. Dann lässt sich das Ergebnis ablesen. Je nach Hersteller und Produktpreis werden entweder zwei Streifen angezeigt oder es erscheint der Hinweis «Schwanger» bzw. «Nicht schwanger». Neu entwickelte Tests messen zudem die Hormonkonzentration und können ungefähr angeben, wie lange die Schwangerschaft bereits besteht.

Schwangerschaftstests sind in der Schweiz relativ teuer, sie kosten zwischen 13 und 30 Franken. Wer grenznah wohnt, kann die Tests im Ausland deutlich preiswerter bekommen.

Wie funktioniert ein Schwangerschaftstest und ab wann liefert er ein gültiges Ergebnis?

Richtig angewendet, sind Schwangerschaftstests sehr zuverlässig. Es kommt jedoch darauf an, den Test nicht zu früh durchzuführen. Das hCG-Hormon lässt sich nicht sofort nachweisen, sondern erst zwei bis drei Tage, nachdem die zu erwartende Regelblutung ausgeblieben ist. Im Handel ist ein sogenannter Schwangerschaftsfrühtest erhältlich. Diese liefern angeblich schon zwei bis drei Tage vor der einsetzenden Menstruation ein sicheres Ergebnis. In der Praxis erweisen sich derartige Tests jedoch häufig als unzuverlässig. So werden besonders Frauen, die einen grossen Kinderwunsch haben, stark verunsichert und unnötigen Enttäuschungen ausgesetzt.

Ein wirklich sicheres Ergebnis erhalten Frauen ohnehin nur durch einen Bluttest beim Gynäkologen oder in einem Spital, welches sich auf Reproduktionsmedizin spezialisiert an. «Urinschwangerschaftstests sind heute zwar ebenfalls zuverlässig, erreichen aber nicht die Sicherheit des Blutschwangerschaftstests», heisst es in der Broschüre «Vom Kinderwunsch zum Wunschkind» des Universitätsspitals Zürich. 

Bestimmte Faktoren verfälschen das Ergebnis

Bei richtiger und nicht zu früher Anwendung liefert der Test zu 99 Prozent ein sicheres Ergebnis. Es gibt jedoch einige Faktoren, welche das Testergebnis verfälschen. Blut oder Eiweiss im Urin beispielsweise beeinflussen das Testergebnis, ebenso die Einnahme bestimmter Medikamente. Grundsätzlich kann der Schnelltest nur nachweisen, dass eine Einnistung der Eizelle stattgefunden hat. Ob eine Mehrlingsschwangerschaft vorliegt, kann nur ein Arzt mithilfe einer Ultraschalluntersuchung feststellen.

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