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Zahnen: Wenn das Baby die ersten Zähne bekommt

Babys bereiten sie häufig Schmerzen und Eltern schlaflose Nächte: die Milchzähne. Wenn ein Kind mit dem Zahnen beginnt, viel weint und nicht schlafen kann, ist das kein Grund zur Sorge. Lesen Sie hier, was gegen Zahnschmerzen hilft und wie Sie die Zähne Ihres Babys richtig pflegen.

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Wenn die ersten Zähne kommen, sind viele Babys quengelig, denn Zahnen tut weh. Bild: GettyImages Plus, T.Pleydell

Viele Babys sind unruhig und quengeln viel, weil ihnen das Zahnen weh tut. Eltern bemerken bei ihrem Kind häufig dickere und gerötete Wangen. Wenn die ersten Zähnchen zu wachsen beginnen, produziert das Baby mehr Speichel und steckt die Faust in den Mund. Manche Kinder bekommen typische Symptome wie Fieber, Durchfall und schlafen schlecht.

Ein Kind bekommt in der Regel zwischen dem fünften und 30. Lebensmonat insgesamt 20 Milchzähne. Sie sind wichtig, um Nahrung zu zerkleinern und um richtig sprechen zu lernen. Die Zähnchen sind ausserdem Platzhalter für die ab dem sechsten Lebensjahr nachstossenden Dauerzähne. Im Alter von zweieinhalb bis drei Jahren sind die ersten Zähne vollständig. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist die erste Untersuchung bei einem Zahnarzt sinnvoll. Natürlich können Sie schon früher, ab dem ersten Durchbruch der Zähne, zu Ihrem Zahnarzt gehen, um sich über Zahnpflege und zahngesunde Ernährung beraten zu lassen.

Übersicht über Reihenfolge der Milchzähne

  • 1. Schritt beim Zahnen: Mit etwa 6 Monaten bekommt das Baby Zähne, die unteren zwei Schneidezähne sind da.
  • 2. Schritt beim Zahnen: Zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat brechen die oberen zwei Schneidezähne durch.
  • 3. Schritt beim Zahnen: Zwischen dem 8. und 10. Monat kommen zwei weitere obere, seitliche Schneidezähne dazu und zwischen dem 10. und 12. Monat folgen zwei untere Schneidezähne.
  • 4. Schritt beim Zahnen: Zwischen dem ersten Geburtstag und dem 16. Lebensmonat erscheinen die oberen und unteren ersten Backenzähne.
  • 5. Schritt beim Zahnen: Zwischen dem 16. und 20. Monat kommen die oberen und unteren Eckzähne hinzu.
  • 6. Schritt beim Zahnen: Schliesslich folgen zwischen dem 20. und 30. Lebensmonat die zweiten Backenzähne oben und unten.

Das verschafft Linderung beim Wachsen der ersten Zähne

Babys stecken gern Sachen in den Mund und kauen darauf herum. Zahnmediziner vermuten, dass dieses unbewusste Massieren der Zähne hilft, die Schmerzen zu lindern und den Durchbruch der Zähne zu fördern. Um zu verhindern, dass sich Ihr Kind im Mund verletzt, weil es auf spitzen Gegenständen kaut, sollten Sie das Zahnfleisch regelmässig massieren.

Alternativ können Sie dem Baby einen Beissring aus Gummi oder Brotrinde geben, um gereiztes Zahnfleisch zu vermeiden. Achten Sie darauf, dass die Beissringe die Vermerke «ohne Weichmacher», «ohne Phtalat» (ohne Weichmacher) oder «PVC-frei» enthalten. Die Beissringe können Sie im Kühlschrank kühlen, bevor sie diese Ihrem Kind geben. Das lindert die Schmerzen.

Zahnungsgels, Tropfen und Salben, die Sie in Apotheken erhalten, sollten sparsam und nur bei starken Schmerzen auf dem Zahnfleisch verwendet werden. Achten Sie darauf, dass die Produkte für die ersten Zähnchen zuckerfrei sind.

Beruhigend und schmerzlindernd können frisch zubereitete Kamillen- oder Salbeitees ohne Zucker beim Zahnen wirken. Sie werden mit einem Tuch oder Wattestäbchen auf das Zahnfleisch getupft.

Richtige Zahnpflege

Richtiges Zähneputzen kann Karies bei Milchzähnen verhindern. Sobald der erste Zahn durchgebrochen ist, bürsten Sie ihn täglich mit einer weichen Kinderzahnbürste. Verwenden Sie eine erbsengrosse Menge einer flouridhaltigen Kinderzahnpasta bei Ihrem Kind. Spätestens wenn die hinteren Backenzähne mit etwa zwei Jahren da sind, sollten die Zähne zweimal täglich geputzt werden. Wenn Ihr Kind älter wird, können Sie ihm zeigen, wie richtiges Zähneputzen funktioniert. Sie sollten anschliessend immer kontrollieren und eventuell nachbürsten.

Karies verhindern

Das Dauernuckeln an Schoppenflasche oder Brust kann Karies verursachen, weil die Milch oder das Getränk länger im Mund bleiben und die Zähne angreifen können. Um Karies an den ersten Zähnen des Kindes zu verhindern, empfiehlt die SSO, die Schoppenflasche nicht allzu oft mit ins Bett oder den Kinderwagen zu legen. Im Alter von zwölf Monaten können Sie dem Kind schon eine Tasse geben und die Schoppenflasche langsam abgewöhnen.

Löffel oder Nuggi sollten Eltern nicht ablecken, da sonst eventuell deren Kariesbakterien übertragen werden können.

In die Schoppenflasche gehören keine gesüssten Getränke. Besonders vor dem Einschlafen dürfen keine gezuckerten Tees, Sirup oder Eistee gegeben werden. Denn im Schlaf ist die Produktion von Speichel, der gegen Karies schützt, rund zehnmal geringer als im Wachzustand. Löschen Sie daher nachts den Durst des Babys nur mit Wasser.

Die Nuggis des Kindes dürfen nicht in Honig oder Zucker getaucht werden. Sie sollten keine gezuckerten Breie geben. Stattdessen können Sie reife Früchte verwenden. Damit wird das Bedürfnis nach Süssem genügend abgedeckt. Fertigbreie enthalten oft Zucker und sollten deshalb auf ihre Zusammensetzung überprüft werden.

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