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Wandern mit Kindern: Tipps für einen guten Familienwanderweg

Wir kennen das alle zu gut aus unserer Kindheit: Wenn Wandern auf dem Plan stand, hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Mehr oder weniger missmutig trotteten wir hinter den Eltern her. Es ist nicht einfach, Kinder für das Wandern in den Bergen zu motivieren. Vereine und Touristikveranstalter haben deshalb spezielle Kinderwanderwege entwickelt. Wir stellen in einer Serie acht davon vor und geben Tipps für das Wandern mit Kindern.

Wandern mit Kindern in den Bergen macht auf einem Kinderwanderweg viel Spass.

Kinder gehen gern wandern, wenn sie ein Ziel wie einen Badesee vor Augen haben.

In unserem Special «Kinder- und Familienwanderwege» stellen wir ab Mitte April in wöchentlichem Rhythmus acht der schönsten Kinderwanderwege in der Schweiz vor. Diese Kinderwanderwege sind speziell auf die Bedürfnisse von Kindern und Familien ausgerichtet. Sie motivieren Kinder auf vielfältige Art und Weise zum Wandern. So gibt es auf den Wegen viel zu entdecken, müssen Rätsel gelöst oder alle Sinne eingesetzt werden.

Familien können aber auch andere Wanderwege, die nicht als Kinderwanderweg ausgewiesen sind, nutzen. Dabei sollten einige Kriterien beachtet werden. Wir haben hier zusammengestellt, was Sie bei der Auswahl des Wanderweges bedenken sollten.

Ein Ziel vor Augen haben

Für Kinder ist im Gegensatz zu Erwachsenen eine schöne Aussicht oder das Erreichen des Gipfels nicht entscheidend, so der Deutsche Alpenverein in der Broschüre «Bergsteigen mit Kindern». Sie wollen viel mehr etwas erleben und Neues entdecken. Eintönige Ausdauertouren sind absolut nichts für Kinder. Statt des Gipfels, kann das Ziel eine Hütte sein, auf der es etwas Leckeres zu essen gibt. «Für gute Laune sorgen zudem Bademöglichkeiten im Bergsee und Wildbach», schreibt der Verein «Berner Wanderwege» in seinem Infoblatt «Wandern mit Kindern».

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Kleine Etappenziele motivieren

Suchen Sie nach einem Wanderweg, der sich in kleine Etappen einteilen lässt. So haben die Kinder immer das nächste Ziel vor Augen. Dann geht es zum Beispiel zunächst auf die Spielwiese, dann hinauf auf die Alm, hinunter über einen Bach, über den es zu balancieren gilt und schliesslich muss noch eine Kletterstelle überwunden werden. Rastplätze sollten genügend vorhanden sein. Gut ist, wenn nebenan eine Feuerstelle zum Grillen einlädt oder eine Klettermöglichkeit nach neuen Herausforderern sucht. Rundwege sind spannender als Hin- und Rückwege über dieselbe Strecke, da sie mehr Abwechslung bieten.

Themen lockern auf

Für Spannung sorgen Themenwanderwege. Kinder haben Freunde daran, Geschichten anhand von Rätseln zu entdecken oder die Natur mithilfe von Aufgaben zu erkunden. Schauen Sie vorher, ob Sie auf dem Weg zum Beispiel Zapfen oder Blätter sammeln können. Beliebt sind ebenso ungewöhnliche Transportmittel wie eine alte Zahnradbahn.

Gemeinsam planen

Planen Sie zusammen mit den Kindern Ihre Wanderroute im Voraus. Sind genügend Rastplätze vorhanden? Gibt es eine Spielmöglichkeit unterwegs? Planen Sie Spielpausen oder Änderungsmöglichkeiten der Tour vorher mit ein. «Kinder haben noch keine grosse Ausdauer und wir sollten uns bewusst sein, dass sie mehrere Schritte machen, während wir einen machen»“, so das Bundesamt für Sport in der Broschüre «J+S-Kids: Wandern mit Kindern». Allgemein sollten Sie deshalb für eine Strecke mit Kindern doppelt so viel Zeit einplanen wie auf den Markierungen angegeben ist. Das empfiehlt der «Verein Berner Wanderwege».



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