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Kind will nicht ins Bett

  1. Hallo liebe Familienleute


    Unser 6-jähriger macht seit ein paar Wochen ein Riesen-Theater beim Ins-Bett-gehen!! Wir bringen ihn hin, dann gibts das Vorlese-Ritual und ein Gutenachtlied und dann lassen wir die kleine Lampe noch ein Weilchen an. Er kommt erst raus wegen Pippi machen, dann trinken, dann hat er zu kalt oder zu heiss, dann hat er Angst, dann kann er nicht schlafen... das geht dann solange, bis er mit uns bei uns im Bett einschläft! Am Morgen ist er dann total kaputt, weil er viel zu wenig geschlafen hat.


    Hat jemand einen Tipp???

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  2. Versucht es doch mal mit Baldrian Tropfen oder Tee, das hilft bei meinen wenn sie wieder eine Schlafproblem-Phase haben....

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  3. Hat er am Tag genug Bewegung? Manchmal hilft auch ordentliches Austoben.

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  4. Da Ihnen die "Argumente" für das Nicht-schlafen können Ihres Sonnenscheines bekannt sind, können Sie versuchen neu darauf einzugehen. Aufgrund des Alters kann er sogar gleich dabei mithelfen. Ein Frage kann z.B. lauten:" Was brauchst Du, damit Du am Abend gut einschlafen kannst?" Mögliche Antworten können sein:"Saubere Zähne", "Das Pijama mit dem Traktor drauf.", "Ein Glas Wasser trinken.", "Noch einmal auf das WC gehen."...
    Ich würde diese Fragen aber nicht vor dem zu Bett gehen klären sondern am Vor- oder Nachmittag einplanen.

    Versuchen Sie mal auf die Wünsche einzugehen, soweit möglich und auch sinnvoll. Und erklären Sie, dass z.B. zuerst Zähne putzen und dann noch eine warme Ovi von der Reihenfolge her keinen Sinn macht, da die Zähne sonst wieder dem Karies ausgesetzt sind. Vielleicht gestaltet ihr zusammen Symbolkarten, welche Ihr in seinem Zimmer aufhängt und jeweils mit Beginn des "ins-Bett-gehn-Ritual" einbezieht. Natürlich auch unbedingt an das "Monster" denken, was ihm immer wieder Angst bereitet. Vielleicht kann ein "gemeinsamer Geister-Vertreibi-Tanz" im Zimmer helfen und ein ausgesuchtes Plüschtier, das ihn in der Nacht dann noch zusätzlich beschützt?
    Selbstverständlich können Sie ihm auch "Helfer" anbieten, wie, dass sie ihn noch einmal gaaanz fest drücken, bevor er ins Bett "muss". Und anderes...
    Es kann auch sein, dass ihr Sonnenschein dann plötzlich selber Teile des Rituals "streicht" weil er es nicht mehr braucht. Er wird ja auch älter... und lassen Sie sich nicht erpressen. ;-)

    Erklären sie ihm auch, dass das Elternbett für die Eltern bestimmt ist und er sein eigenes Bett hat. Dass ihr den Schlaf auch braucht, damit ihr am nächsten Tag wieder ausgeschlafen seid. Dazu kann z.B. ein Bild mit den Eltern auf der Türe des Elternschlafzimmers und ein Bild Eures Sonnenscheins auf seiner Zimmertüre zusätzlich unterstützen.

    Vergessen Sie aber bitte nicht, dass dieser Veränderungsprozess auch ein paar Tage dauert und loben Sie Ihr Kind für alles was er schon prima umsetzt. Weisen sie darauf hin, an was sie am nächsten Abend "trainieren" wollen. Auf jeden Fall rate ich klar von diesen beiden Satzanfängen ab: "Wenn Du jetzt ins Bett gehst, dann...", Wenn Du jetzt nicht ins Bett gehst, dann..."

    Sind alle abgemachten Punkte vor dem zu Bett gehen "erledigt" und ihr Sohnemann steht trotzdem noch auf, was die ersten Tage durchaus gut möglich ist, so nehmen Sie ihn an der Hand, reden nicht mit ihm und führen ihn bestimmt wieder zurück ins Bett. Auch beim 2., 3. und 4. Mal, bis er versteht, dass Sie es ernst meinen.

    Ich bin gespannt auf Ihre Rückmeldung und Wünsche Ihnen viel Geduld und "ruhig Blut".

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  5. Lasst ihn doch bei euch schlafen, wenn er das zur Zeit gerade braucht.

    Ich bin auch ueber 40 und schlaf nicht gerne allein, wie die meisten Eltern im gemeinsamen Schlafzimmer.

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  6. Vielen Dank für eure Inputs.... Ich dachte eben auch daran, ihn einfach bei uns schlafen zu lassen... aber dann gewöhnen wir ihm das und nachher können wir es ihm wieder abgewöhnen...

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  7. Menschen sind niemals wieder so anpassungsfähig wie als Kind.

    Von Kindern lernen was Lebensqualität ist.

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  8. Hallo libe Leute

    ich finde eure Tipps echt hilfreich. Carlo, du hast vollkommen recht. Kinder sind auch schon mit so einfachen Dingen zufrieden und geniessen das Leben.
    Ich habe allerdings ein anderes Problem: Zwei meiner Kinder teilen sich ein Zimmer und machen dann zusammen Krach. Wenn der eine wach ist, wacht auch die andere auf. Eine grössere Wohnung ist aber keine Option. :( Was würdet ihr mir empfehlen? Man kann ja nicht immer eins im Elternbett liegen haben, dann sind die anderen ja neidisch.

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  9. Mit dem Theater zeigt Euch doch die Instanz, die seine Entwicklung steuert, dass er sich zu unbedeutend fühlt und eine wichtigere Rolle braucht.
    Je mehr er Euch dies demonstriert, dasto kleiner wollt Ihr in die äußerlich richtig erscheinende Form drücken.
    In der Ich-kann-Schule würde ich mir überlegen, wie ich ihm seine Rolle so bieten kann, dass er sich immer wichtiger dadurch wird, dass er tut, was er zu tun hat. Also: statt Druck etwas was ZIEHT. In der IKS ist SOG das Grundprinzip.
    Zu Hause hast Du noch eine zusätzliche Möglichkeit, die Schlafsuggestion.
    Das ist ein gutes, ungestörtes Gespräch mit den Kräften von geist & Seele.
    Du kannst sie auftanken und aufrichten, kannst ihnen ihre gute Entwicklung ausmalen und alles zusprechen, was sie dafür brauchen, und ihnen schließlich einen klaren Auftrag dafür geben. Im Coué Brief 9 findest Du Beispiele dazu.
    Ich freue mich auf Euren Erfolg.
    Franz Josef Neffe

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