So helfen Sie Ihrem Baby beim Durchschlafen

Es ist die Frage, die Eltern in den ersten Monaten und sogar Jahren wahrscheinlich am meisten beschäftigt: Wann kann mein Baby endlich durchschlafen? Schlafarme Nächte zehren an den Kräften von Mutter und Vater. Mit ein paar Tricks können Sie Ihrem Baby dabei helfen, das Durchschlafen zu lernen.

Das Durchschlafen in der Nacht müssen Babys erst lernen.

Was gibt es Schöneres, als den Anblick eines schlafenden Babys? Leider kann es mit dem Durchschlafen etwas länger dauern. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Die schlechte Nachricht zuerst: Wenn es um das Durchschlafen geht, gibt es keine magische Formel, die allen Babys wie von Zauberhand Nachtschlaf beschert. Wie auch bei den Erwachsenen ist das Schlafverhalten von Kindern ganz verschieden. Manche Babys scheinen schon zeitig zu begreifen, dass es nichts Schöneres gibt als eine ganze Nacht voller Schlaf. Andere benötigen noch im Kleinkindalter die Unterstützung der Eltern, um die Nacht zu überstehen. Aber – und das ist die gute Nachricht – irgendwann lernen es alle Kinder. Und Sie können Ihrem Baby auf dem Weg dahin helfen.

Warum wachen Babys überhaupt nachts auf?

Wenn Ihr Baby auf die Welt kommt, hat es zunächst noch keinen Tag- und Nachtrhythmus. Bei manchen Neugeborenen ist sogar der Gegenteil der Fall: Vielleicht können Sie sich noch aus der Schwangerschaft erinnern, dass Ihr Baby immer abends und nachts besonders aktiv war, wenn Sie zur Ruhe gekommen waren und das sanfte Schaukeln des Bauches aufgehört hatte. Jetzt muss das Baby erst nach und nach lernen, dass in der Nacht geschlafen wird.

Ausserdem ist der Magen von Neugeborenen noch sehr klein. Deshalb benötigt Ihr Baby regelmässig alle paar Stunden Nahrung – am Tag und auch in der Nacht. In den ersten Lebensmonaten wächst der Magen immer weiter und Ihr Baby wird weniger oft Hunger haben. Spätestens mit einem halben Jahr kommen die meisten Babys eigentlich ohne Nachtmahlzeit aus. Das heisst aber nicht, dass sie diese nicht trotzdem einfordern, weil sie sich nun so daran gewöhnt haben oder weil sie das nächtliche Kuscheln nicht verpassen möchten.

So unterstützen Sie das Durchschlafen

Es soll ja Babys geben, die schlafen schon mit vier Wochen für zwölf Stunden ohne Unterbrechung. Für die allermeisten Eltern ist dies jedoch nur ein schönes Märchen, das mit ihrer eigenen Realität wenig zu tun hat. Denn bei vielen Babys dauert es ein paar Wochen oder sogar Monate, bevor sie den Unterschied zwischen Tag und Nacht verstanden haben. Sie können dies unterstützen, indem Sie eine immer gleiche Routine für den Abend einführen. So wird Ihr Baby nach einer Weile lernen, dass beispielsweise nach dem Baden und der folgenden Mahlzeit die Nachtruhe beginnt. Während für Schläfchen am Tag durchaus auch Geräusche zulässig sind, sollte es am Abend dann auch wirklich ruhig sein. Auch so lernt Ihr Baby, dass sich die Nacht vom Tag unterscheidet.

Dies gilt auch für nächtliche Mahlzeiten. Achten Sie darauf, dass Sie Ihr Baby nachts nur füttern und die Windel wechseln und auf keinen Fall signalisieren, dass es jetzt Spielzeit ist. Sorgen Sie dafür, dass das Licht nur sehr gedimmt ist und dass Sie nicht mit Ihrem Baby sprechen.

Viele Experten empfehlen auch das Baby munter in sein Bettchen zu legen und nicht an der Brust einschlafen zu lassen. Sonst verbindet es mit dem Einschlafen Nahrung und wird dies immer wieder einfordern, auch wenn es nachts eigentlich ohne Hunger aufwacht. Lernt Ihr Baby jedoch von Anfang an, dass es ohne eine solche Hilfe einschlafen kann, wird es dies bald zu jeder Nachtzeit anwenden.

Durchschlafen trainieren: Schlafprogramme

Manche Eltern schwören auf Schlafprogramme, bei denen das Durchschlafen trainiert wird. Das bekannteste Programm ist dabei die sogenannte Ferber-Methode, bei der Eltern nach einem strikten Zeitplan ihr weinendes Kind beruhigen, wobei die Dauer, die das Kind allein in seinem Bett gelassen wird, bevor die Eltern ins Zimmer kommen, immer weiter verlängert wird.

Manche Kinder lernen mit dieser Methode tatsächlich das Durchschlafen, bei anderen funktioniert es überhaupt nicht. Verfechter von derartigen Programmen verweisen gern auf die Erfolge. Kritiker glauben, dass dadurch das Urvertrauen des Kindes zerstört wird. Ob es für Ihre Familie eine Lösung ist, können Sie natürlich nur selbst wissen. In jedem Fall eignet es sich erst für ältere Babys und Kleinkinder. Wenn Sie sich für ein derartiges oder abgewandeltes Trainingsprogramm entscheiden, sollten Sie sich auf einige schlafarme Nächte einstellen. Alternativ gibt es auch immer mehr Schlafberaterinnen, die individuelle Lösungen für die Familie suchen und die Eltern-Kind-Bindung eher im Blick haben als die Ferber-Methode.

Lesen Sie auch: Interview mit einer Schlafberaterin

Wenn bei Ihrem Kind gar nichts hilft oder wenn Sie sich durch den Schlafmangel massiv überfordert fühlen, sollten Sie sich unbedingt Hilfe suchen. Vielleicht leidet Ihr Baby an einer Schlafstörung, die mit ärztlicher Hilfe behoben werden kann.

HiPP

HiPP widmet sich seit über 60 Jahren aus tiefster Überzeugung und mit größter Sorgfalt der Herstellung von Premium-Babynahrung in bester Bio-Qualität. HiPP unterstützt Sie und Ihr Baby von Anfang an. mehr »

Das könnte Sie auch interessieren

Services & Newsletter