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Fremdspender: ja oder nein?

  1. Hallo Zusammen

    Ich stecke in einer Zwickmühle und hoffe ihr könnt mir weiter helfen mit euren ehrlichen Meinungen und Ideen.

    Mein Mann (41) und ich (29) haben ca 3 Jahre versucht schwanger zu werden. Das Problem liegt nicht bei mir, sondern bei meinem Mann.
    mit 17/18 Jahren hatte er einen Hirntumor. Der Tumor und auch die Entfernung dessen haben das Hormonzentrum im Gehirn stark beschädigt. 
    Dadurch muss er für den rest seines Lebens täglich Medikamente nehmen und sich all paar Monate Testosteron spritzen lassen um normal Leben zu können. 
    Dies soweit ist auch absolut kein Problem. 
    im Dezember 2016 wollte ich die Pille absetzten da sie mir nicht gut tat und wir entschieden uns gleich auch dazu dass er ein Spermiogramm macht. Unser verdacht war dass die Chemo die Spermien Anzahl verringert haben könnte oder so, da er sehr kleine Hoden hat. Mit dem Resultat kam auch der erst Schock. Es wurden nicht etwa wenige oder unbrauchbare, sonder gar keine Spermien gefunden!
    Mit Hilfe seines langjährigen Arztes, konnten wir eine von der KK bezahlte Therapie starten. Nach anfänglicher Hoffnung kam nach einem Jahr und 5 weiteren Tests des Spermas die klare Antwort dass sein Körper kein Sperma produzieren kann. 
    Eine Adoption ist leider nicht möglich, obwohl wir wollten. Warum möchte ich nicht weiter erläutern.

    Mein lieber Ehemann wünscht sich mit mir jedoch immer noch Kinder und will eine Fremdbesamung. 
    So weit so gut. Doch da kommt mein Problem. 
    Ich bin Gläubig. Nicht sehr stark oder gar extrem Religiös. Auch in die Kirche gehe ich nicht regelmässig, Arbeite aber ab und an Ehrenamtlich da. 
    Als wir heirateten wussten wir von dem Problem und mein Pfarrer (auch ein guter Freund von mir) meinte wenn es nicht sein solle, ist das halt so.

    Anfangs dachte ich immer dass ein Fremdspender ja nur die letzte Lösung sei und ich hoffte inständig dies sei nicht nötig. 
    Nun ist es aber so weit dass es keine andere Möglichkeit mehr gäbe kinder zu bekommen. 
    Aber ich bin mir nicht mehr sicher ob ich das will. Ein Kind von einem Fremden? Ich habe meinen Mann geheiratet weil ich von ihm Kinder wollte. Nicht von einem Fremden wie wenn es ein One-Night-Stand wäre. Es wäre ja nicht seines! Es wäre erzwungen, nicht aus liebe "erschaffen".
    Somit sagte ich meinen Mann dass ich so keine Kinder wolle...
    Aber... wenn ich daran denke (und das geschieht oft) wie gerne ich schwanger sein möchte, danach ein Kind im Arm haben, es auf den Weg des Lebens begleiten... Schule... erste Liebe... Sachen beibringen, ihm von meiner Kindheit erzählen, sehen wie es aufwächst, genau wie meine Mutter mich aufwachsen sah... 
    ja, wenn ich daran denke beginne ich zu weinen. 
    Seit ich denken kann will ich Kinder. 
    Es fühlt sich unvollständig an ohne... Aber anders herum fühlt sich der Gedanke eines Fremdspenders falsch an...

    Mit meinem Mann habe ich sehr viel und extrem offen darüber gesprochen. Er weis von meinen Bedenken.
    Er wünscht sich ein Kind mit mir, aber wenn für mich Fremdspenden nichts ist, akzeptiert er das.
    Ich liebe ihn so sehr dass ich ihn glücklich machen will, und er mich genau so.

    Ich hoffe ihr könnt mir weitere Perspektiven meiner Ansichten zeigen? 
    Ich danke euch im Voraus...

    Mehit77

    Sorry für den langen Text...)

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  2. Hallo
    Ich habe gerade deinen Beitrag über Fremdbesamung und Schwängerung gesehen

    Ich fühlte mich beim lesen, an meiner Frau bzw Uns erinnert

    Ich weiß, wie Es ist
    Ich würde mich gerne mit Dir darüber unterhalten

    ES bei IHR/UNS zu einer Fremdbesamung kam

    Kam ES dann bei DIR  auch zu einer Fremdbesamung

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  3. Mein Mann sagt ganz klar, er will das nicht. Er hat Angst das Kind nicht lieben zu können bzw. Angst, alle würden keine Ähnlichkeiten finden... Er hat auch Angst ob und wie man es dem Kind und der Familie sagt dass das Kind ein Spenderkind ist. Er würde lieber adoptieren (was ja auch kein sicherer schneller Weg ist) aber er versteht auch dass ich zumindest ein Mal eine Schwangerschaft und Geburt erleben möchte. Für mich gehört das zum Frau sein dazu. Kurzzeitig habe ich mir überlegt eine Embryonenspende als Plan B zu machen, damit wie eben die gleiche Ausgangsposition haben aber das geht in D eben leider nicht. Für mich war eine Spende immer ganz klar Plan B aber allein kann man das leider nicht entscheiden. Wir haben uns jetzt darauf geeinigt, dass wir unser Blut schicken und noch eine ICSI machen. Mehr will ich nicht mehr. Die Spritzerei, die ÜS, die Schmerzen, die Narkose, dass viele Geld um dann doch wieder mit leeren Händen da zu stehen. Setze dich nicht mit den 2 Wochen unter Druck, wartet ggf noch 1-2 Zyklen. ihr müsst euch sicher sein! Hast du mit deinem Mann schon mal drüber gesprochen? Was sagt er dazu?

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