Facebook Pixel

Wie ist es bei euch?

  1. Hallo ihr Lieben!

    Im Juli 2019 hatte ich meine zweite FG (beide mit AS). Einige Wochen war ich krankgeschrieben und ich habe mir Hilfe bei einer Frau Doktor für Psychotherapie geholt. Ich arbeite wieder ganz normal mit Kindern und bin voll belastungsfähig. Mein Zyklus hat sich auch langsam wieder eingespielt.
    Und trotzdem schmerzen so viele Situationen immer noch.
    Ich habe keine Lust auf den Großteil meiner Familie, besonders Mutter und Schwiegermutter. Beide waren nicht gerade einfühlsam. Am besten war der Spruch meiner Mutter "ich soll nicht neidisch auf meine Schwester werden, weil sie Kinder haben kann und ich nicht." Der Spruch hagelte schon bei der ersten FG, bei der Zweiten habe ich ihr keine Chance dazu geboten.
    Ich weiß ich sollte nichts darauf geben, aber es sitzt anscheinend so tief, dass ich einfach keine Lust mehr auf "die" habe.
    Verdammt noch mal, ich will einfach nicht mehr verletzt werden!
    Ich tue auch immer so, als würde es mich nicht belasten, wenn mal wieder jemand Schwangerschaft ist. Am besten noch ungewollt oder das 3. Mal. Meine Reaktionen werden ja auch immer beobachtet. Wie geht sie mit der Schwangerschaft um, wie geht sie mit dem Baby um.....bla bla bla
    Verdammt es tut mir weh, jedes besch..... Mal. Und ganz oft erst im Nachhinein.
    Ich sitze gerade mal wieder in der Falle, ratet mal warum.....genau es ist wieder mal jemand schwanger und wir können uns eine weiteren Versuch als Selbstzahler nicht sehr bald leisten...
    Bitte bitte sagt mir, dass das bei euch auch so ist, oder werde ich jetzt wahnsinnig????!!!

    LG,
    Dingus

    Zitieren

  2. Hallo dingus

    ich kann es sehr gut nachvollziehen wie es dir geht.Ich hatte meine Fehlgeburt ende Aug. mit AS.Die Arbeit hab ich seit dem nicht mehr aufgenommen weil ich nicht in der lage bin,da das ganze mich sehr mitgenommen hat und ich jetzt auch in Therapie bindazu auch Krankgeschrieben.
    Vor kurzem hat auch 2 Schwägerinen von mir Ihre Babys bekommen doch ich kann sie mir nicht anschauen da der schmerz immer noch sehr tief ist und ich den auch gleich anfange zu weinen .

    Mal schauen wie es mit der Zeit kommt

    GLG,
    Kefas

    Zitieren

  3. Hi Dingus,

    ich hab meine Tochter im Januar in der 17.SSW gehen lassen müssen. MA. Ich hab sie normal entbunden und hatte das große Glück keine AS zu brauchen.
    Es ist jetzt 10 Monate her und es gibt gute, normale und schlechte Tage. Ich hab ein Foto von meiner Maus Veer. Und ich mach damit manchmal einen Test. Wenn ich es anschaue und es tut nicht mehr so sehr weh, weiß ich das es langsam besser wird, aber das kann an einen anderen Tag schon wieder ganz anders aussehen.
    Ich hab mir auch verdammt doofe Sprüche anhören müssen, aber ich denke das hat wohl jede Frau die schon mal eine FG hatte.
    Was deine Familie betrifft, hmmm mach nur das was dir gut tut. Du bist niemanden Rechenschaft schuldig. Und du hast jedes Recht zu trauern, denn du hast deine Kinder gehen lassen müssen.
    Ich hab bei mir zu hause eine Ecke wo viele Engel stehen und es kommen jeden Monat welche dazu. Es gibt eine Art Babybücher, die man gestalten kann.
    LG,
    Bonnie

    Zitieren

  4. Hallo Dingus!
    Lass dir die Erinnerung an deine Kinder nicht nehmen. Und du wirst nicht verrückt. Auch heute nach 10 Monaten sitze ich da und weine weil mir danach ist.
    Als der ET von unserem Sohn (18.Juni) näher kam, konnte ich keine Schwangere ertragen. Ich hab ständig verglichen und bin nur beim Anblick in Tränen ausgebrochen.
    Aber mittlerweile ist es anders. Ich freue mich über jede Schwangerschaft die glücklich endet. Wer weiß denn schon was die Schwangere uns gegenüber schon alles durch gemacht hat.
    Und wir wissen wie schnell das Glück sich wenden kann. Ein gesundes Kind ist ein Geschenk des Himmels. Denn die Wahrscheinlichkeit einer funktionierenden Schwangerschaft liegt ja nur bei 20%.
    Wir versuchen wieder Schwanger zu werden, nur leider nicht mit sehr viel Erfolg (das letzte mal durch Mitochondrien-Spende im Ausland). Aber ich geb die Hoffnung nicht auf.
    Ich umarm dich ganz lieb

    LG,
    Faezezzy

    Zitieren

  5. Liebe Dingus!
    Ich find das richtig mit der Adoption. Man kann ja auch an vielen Baustellen parallel arbeiten... dadurch dass die ganzen Prozesse immer so enorm langwierig sind, sollte man durchaus nach Alternativen suchen. Und wer weiß, dann habt ihr erstmal ein Kind "sicher" (klingt blöd, aber ich denke, du weißt wie ich das meine) und könnt entspannt das nächste angehen, falls ihr dann noch wollt.
    Ich find Adoption ist eine tolle Sache und bei mir wär das später definitiv auch eine Alternative. Obwohl ich das sowieso gerne gemacht hätte, auch wenn bei mir alles problemlos geklappt hätte, fände ich eine Adoption toll.
    Was kam denn bei eurem Gespräch raus?

    Ich hatte erst eine FG mit AS im März, 11. SSW. Seit dem klappt aber irgendwie nix mehr so richtig, da das SG meines Freundes ziemlich mies ist. Naja. Grad sind wir an den IUIs und wenn das nix bringt, ist eh erstmal Pause angesagt. Wir sind nicht verheiratet und die volle ICSI zu bezahlen, fällt erstmal aus... da müssen wir einfach noch warten...nicht schön, aber nicht zu ändern.

    Alles Gute dir!
    Jikia

    Zitieren

  6. Hallo Dingus,

    ja, wie geht es einem Monate nach der Fehlgeburt/ den Fehlgeburten? Hmmm, jeder Tag ist anders aber Wut und Ärger über alle die, die SCHEINBAR einfach so Kinder bekommen, solche Tage gehören dazu. Das ist einfach nur menschlich aber um Gottes Willen, sowas darf man dem Anstand nach nicht laut sagen....
    Vom Kopf her weiß man ja auch, dass "die Anderen" ganz und gar nichts für unser Leid können aber wie du auch sagst es tut so unendlich weh manchmal und dann soll man sich auch noch zusammenreissen und alles objektiv betrachten und nicht mal sauer werden?!?!

    Ich finde du gehst den richtigen Weg, Psychotherapie, eine Adoption erwägen. Genau tu was für Dich und mache was dir gut tut. Letztendlich ist es egal was alle anderen sagen, klar schlagen manche Kommentare tief ein, aber es gibt bestimmt auch hilfreiches, konzentriere dich mehr darauf.
    Wichtig ist, dass du und dein Partner zusammenhaltet.

    Jeder Tag ist anders und sowohl positive wie auch negative Emotionen sind normal.

    Halt die Ohren steif!
    Comptone

    Zitieren

  7. Liebe Dingus,

    wir haben unser 1.Sternchen zeitgleich verloren. Am 11.12.19 wird ein Jahr sein, als unsere Welt still stand und ich beim Gyn zusammengebrochen bin, nach dem US zeigte, dass unser Umka nicht mehr lebt........Dieser Tag ist immer noch so nah...dennoch aber auch ganz ganz fern. Es ist viel geschehen in diesem Jahr. Wir haben uns wieder gefunden, wir betrauerten unser Umka, pflanzten Gingko-Baum im Garten, ich verordnete mir selbst eine Kunsttherapie, war in Selbsthilfegruppe........Wir wagten sogar 2 weitere Versuche, die negativ endeten. Wir beschlossen beide es zu akzeptieren, dass wir kein Puzzle-Stück für Glücksversuch gefunden haben und dass die moderne Medizin uns nicht helfen kann. Inzwischen machen wir Ado-und Pflegeseminare und es fühlt sich so an, als ob unser Kind auf uns schon wartet, wir müssen diesen Weg "bloß" zu Ende gehen und Zuversicht bewahren..........Ja, es tut weh, wenn viele Menschen um uns herum das Kinderkriegen als Selbstverständlichkeit sehen.......... Aus irgendwelchen Grund muss es wohl so sein, dass wir unsere Aminosäuren nicht weiter geben dürfen. Wer weiß, wozu es alles gut ist?

    Ich weiß nur, dass ohne diese traumatische Erfahrung mit Umka, wäre ich und mein Mann nicht das geworden, was wir jetzt sind. Und dafür bin ich doch dankbar.

    Lass Dich drücken! Viel Kraft wünsche ich Dir,
    Darkstone

    Zitieren