Hilfe, ich bin die Niete in unserem Bett

  1. Hallo zusammen,

    ich habe seit über einem Jahr einen ganz wundervollen Partner und auch trotz getrennter Wohnungen praktisch täglich ebenso wundervollen Sex. Bis dahin wäre mir im Leben nicht in den Sinn gekommen, dass ich jemals so oft wollen können würde.

    Dazu muss ich sagen, dass ich in früher Jugend ein sehr einschneidendes negatives Erlebnis in dieser Hinsicht hatte und infolgedessen für mich praktisch keine "Findungsphase" zur üblichen "Ausprobierzeit" stattgefunden hat. Bis jetzt war ich der Meinung mich in der Vergangenheit ausreichend damit auseinandergesetzt und die Problematik überwunden zu haben, aber jetzt finden sich quasi Rückstände in Form von "Unwissenheit" und "Peinlichkeit".

    D.h. wir schlafen zwar sehr oft und gern miteinander, für mich bleibt nichts offen ABER ich bin vollkommen passiv :(
    Vor gut einem halben Jahr hatte sich der Arme dann also dazu durchgerungen mal ganz vorsichtig anzusprechen, dass er sich wünsche, dass ich ihn auch mal anfasste. Nicht irgendwo im speziellen, mehr so generell, weil das würde ich so gar nicht tun. Da hatte er auch ziemlich recht. So im Allgemeinen konnte ich das recht gut anpassen, im Schlafzimmer fällt es mir jedoch schwerer, sodass mir dann häufig erschrocken einfällt "ich muss noch was anfassen". Klingt total bescheuert, ist es auch :mad: Das einzige was ich aktiv auf die Reihe kriege ist zu fragen, ob wir nicht schon ins Bett gehen wollen.

    Eigentlich möchte ich auch mal gern so nette Dinge mit ihm anstellen, wie er das mit mir macht und ihn einfach rein genießen lassen oder auch mal beim Genießen zusehen. Zumal wir beide so scharf aufeinander sind, dass es völlig ausreicht, bloß zwei Minuten zu knutschen, dass beide umgehend bereit wären.

    Nun habe ich die dreißig Lenze schon hinter mir, einen Sohn dazu und er hatte logischerweise vor mir auch schon andere Partner. Ich habe überhaupt keine Ahnung wie ich das aktiv werden "anpacken" soll. Im wahrsten Sinne des Wortes :rolleyes: Ich habe ja nie aktiv irgendetwas an relevanten Stellen unternommen und möchte nicht, dass es irgendwie einfach nur peinlich wird. Wenn ich dann aber mit dem "Vorhaben" an die Sache rangehe, bin ich direkt so unentspannt, dass es schon gleich gar nichts wird und mit ein zwei Bierchen zur Senkung der Hemmschwelle habe ich es auch schon versucht.

    Wie zum Teufel wird man diese Unentspanntheit los? :confused: Ich bin für jeden Tipp dankbar. Ich würde mir nämlich gern auch nächstes und übernächstes Jahr noch Nachts den Schlaf mit der tatsächlich schönsten Nebensache der Welt rauben lassen am allerliebsten natürlich vom selben Mann :D

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  2. Hallo Ratsuchende

    Das schlimmste was Du tun kannst ist Dich unter Druck zu setzen, dann geht gar nichts. Ich hoffe Ihr seid noch zusammen und ich habe den Eintrag nicht zu spät entdeckt! Wenn ich das richtig verstanden habe sind Berührungen mit Kleider kein Problem und Dein Partner wünsch sich Deine Berührungen und sollte demnach ein gewisses Verständnis für den Weg dahin aufbringen können.
    Ich würde das Ziel Sex zu haben für einmal vernachlässigen. Schaffe eine romantische Atmosphäre so dass Du Dich wohl fühlst. Es muss auch nicht das Schlafzimmer sein vielleicht das Sofa sogar besser, um von den Sexgedanken abzukommen? Denn es geht ja darum, dass Du Dich daran gewöhnen kannst ihn zu berühren.
    Er soll sich nun bis auf Shirt und Unterhose ausziehen, somit bist Du nicht der kompletten Nacktheit ausgeliefert. Versuche ihn zu berühren und zu streicheln. Du hast die Wahl zwischen Stoff und Haut. Entdecke seinen Körper und lass Dich von etwaigen Erhöhungen nicht verunsichern. Lass Dir Zeit, es geht um Dich, dass Du lernst ihn zu berühren. Je nach Fortschritt könnt Ihr ja auch die Kleider weglassen ;-)

    Ich wünsche Dir viel Erfolg

    Paarzeit

    PS: Ihn zu befriedigen bzw. "es ihm zu besorgen" ist eine andere Sache! Aber vielleicht lese ich ja diesbezüglich auch von Dir.

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