Facebook Pixel

Der Ehemann, der seine Frau nicht liebt

  1. hi liebe forum user

    ich habe einige wichtige fragen an euch, doch zuerst möchte ich meine situation an euch schildern: Ich bin vater von 2 kindern (5 und 7) und ehemann. Seit längerer zeit verspüre ich keine liebe mehr für meine frau, weswegen ich mich total scheisse fühle. ich habe sie nie betrogen, doch merke ich, dass ich mich nicht mehr wohl fühle mit ihr zusammen zu sein. der alltag ist eingekehrt, es ist keine liebe mehr da. ihr müsst mir nicht kommen mit paartherapie oder sonstigen kram, dazu habe ich längst die motivation verloren und ich möchte das auch nicht mehr. es gibt keine hoffnung mehr. ich habe diesen tag lange gefürchtet wo das passiert, und es tut mir so extrem leid wegen den kindern. ich liebe sie überalles und deswegen entscheide ich mich, mich trotzdem nicht scheiden zu lassen. für das wohl der kinder möchte ich ein vorbildliches, liebendes elternpaar abgeben. es wird schon irgendwie gehen, meine frau weiss nichts davon. die kinder haben es verdient, glückliche eltern zu haben, darum werde ich weiterhin den liebenden papi spielen, obwohl ich weiss, dass es für mich schwer wird. wenn sie erwachsen sind, werde ich mich trennen.

    meine frage an euch: denkt ihr, dass das langfristig gut geht? sollte ich es meiner frau sagen? was denkt ihr so darüber?
    gruess lorenzo

    Zitieren

  2. Hallo Lorenzo

    Was für eine schwierige Situation, die du dir da aufbringst. Für mich wäre der Fall definitiv klar: Ich würde getrennte Wege gehen. Und wieso? Weil du sonst nicht du selbst sein kannst. Jetzt mal ehrlich, du bist dir selbst gegenüber nicht fair und dazu noch auch nicht gegenüber deiner Frau und deinen Kindern. Ich mag verstehen, dass das Idealbild einer glücklichen Familie wichtig für dich ist, aber warum dieser Masochismus? Warum sollten deine Kinder mit einer Lüge aufwachsen? Besser du sagst ihnen die Wahrheit. Sie werden es schon verstehen. Sie müssen. Die Folgen dieser Lüge würde verheerend enden. Ich kann fast nicht glauben, dass es einen Mann gibt wie dich, der sich so aufopfert. Der Schuss geht aber defninitv nach hinten los!
    Ich wünsch dir trotzdem nur alles Gute und viel Kraft!

    Frederica

    editiert am 09.07.14 um 14:02

    Zitieren

  3. Da schlag ich in die gleiche Kerbe wie Frederica. Du schreibst ja selber "die Kinder haben es verdient, glückliche Eltern zu haben". Doch damit widersprichst du dir ja selber, denn du bist nicht glücklich mit der aktuellen Situation.
    Ausserdem gaukelst du den Kindern ein Ideal vor, dem sie vielleicht später auch einmal unglücklich hinterherrennen.

    Alles Gute!

    Zitieren

  4. Hallo Lorenzo

    Ich stehe in der gleichen Situation wie du.
    Und auch ich bleibe in der Familie. Dass mein Mann nichts weiss davon, kann ich nicht behaupten. Denn er sieht ja, wie ich ihm begegne, ohne dass ich Worte darüber verliere.
    Liebe ist ja nicht einfach ein Gefühl, sondern äussert sich in Taten und Worten.
    Es gab einmal eine Zeit, wo ich meinen Mann liebte und mit ihm durch dick und dünn gehen wollte.
    Und jetzt ist es dünn, sehr dünn und ich bin oft verzweifelt. Aber deshalb werde ich nicht gleich das Handtuch werfen.
    Ich harre aus und schöpfe neue Hoffnung.
    Ich kann mir selbst treu bleiben auch wenn ich in dieser Ehe nicht die Erfüllung meiner Träume finde. Diesen Anspruch habe ich ja bei meinem Job auch nicht, dass alles immer super toll ist.
    Und ich weiss, dass meine Gefühle auch meinem Willen und meinen Entscheidungen folgen können. Die Gefühle sind nicht immer der Kompass, nach dem ich mich zu richten habe.
    Und wer weiss, vielleicht stellt sich die Liebe wieder ein?
    Bis dahin, merke ich, wie sich mein Charakter dadurch bildet, nicht aufzugeben. Und entdecke bei mir durchaus Potential, meine Ehe erträglicher zu gestalten.
    Ich wûnsche dir und mir einen langen Atem!

    editiert am 10.07.14 um 22:10

    Zitieren

  5. Hallo Lorenzo,

    Auch ich war in der gleichen Situation wie du. Es ist erst einige Monate her. Auch ich war der Meinung meine Frau nicht mehr zu lieben. Auch ich wollte nichts von Therapie hören und nur noch ausbrechen. Und so habe ich es getan. Wir haben uns getrennt. Es war der grösste Fehler meines Lebens. Es vergeht heute kein Tag, an dem ich meine Entscheidung nicht bereue. Ich würde alles dafür tun meine Familie wieder zurück zu bekommen. Mein Rat an dich ist deshalb, dass du es dir sehr genau überlegen sollst. Wenn du den Schritt erst einmal gemacht hast kannst du ihn leider nicht mehr korrigieren.

    Liebe Grüsse

    Martin

    Zitieren

  6. Danke für die vielen antworten!
    hach, ich bin hin und hergezogen von dieser ganzen entscheidung. ich habe angst, dass ich bei beidseitigen entscheidungen etwas bereue. wie kann ich aber hoffen, dass es besser wird? das ist ja alles in den sternen geschrieben. sollten menschen sich auf ihre gefühle verlassen oder hartnäckig darauf hoffen, dass es wieder besser läuft? es sind bereits einige monate, seitdem ich die liebe zu meiner frau verlor (oder zumindest glaube, sie nicht mehr zu lieben). ich werde auf jeden fall noch ein bisschen abwarten.
    danke nochmals für euren rat!

    Lorenzo

    Zitieren

  7. Du, ich bin mir sicher, dass deine Frau auch nicht glücklich ist. Wahrscheinlich hat sie sich genauso entschieden wie du, einfach nur alles vorzuspielen.

    Meistens ist es nämlich so, dass wenn einer gehen will, der andere es eigentlich auch will. Egal was du vorspielst, es wird nicht autenthisch sein, und das hat sie doch schon längst gespürt.

    Frag sie doch einfach mal, ob sie mit dir glücklich ist. Ihr müsst Wahrheit sprechen. Und falls ihr beide wirklich noch zusammen bleiben wollt, wäre eine Paartherapie nicht verkehrt.

    Zitieren

  8. Woran liegt es denn, dass deine Gefühle nicht mehr stimmig sind? Was hat sich verändert und was möchtest du in eurer Beziehung haben? Das solltest du dich vielleicht hinterfragen und mit ihr dann Klartext reden!

    Zitieren

    Genie ist zu 10% Inspiration und zu 90% Transpiration

  9. Hallo Lorenzo

    Du fragst: "denkt ihr, dass das langfristig gut geht?" und ich meine, damit gibst du dir die Antwort doch irgendwie selber, oder?
    Und meine Frage dazu: willst du deinen Kindern vorleben, dass Paarbeziehung heisst "Wir tun so, als ob wir uns lieben würden"???
    Ich stelle mir vor, dass du ihnen einmal etwas anderes wünschst. Die spüren mehr, als sie zeigen.

    Was ist der Vorwurf gegenüber deiner Frau, dass du sie nicht mehr lieben willst, dass du nicht mehr daran glaubst, mit ihr eine ehrlich gute Beziehung führen zu können? Was würdest du dir von ihr wünschen? Und was sie sich von dir? Habt ihr euch voreinander zurückgezogen, weil ihr über etwas resigniert habt?

    Antworten auf solche oder ähnliche Fragen haben Potenzial, euch etwas über euch selber zu verraten. Da ist Möglichkeit für Weiterentwicklung! Und das lohnt sich total. Ob ihr dann schlussendlich zusammenbleibt oder nicht.

    Zitieren

  10. Hi

    Man muss einander nicht lieben und sich zu verstehen und sich zu ergänzen. Gibt man einander, was man haben möchte, kann es dennoch sehr schön sein.

    Du solltest deiner Frau die Situation schildern und sagen, dass du für die Kinder bei ihr bleibst oder gehst, wenn sie es will.

    Auch solltet ihr die Frage von Treue klären.


    Es ist nur die Sache, wie man damit umgeht.

    Zitieren

    Vom bösen Buben zum bösen Buben Hüter und dann bald zum Bubenhüter des Buben-Buben.