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Einseitliche Trennung mit Haus

  1. Die Situation:

    Meine Mutter möchte sich seit Jahren trennen, mein Vater nicht. Sie leben seit ca. 4 Jahren im Haus alleine mit Hund und Katzen. Ich konnte endlich entkommen, wohne nun in DE, über 900km entfernt...
    Bis Anfang 2019 hiess es noch, mein Vater wäre bereit, das Haus endlich zu verkaufen (50% jeder Gatte). Jedoch hat er die Vorstellung, dass er das Haus zu einem Preis verkaufen kann, der utopisch (und gleichwertig zum damaligen Kaufpreis) ist. Keiner hat seit gut 15 Jahren was am Haus repariert oder rennoviert. Rein reden lässt er sich da nicht. 
    Seit 2019 meint er jedoch, er würde nicht verkaufen wollen, er bräuchte in der Rente ja was zum "Chnuschtlä"...

    Zudem wird meiner Mutter wohl der Kopf gewaschen. Ja, das ist eine Anschuldigung; jedoch habe ich selbst ja lange Zeit in diesem Haus gewohnt... Ich kenne die Methodik.
    Sie spricht seit einiger Zeit davon, dass sie ihn nicht via psychiatrischem Gutachten "anschuldigen" möchte. Sie wäre ja diejenige, die alles kaputt macht, und sie sei ja die Hexe und die Böse, uns Kinder damals schon gegen ihn aufgehetzt hätte, etc. Sie wolle nicht seinen Ruf oder sein Image schädigen mit so etwas.
    Jedoch ekelt sie sich vor ihm, erträgt seine Schauspielerei vor der Öffentlichkeit kaum noch (ja, er tut vor allen anderen immer noch so, als sei alles bestens...).
    Er lässt ihr keine Luft zum Atmen, hört jedes Telefongespräch mit, redet dazwischen, macht Kontrollanrufe, wenn sie wo hin geht. Wenn sie mal ein wenig zu spät ist, macht er Terror, wo sie bliebe.
    Ihre Wünsche auf Ruhe und Absonderung von ihm hört er nicht. "Wechseljahre, ein wenig verwirrt" nannte er es in einem Gespräch mit mir. Sie kann mich nicht mehr besuchen kommen, da er immer mit möchte, und wenn er mit möchte meint er: er will bewirtet werden, bei mir in der Wohnung schlafen und der Hund muss ja auch mit, weil der nicht alleine sein kann. Für meine Mutter eine Tortur, für mich nicht machbar (und ich will ihn nicht mehr in meine Wohnung lassen).

    Meine Mutter möchte einfach nur in eine Wohnung ziehen, getrennt von meinem Vater, egal ob geschieden oder nicht. Ihre Ruhe will sie haben.
    Sie ist momentan der grössere Verdiener von beiden, und ist der Meinung, sie könne nicht weg, da sie 1. jetzt das Haus bezahlen muss, aus dem sie nicht raus komme und 2. niemand ihr eine Wohnung geben wird, in der man 1 Hund und 2 Katzen halten darf. Hinweis: Hund ist 16 Jahre und macht nur noch den Lebensabend, beide Katzen über 15 Jahre und schlafen sowieso nur noch auf dem Balkon bis die Sonne untergeht (oder dann die ganze Nacht über).

    Da ich so weit weg wohne, kann ich ihr nicht helfen, indem ich ihr uns beiden eine Wohnung suche... Sie nimmt in dieser Hinsicht (Geld/Wohnung/Beratung) keinerlei Hilfe an. Hilfe = Schwäche und der Mann kommt sowieso dahinter...

    Wer also kann mir helfen, ihr zu helfen? Rat und Beistand, Informationen und Anlaufstellen, alles kann mir an diesem Punkt helfen. Gesetze, Formulare, es ist egal. Hauptsache, sie kommt endlich weg und darf ihr Leben endlich wieder leben und nicht in ihrer Blase im Kopf wohnen, die sie sich mit diesem kranken Schwachsinn aufgestellt hat....

    Vielen vielen Dank an alle, die helfen möchten.
    Die Tochter

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  2. Ich würde als Tochter die Mutter an die Eheschutzstelle begleiten, damit eine gerichtliche Trennung zustande kommt und die Finanzen geklärt werden können. Wie Sie die Verhältnisse schildern, hat Ihre Mutter vor der seelischen Grausamkeit Ihres Vaters kapituliert, daher benötigt sie dringend Ihre Hilfe und diejenige von Fachpersonen. Wenn Ihre Mutter Hilfestellungen nicht annehmen kann oder will, müssen Sie diese Entscheidung akzeptieren und sich aus der Problematik raushalten, auch wenn es Ihnen schwerfällt. Ich wünsche Ihnen viel Kraft!
    Boé Nagel

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