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Gehören Arztkosten zum Existenzminimum

  1. Hallo... Mich würde einmal interessieren, wie andere damit umgehen oder wie man das regeln kann.
    Ich lebe Aufgrund meiner Unterhaltsverpflichtung für meinen Sohn ( für den ich sonst wirklich alles tun würde) trotz mittlerem Einkommen ca. 100 CHF unter dem Existenzminimum. Wegen meines Berufes habe ich auch gewisse Arbeitskosten und Mehrauslagen, die ich nun mal nicht unterschlagen kann... Aber bei dieser Rechnung sind noch keine Arztkosten oder Zahnarzt mit eingerechnet. Und ich kann mir daher seit Jahren keinen Zahnarzt leisten... Mein Anwalt sagte: Theoretisch könnte man den Unterhalt neu berechnen, aber er würde abraten, weil die Richter einen grossen Entscheidungsspielraum haben und das auch nach hinten losgehen könnte. Die Alimente-Inkasso Stelle sagt. " uns egal, du musst einfach zahlen". Beim Bürgeramt verweist man mich  auf Stellen wie die "Winterhilfe"...So wie ich das momentan sehe, steht zwar im Gesetz das notwendige  Zahnarztkosten dir eigentlich zustehen, aber jede öffentliche Stelle / Amt beugt und biegt sich das so hin, dafür nicht Verantwortung übernehmen zu müssen... Wie kann man das also regeln?

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  2. Die Höhe der Kinderalimente sind im Scheidungsurteil enthalten (welches einen Rechtstitel darstellt) und dürfen nicht selbständig abgeändert werden. Ein Antrag auf Abänderung  muss deshalb bei Gericht (dort wo das Scheidungsurteil gesprochen wurde) eingereicht werden).  Als Beilage zum Antrag müssen Sie eine schriftliche Begründung verfassen und diese auch belegen.
    Hilfreich für Sie dürften deshalb die Budgetformulare (www.budgetberatung.ch) sein. Aus Ihrem Budget können Sie auch lesen, wieviel Geld Ihnen bleibt, um allfällige Zahnarztkosten zu bezahlen um mit dem Zahnarzt einen Abzahlungsvertrag zu machen. Im Gegensatz zu den Arztkosten (Franchise und Selbstbehalt) sind die Zahnarztkosten nicht wiederkehrend.
    Ich wünsche Ihnen eine gute Lösung und alles Gute!
    Boé Nagel

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