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(Kindes-)Unterhalt !!Hilfe!!

  1. Hallo.
    Ich bin 26 Jahre alt, studiere noch und werde voraussichtlich im Februar 2014 fertig sein. Wegen eines Unterbruchs, arbeitete ich 2 Jahre als Lehrerin und konnte das letzte Jahr mein Studium und den Lebensunterhalt selber finanzieren. Jetzt habe ich alle meine Ressourcen aufgebraucht und bin auf meine Eltern angewiesen. Mein Vater sollte eigentlich kürzer treten, da er Herzprobleme hat... Nun hat er wieder begonnen 100% zu arbeiten, damit er mir pro Monat 600.- zahlen kann. Das ist gesetzlich ja eigentlich rechtens, aber da gibt es noch meine Mutter.
    Meine Eltern haben sich schon lange scheiden lassen. Meine Mutter zahlt mir die Krankenkasse und die Semestergebühren. Zu Zeit kann ich bei meinem Freund gratis wohnen und muss kaum was für den Haushalt und Nahrung zahlen...

    Was müsste meine Mutter mir eigentlich an Unterhalt geben? ..ich bin ziemlich verzweifelt, da ich kein Geld habe und die Sorge um meinen Vater frisst mich psychisch auf. Mit meiner Mutter kann ich nicht sprechen, sie findet es unfair, dass sie mir Geld geben muss. Ich konnte sie wenigstens von der Krankenkasse überzeugen...

    Anbei ist noch zu erwähnen, dass alles, was sie mir an Geld gegeben hat (seit ich 12 Jahre alt war) alles aufgeschrieben hat und ich ihr dies, wenn ich mein Studium fertig habe und arbeite, alles zurückzahlen muss.

    Ich hoffe jemand kann mir da einen Tipp geben, was rechtlich auch richtig wäre.
    Jade

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  2. Hallo,
    also gesetzlich gesehen, du bist 26, denke du hast schon deine "Erstausbildung" hinter dir, z.B. wenn du schon Bachelor gemacht hast, oder dein Berfuswunsch schon Lehrerin war, dann ist damit deine Erstausbildung abgeschlossen und deine Eltern müssen dir nichts zahlen.

    Moralisch gesehen hingegen ist das schon ein bisschen hart, dazu möchte ich meine Meinung kundtun:
    Such dir nen Nebenjob, sorry aber jeder weiss als Student hat man genug Freizeit, wenn du, sagen wir Samstags arbeitest, kannst du locker mindestens 700 Franken verdienen, als Kellnerin oder Kassiererin. Könntest aber als Lehrerin auch sehr gut Nachhilfestunden geben und dafür 30 und mehr Stundenlohn verdienen. Könntest nebst dem Samstag auch noch 1-2 Nachmittage anhängen une somit 1500+ Franken pro Monat verdienen, da du eh beim Freund wohnst, kommst du damit sehr gut über die Runden.
    Wenn du nicht bereit bist 1 Tag in der Woche arbeiten zu gehen, ja ich weiss Studium kann auch hart sein, dann frage ich mich ob du dir soo grosse Sorgen um deinen Vater machst.
    Und naja, einerseits kann man deine Mutter bisschen verstehen, du bist 26, die hat schon paar Jahre aufe Buckel, warum sollte sie dich noch durchfüttern? Andererseits es gibt Eltern die Arbeiten sich zu Tode um ihren Kindern die beste Ausbildung zu ermöglichen, dann gehört deine Mutter wohl nicht dazu. Vielleicht hat sie aber auch Recht, vllt bist du Faul oder was auch immer aber man weiss ja nichts genaueres.
    Trotzdem kann ich dir sagen, verdammt Mädchen zeig ein bisschen Stolz und scheiss auf das Geld deiner Mutter, als 26jährige bei ihr zu betteln und hier rumzuweinen dass sie dir nebst Krankenkasse und Semestergebühren, was meiner Meinung sehr viel ist, nichts zahlt, zeigt irgendwie dass du kein Stolz hast.

    Also, jeden Samstag arbeiten, Vater soll dir nur 300 Franken geben, mit 1000 Franken kannst du ein normales Studium führen.

    Als Tipp, wenn du deine Ehre noch retten willst, dann arbeite 1.5 Tage pro woche und schmeiss das nächste Monatsgeld deiner Mutter in die Tonne oder ihr vor die Füsse, oder dich bei ihr entschuldigen und sagen dass du kein Geld von ihr mehr nötig hast wenn du vllt merkst dass die ganze Situation deine Schuld war.
    Solltest aber schnell machen, dir bleibt nur 1 Jahr um etwas zu verändern! Sonst ists zu spät.
    Auf jeden fall, wenn du fett Geld verdienst, solltest du gucken dass dein Vater nicht mehr viel Arbeiten geht und auch früher in Rente.

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  3. ich find es von deiner mutter nicht gerecht, dass sie dir seit deinem 12. lebensjahr anrechnet, was sie für dich ausgibt. schliesslich war es ja ihre entscheidung dich zu kriegen und dazu gehört auch die versorgung bis zum 18. maximal 21. lebensjahr! meine eltern haben während meines studiums die krankenkassenbeiträge und studiengebühren übernommen. ich hätte es mir aber auch selbst leisten können, aber sie wollten mich unterstützen, weil sie meine eltern sind. ich bin ihnen dafür sehr dankbar, aber ab einem gewissen alter sollte man anfangen auf eigenen beinen zu stehen. und ab einem gewissen alter müssen deinen eltern dir auch nichts mehr zahlen. wenn sie es tun dann nur weil sie es wollen und nicht weil sie verpflichtet sind. da hat Marx schon recht: wo ist dein stolz? also, wenn du arbeiten kannst, solltest du es tun, allein schon um deinen vater zu entlasten.

    was besseres kann ich dir leider auch nicht raten.

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  4. Hm, soweit ich weiß, hast du Unterhaltsanspruch bis du deine erste Ausbildung beendet hast. Danach weiß ich nicht sicher. Vielleicht bekommst du anderweitig vom Statt Unterstützung? Hast du da mal angefragt?
    Ich kann dir die Seite www.meinunterhalt.org empfehlen. Da kannst du einen "Schnellcheck" machen und einen Fragebogen ausfüllen. Der sagt dir dann deine Ansprüche. Wenn das nicht klappt, könntest du deine Frage auch kostenlos an einen Rechtsanwalt weiterleiten lassen.

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