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Schwanger vom Freund und bald geschieden

  1. Hallo zusammen, ich stehe gerade vor einem Problem und weiß nicht weiter. Bin bald im Dezember von meinem Exmann geschieden, habe ein Kind und mein Ex muss meinem Kind Unterhalt zahlen und mir nur bis zu einem Jahr. Danach müsste ich selber aufkommen, d.h. verständlicherweise arbeiten. Nun bin ich von meinem Freund schwanger, der auch die Vaterschaft anerkennt und die Geburt findet auch Gott sei dank nach der Scheidung statt. Nun mache ich mir Sorgen bezüglich meines Unterhaltes, ab dem einem Jahr, weil ich ja arbeiten müsste. Mein Freund möchte auch nicht mit uns zusammenziehen, was wiederum für mich heißt, dass ich dann Mama alleinerziehend von 2 Kindern bin. Ich würde also Unterhalt fürs Baby von meinem Freund bekommen, aber wie sieht es in einem Jahr mit meinem Unterhalt aus? Weiß nicht, wie ich über die Runden kommen soll, wenn ich grad Mutter eines 9 Monate alten Säuglings werde :( Nur vom Unterhalt der Kinder kann man doch niemals leben. Wie soll man berufstätig werden bei 2 kleinen Kindern? Was für Rechte würden mir zustehen?

    Ich danke für schnelle Antworten, weil mich das grad in der Schwangerschaft völlig zermürbt.

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  2. Guten Tag Blue77

    Wie haben Ihre Frage an unsere Expertin Boé Nagel weitergeleitet und folgende Antwort erhalten:

    Suchen Sie Ihre Sozialberatungsstelle auf! Diese wird mit Ihnen abklären und budgetieren. Falls Sie im Kt. Zürich wohnen, können Sie auch Antrag auf Kleinkinderbeiträge stellen. Gehen Sie noch vor der Geburt Ihres zweiten Kindes zu Beratung, eventuell sogar noch vor der Scheidung, damit Sie zu einer guten Regelung kommen und sich auf Ihr zweites Kind freuen dürfen.
    Alles Gute!
    Boé Nagel

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  3. Ich verstehe nicht, warum man als alleinerziehende von 2 Kleinkindern nicht arbeitstätig sein kann? Wie schaffen dies denn etliche Andere AE Mütter?? 

    Die meisten Krippen nehmen Babies ab 4 Monaten. Und die meisten offerieren auch subventionen! Es sollte also wirklich möglich sein, einen Teilzeitjob anzunehmen.
    Ich habe selber auch zwei Kleinkinder, KV zahlt keinen! Rappen Unterhalt. Ich arbeite 80%.

    Klar bedeutet das Stress, organisieren, etc. Was wäre die Alternative? Auf Kosten der Steuerzahler zu Leben? Was können die dafür, dass ich mich für Kinder entschieden habe? 


    Ich würde mich an Ihrer Stelle um Teilzeitarbeit und Krippenplatz bemühen. Mindestens drum bemühen und nicht erwarten das die eigene Situation nun von der Gesellschaft ausgebadet werden soll.

    Liebe Grüsse und alles Gute! 

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  4. Liebe Lila2014,

    hier spricht niemand davon, dass ich mich vor Arbeit drücke! Und vor allem nicht auf Kosten der Steuerzahler mir es bequem machen werde!!! Habe immer gearbeitet, darin liegt meine Fragestellung nicht. Ich habe mich auch schon erkundigt und mich für einen Krippenplatz beworben. Nur leider finde ich es nicht normal, dass man seinen Neugeborenen oder Säugling schon so früh in fremde Hände abgeben muss. Weder Stillzeit berücksichtigt wird, noch die wichtige Bindung zu seinen Kindern. Wie traurig ist es denn bitte, wenn man 80% in meinem Fall 100% arbeiten muss, um als alleinerziehende über die Runden zu kommen und das zu Lasten der Kinder, die die Mama nur noch abends zu sehen bekommen. Die Frage oben habe ich gestellt, weil ich die Kids sehe in meinem Umkreis und diese unglücklich sind darüber, dass Mama oder Papa keine Zeit für sie haben. In anderen Ländern gibt es Mutterschutz bis zu 2 Jahren, warum nicht hier in der Schweiz? Warum werden (nicht die ELtern) die KInder nicht berücksichtigt? Ich denke, früher oder später wird es auch in Punkto Alleinerziehung drastische Veränderungen geben. Das hoffe ich für alle alleinerziehende Mamas und Papas. Sonst werden sicher viele, grad vor allem diese Kinder, in Zukunft keine Kinder mehr auf die Welt bringen!

    In dem Sinne, erstmal bitte vorurteilslos sich äußern, bevor man mit Steinen wirft, nur weil man selber in der selben Situation völlig unglücklich darüber ist.


    Ich wünsche Ihnen auch alles Gute!

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  5. Liebe Blue77

    Da sind wir total einer Meinung. In der Schweiz gibt es eine rückständige Familienpolitik, ein Mutterschaftsurlaub von gerade mal 14 Wochen ist verglichen mit dem Rest Europas ein Witz.

    Auch wird es hierzulande Alleinerziehenden Müttern alles Andere wie einfach gemacht. Zum Beispiel verliert eine Mutter die Subventionen bei der Krippe wenn Sie mit einem neuen Partner in ein Konkubinat zieht. Dies ist zwar nicht in allen, aber in vielen Kantonen der Fall.
    Somit wird  einer alleinerziehenden Mutter welche sich mit dem Zusammenziehens des neuens Partners vielleicht eine Möglichkeit bekommt durch das zusammeleben besser budgetieren zu können, noch ein Strich durch die Rechnung gemacht und es verunmöglicht ein weiteres Leben nach der Trennung aufbauen zu können. Man wird praktisch noch bestraft.

    Ich wollte in keiner Art und Weise sagen,  dass Sie Vollzeit oder 80% arbeiten sollen. Sie erhalten ja Alimente für zwei Kinder. Somit könnte eine Teilzeitarbeit von 40-50% drinliegen um nicht vom Sozialamt abhänging zu sein. Denn auch das ist kein schönes Leben. Ausserdem müssten Sie sich auch informieren, wie das wäre falls Sie keine CH Bürgerin sind. Meines Wissens wird  bei Sozialhilfe bei Ausländern mit Ausweis B dieser nicht verlängert (oder mit Problemen?), aber da müssten Sie direkt beim Amt nachfragen.

    Meine persönliche Situation ist anderst da der KV nicht einmal die Alimente für die Kinder bezahlt. Somit bin ich gezwungen 80% arbeiten zu gehen, nicht für ein Luxusleben, nein, einfach nur um die Grundbedürfnisse bezahlen zu können. Natürlich bin ich frustriert und traurig darüber, genau wegen den Ihren genannten Punkten. Und Abends ist es ja auch nicht so das ich mich immer ganz den Kindern widmen kann, nein, die Hausarbeit muss ja auch noch gemacht werden. Das was mich weitermachen lässt, ist das ich hoffe für meine Kinder ein Vorbild sein zu können.

    Es tut mir leid wenn meine erste Antwort etwas harsch rüberkam, das war eigentlich nicht in meinem Sinne.

    Liebe Grüsse
    Lila2014

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  6. Guten Morgen

    Ich höre immer nur die armen Mütter, welche arbeiten müssen. Möchte schnell in Erinnerung rufen, bin ein alleinerziehender Vater mit 2 Jungs, arbeite 100 %, erhalte auch keine Alimente habe einfach das Glück, dass ich an 2 Nachmittagen von zu Hause aus arbeiten kann. Ja es stimmt, es ist ein riesen Pensum zusammen mit dem Haushalt und den Kindern, vorallem wenn dann noch die Termine in KG und Schule später dazu kommen.

    Mein Rat (keine Ahnung was Du arbeitest), such Dir eine Stelle mit der Möglichkeit von zu Hause aus 1 Tag zu arbeiten. So bist Du an der Arbeit und kannst dennoch Zeit mit den Kindern verbringen. Ich arbeite oft bereits um 04.30 h und dann wieder nach 20:15 h bis spät in die Nacht. Aber auch wenn Einschränkungen da sind. Ich finde es top und erbringe den Aufwand gerne für meine Kinder! Kopf hoch, es chunt guet

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  7. Hallo Hopla

    Nein, so hätte es nicht rüberkommen sollen, im Sinn von "Die armen Mütter". Aber es gibt einfach immer noch mehr AE Mütter wie Väter.
    Dann geht es Dir ja genau gleich wie mir und ich glaube wir sind einer Meinung, dass es nicht ganz einfach ist.
    Auch das schlechte Gewissen den Kindern gegenüber. Man hat das Gefühl, man wird Ihnen nicht gerecht.

    Leider fliegen mir Arbeitsstellen nicht grad zu, in meiner Gegend ist es sogar unmöglich eine 60% Stelle zu finden. Ich bin KV - Angstellte.

    Herzliche Grüsse und nur das Beste für Dich.

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