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Trennung - und jetzt das grosse Loch

  1. Mein Mann - wir waren nicht verheiratet - hat sich nach 23 Jahren getrennt. Das war vor fast einem halben Jahr. Ich habe den Eindruck, dass ich im Moment mehr leide darunter als ganz am Anfang, als er ging. 
    Wir haben zwei Söhne im jugendlichen Alter, die sich gleichzeitig auch gerade abnabeln. 
    Besonders schwierig ist die ganze Ferienplanung. Vor einem Jahr sind wir noch als Familie weggefahren. 
    Hinzu kommt, mein Mann hat sich eine meiner Freundinnen ins Bett geholt. Ich komme mir vor wie im schmierigsten Unterschichten-Fernsehen. 
    Wir hatten in den letzten Jahren eine schwierige Zeit, oft unterschiedliche Meinung, was die Erziehung angeht. Ein Jahr vor der Trennung hatte sich mein Mann in eine andere Frau verliebt, dann kehrte er aber wieder zurück. Wir machten eine Therapie. Ich fühlte mich dabei aber nie wirklich ernst genommen. 
    Mein Mann hatte sich stark eingesetzt für die Familie, jetzt, wo die Kinder grösser waren, wollte er v.a. für sich Sachen machen. Ich kam damit nicht zurecht, eben weil wir in einer grossen Krise steckten.
    Nun ist er weg, und wenn mir jemand vor der Trennung gesagt hätte, dass wir mal über Geld streiten würden, hätte ich dieser Person gesagt, mit meinem Mann? Nein, der ist nicht so. Jetzt, wo er merkt, dass eine Trennung auch kostet, zeigt er eine hässliche Seite, will seinen Betreuungseinsatz von früher abgegolten haben, und das ist nicht alles. Wir lebten ein halb-halb-Modell, sind beide berufstätig. Es kostet mich viel Energie, und wenn ich so allein daheim hocke, zweifle ich oft, ob ich da je wieder raus finde aus diesem Loch. 
    Ich bin eigentlich gesellig, sehe jünger aus als meine 50, die ich bin. Aber einfach den Schalter umkippen, so wie mein Mann, und stillos eine Freundin von mir ins Bett holen. 
    Wie schaff ich das alles? 

    editiert am 16.04.18 um 20:08

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