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Unterhalt Privatschule

  1. Guten Tag

    Ich lebe mit meinem Partner in einer Patchwork Familie. Nun ist der älteste Sohn von meinem Partner aus der Schule und sie hat ihn auf eine Privatschule angemeldet zum Überbrückungsjahr nun kostet diese Schule 15000.- jetz verlangt sie von uns die Hälfte. Kann sie das wir wären für eine staatliche Schule sie wollte dies jedoch nicht und hat auch immer behauptet sie würde diese Schule selber finanzieren. Wir zahlen regelmässig Unterhalt für ihn gemäss Vereinbarung.

    Freundliche Grüsse 

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  2. Guten Tag Manu85
    Wir haben Ihre Frage an unsere Expertin Boé Nagel weitergeleitet. Sie hat Ihnen folgendermassen geantwortet:

    Mir scheint es eine Selbstverständlichkeit, dass Ihr Partner als Elternteil des Sohnes, in die kostenaufwändige Frage einer privaten Schulung einbezogen wird. Das 10. Schuljahr in der öffentlichen Schule wäre  ja durchaus möglich. Die Mutter des Sohnes hat keinen Rechtstitel für die hohen Kosten der Privatschule und es liegt dann alleine in ihrer Verantwortlichkeit, solange Sie gemäss Unterhaltsvertrag Alimente bezahlen.
    Mir fehlt das Gespräch zwische den Expartnern, die lebenslang Eltern bleiben, denn es könnte ja sein, dass es Gründe zum Wohl des Sohnes gäbe, die eine spezielle Schulung rechtfertigen würde. Jedoch müsste dies auch kommuniziert werden und der Sohn müsste einbezogen werden.
    Ich wünsche, zum Wohl des Sohnes, eine einvernehmliche Klärung und alles Gute!
    Boé Nagel

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  3. Hallo zusammen
    Ich bin in einer ähnlichen Situation. Auch mit Privatschule (für ein Jahr), jedoch nach Lehrabbruch im 2. Lehrjahr. Da scheint es keine öffentlichen Schulen mehr zu geben, da bleibt nur noch eine Private. Der Vater meiner Tochter ist nicht bereit, nur 5 Rappen an die Schule zu zahlen. Er entzieht sich jedoch auch der Unterstützung seiner Tochter im Bereich des "wie soll es ohne Schule weitergehen?".
    Nun meine Frage: Kann ich die Hälfte des Schulgeldes betreibungsrechtlich einfordern? Oder was habe ich sonst für eine Handhabe?
    Reden können wir überhaupt nicht...

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  4. Guten Tag Franzi
    Unsere Expertin Boé Nagel hat Ihnen wie folgt geantwortet:

    Meine erste Frage ist: warum ist ein Lehrabbruch im 2. Lehrjahr erfolgt? Eine Privatschule ist nicht in allen Fällen eine Lösung und führt zu einem Abschluss einer beurflichen Erstausbildung. Ich als Mutter würde meine Tochter zu einer Berufsberatung motivieren. Eine professionelle Berufsberatung hat Informationen, die möglicherweise der Jugendlichen besser dienen. Die haben auch Informationen über gezielte Möglichkeiten und mögliche Stipendien (wobei der Alimenten bezahlende Vater dann direkt einbezogen wird).
    Ohne einvernehmliche Lösung mit dem Vater Ihrer Tochter, haben Sie keinen Rechtstitel zur betreibungsrechtlichen Einforderung. Holen Sie sich die mögliche Hilfestellung durch eine professionelle Stelle.
    Alles Gute für Ihre Tochter, damit sie eine Erstausbildung absolvieren oder die Lehre zu Ende bringen kann!
    Boé Nagel

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