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Freizeit

Ab aufs Velo! Sicher unterwegs im Fahrradanhänger

Ein Kind bringt viele Veränderungen in das Leben seiner Eltern. Trotz Baby wollen viele Eltern weiterhin mobil bleiben – und zwar auch mit dem Fahrrad. Deshalb suchen sie nach Möglichkeiten, ihren Liebling sicher auf Fahrradtouren mitzunehmen. Die Wahl fällt dann auf einen Fahrradanhänger, der vor allem mit zwei Kindern sehr praktisch ist und neben Sicherheit auch einen gewissen Komfort bietet. Worauf Sie beim Kauf achten müssen.

So finden Sie den passenden Fahrradanhänger für den sicheren und komfortablen Transport Ihrer Kinder.
So finden Sie den passenden Fahrradanhänger für den sicheren und komfortablen Transport Ihrer Kinder. © zvg

Waren Eltern vor der Geburt viel mit dem Rad unterwegs, wollen sie häufig auch danach schnell wieder in den Sattel steigen.

Fahrradanhänger – eine sinnvolle Anschaffung für Rad fahrende Eltern

Ganz gleich ob Einkauf, Familienausflug oder sportliche Unternehmungen – das Fahrrad ist ein wichtiges und zudem gesundheitsförderndes Verkehrsmittel. Dennoch fehlt es ihm an Stauraum, wenn es zur Alternative zum Auto werden soll. Ein Fahrradanhänger ist dann eine gute Investition. Er bietet Platz für die Kinder, aber auch für Einkäufe oder andere wichtige Utensilien. Doch worauf kommt es bei einem guten Fahrradanhänger an?

Darauf sollten Sie beim Kauf des Fahrradanhängers achten

Beim Transport von Kindern ist ein Höchstmaß an Sicherheit gefragt. Außerdem sollen es die Kinder komfortabel haben. Deshalb sollten Eltern beim Kauf eines Fahrradanhängers darauf achten, dass dieser die DIN-Norm EN 15918 erfüllt. Fahrradanhänger von renommierten Herstellern wie Thule bieten ein breites Spektrum an Modellen an, die jeweils auf bestimmte Einsatzzwecke spezialisiert sind. So sollten Eltern vor dem Kauf überlegen, ob sie die Anhänger vermehrt für alltägliche Spaziergänge durch den Stadtpark verwenden, hin und wieder auch sportlicher unterwegs sind oder die Kinder sogar auf Outdoor-Abenteuer ins Gelände mitnehmen möchten. Hinzu kommen weitere Kriterien, die für die Wahl nicht unbedeutend sind.

1 Wichtige Sicherheitsfaktoren: Das wichtigste Kriterium für die Wahl des passenden Fahrradanhängers ist die Sicherheit des Kindes. Gerade beim Transport von Säuglingen sollte das Modell über eine hochwertige Babyschale verfügen. Beim Kauf sollten Eltern unbedingt auf Prüfzeichen wie das GS-Siegel oder auch das TÜV-Proof-Siegel achten. Dann können sie davon ausgehen, dass der Fahrradanhänger gewisse Sicherheitsaspekte erfüllt.

Geht es um das Thema Sicherheit, sind natürlich noch weitere Dinge von Bedeutung. So sollte der Fahrradanhänger über ein 5-Punkt-Gurt-System sowie einen sicheren Überrollschutz verfügen und frei von Schadstoffen sein. Eine Sicherheitsleine erweist sich als sinnvoll, welche im Falle eines Versagens der Anhängerkupplung doppelte Sicherheit vor einem Überschlag bietet. Auch ein Helm ist empfehlenswert, wenngleich in Deutschland keine Helmpflicht besteht.

Ein weiterer Sicherheitsfaktor ist die Beleuchtung. Da Fahrradanhänger nicht selten das Licht des Fahrrades verdecken, müssen Beleuchtung und Reflektoren für eine bessere Sichtbarkeit angebracht sein. Regelungen dazu finden sich auch in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung.

2 Komfort für das Kind: Fahrradanhänger, bei denen sich die Federung individuell an das Gewicht des Kindes anpassen lässt, sind eine gute Wahl. Bei kürzeren Fahrten, die ausschließlich auf der Straße erfolgen, spielt die Federung nur eine untergeordnete Rolle. Wer jedoch regelmäßig größere Ausflüge macht und auch auf unebenem Grund fährt, sollte auf eine ausreichende Federung achten. Soll bereits ein Säugling im Fahrradanhänger transportiert werden, denken Eltern unabhängig vom Untergrund bestenfalls trotzdem an eine gute Federung, da die Wirbelsäule aufgrund ihrer unausgereiften Entwicklung mehr Schutz benötigt.

3 Das Alter des Kindes: Offizielle Angaben zum Alter des Kindes gibt es nicht. Für viele Fahrradanhänger gibt es aber inzwischen spezielle Neugeborenen- und Babyschalen, sodass schon die Jüngsten mitfahren können. Besser ist es allerdings, wenn das Kind selbstständig sitzen kann.

Fahrradanhänger gibt es für bis zu zwei Kinder. Sie können dabei so lange im Fahrradanhänger mitfahren, bis sie zu groß und/oder zu schwer sind. Eine maximale Altersgrenze lässt sich aufgrund des unterschiedlichen Wachstums daher nicht festlegen. Eltern achten hier auf die Herstellerangaben.

4 Gibt es sinnvolles Zubehör? Im besten Fall verfügt der Fahrradanhänger über einen guten UV-Schutz, lässt sich einfach zusammenklappen, ist nicht zu schwer und bietet eine gute Federung. Als sinnvoll erweist sich gerade für Ausflüge ein gewisser Stauraum. Sofern notwendig lässt er sich mit einem dritten Rad wie ein Kinderwagen nutzen.

Ergänzend gibt es für viele Modelle auch Polsterungen für noch mehr Komfort. Zudem bieten sich Insekten- und Regenschutz als sinnvolles Zubehör an.

Der Fahrradanhänger als Alternative zum Fahrradsitz

Viele Eltern fragen sich, ob sie tatsächlich einen Fahrradanhänger benötigen. Die Gründe für einen solchen Anhänger sind dabei vielfältig. Gerade mit sehr kleinen Babys ist es nicht anders möglich, schnell wieder Rad zu fahren, denn ein Säugling kann noch nicht im Fahrradsitz mitfahren. Fahrradanhänger gelten im Vergleich zu Kindersitzen auch als sicherer.

Ein weiterer Vorteil: Eltern können die meisten Fahrradanhänger zu einem Kinderwagen umfunktionieren. Gerade Eltern, die ohnehin viel Fahrrad fahren, investieren ihr Geld dann lieber direkt in einen guten Fahrradanhänger und kaufen keinen Kinderwagen. Hinzu kommt, dass der Fahrradanhänger oft deutlich mehr Stauraum hat als ein Kinderwagen.

Nicht zuletzt ist der Fahrradanhänger für Kinder auch deutlich komfortabler. Gerade auf längeren Strecken fühlen sie sich darin wohler als in einem Kindersitz. Dazu trägt unter anderem die Bewegungsfreiheit bei, außerdem sind sie gut vor Wettereinflüssen geschützt.

Praktisch: Fahrradanhänger sind auch als Kinderwagen nutzbar.
Praktisch: Fahrradanhänger sind auch als Kinderwagen nutzbar. © pixabay.com , distelAPPrath (CCO Creative Commons)

Die Alternative zum Fahrradanhänger – das Lastenfahrrad

Bislang sind sie auf den Straßen selten zu sehen, obwohl sie eine großartige Alternative zum Fahrradanhängermodell sind: Lastenfahrräder. Im Gegensatz zu einem Fahrradanhänger bieten sie den großen Vorteil, dass eine höhere Zuladung möglich ist. Zudem haben auch größere Kinder, die ansonsten nicht mehr in den Anhänger passen würden, viel Platz darin.

Auch Lastenfahrräder bieten dabei Sicherheit. In den Kabinen gibt es ein Gurtsystem und die Außenwände sind stabil und robust. Je nach Modell sind sie komplett geschlossen und verfügen über ein Dach – oder sind zumindest so hoch, dass ein ausreichender Schutz für die Kinder gewährleistet ist.

Die meisten für den Transport von Kindern ausgelegten Lastenräder verfügen über drei Räder und sind bei normaler Fahrt kippsicher. Allerdings unterscheidet sich das Lenkverhalten deutlich von einem normalen Fahrrad. Bei einfachen Modellen fehlt die Neigefunktion für Kurven, eine sportliche Fahrweise erlauben sie deshalb nicht. Erhältlich sind auch Lastenräder mit zwei Rädern, die für den Transport von Kindern ebenfalls sicher sind. Auch für das Lastenfahrrad gilt: Ein Helm ist keine Pflicht, bietet aber einen wichtigen zusätzlichen Schutz.