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Der Mittelschmerz: Anzeichen, Ursachen und Linderung bei Eisprungschmerzen

Plötzlicher Schmerz im Unterleib? Menstruationsbeschwerden sind fast jeder Frau bekannt. Wenn aber ein starker Schmerz in der Zyklusmitte auftritt, spricht man auch von einem Mittelschmerz. Grund dafür ist die Ovulation. Für den Mittelschmerz können verschiedene Ursachen vorliegen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Anzeichen eines Eisprungs erkennen und die Symptome beim Mittelschmerz lindern können.

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Schmerzen während der fruchtbaren Tage? Wohltuende Wärme kann bei Beschwerden Abhilfe schaffen. Bild: PeopleImages, Getty Images

Sie möchten schwanger werden oder einfach mehr über Ihren Zyklus erfahren? Dann ist der Mittelschmerz ein hilfreicher Pfeiler, an dem man sich orientieren kann. Denn der Mittelschmerz tritt während den fruchtbaren Tagen auf. Bei einer regelmässigen Periode der Frau setzt der Eisprung etwa zwei Wochen nach der letzten Periode ein – viele Frauen bemerken dann ein Ziehen im Unterleib. Das ist der Mittelschmerz.

Sie spüren nicht? Die fruchtbaren Tage erkennen Sie auch daran, wenn sich beispielsweise die Konsistenz Ihres Zervixschleims verflüssigt oder sich Ihr Gebärmuttermund leicht öffnet. Zusammen mit dem Zervixschleim, dem Gebärmuttermund und der Basaltemperatur ist der Mittelschmerz ein deutliches Zeichen für Ihre fruchtbaren Tage. Falls Sie schwanger werden wollen, sollten Sie also den Mittelschmerz zusammen mit dem Zervixschleim und der Basaltemperatur im Augen behalten. Diese Methode wird auch die symptothermale Methode genannt. Bitte beachten: Eisprung-Anzeichen können bei jeder betroffenen Frau unterschiedlich aussehen!

Typische Anzeichen des Mittelschmerzes

Der Schmerz, den Sie in der Mitte des Zyklus spüren, wird auch Intermenstrualschmerz genannt. Manche Frauen merken kaum etwas und haben auch sonst keine Symptome. Manche nehmen ein leichtes Ziehen wahr. Einige leiden an deutlich krampfartigen Schmerzen. Die Dauer des Schmerzes ist oft ganz unterschiedlich. Sie werden den Schmerz auch nicht jeden Monat während Ihres Eisprungs gleich stark spüren. Das Symptom ist meist ein leichtes Ziehen, das aber im Regelfall auch wieder verschwindet, sobald die Ovulation stattgefunden hat. Es kann auch vorkommen, dass der Follikel platzt, Sie aber keinen starken Schmerz spüren werden. Sowohl Häufigkeit als auch Intensität werden von Zeit zu Zeit variieren. Auch ein ausstrahlender oder ziehender Schmerz im Rücken ist wahrscheinlich. 

Wie kommt es zu einem Mittelschmerz?

Dabei wundern sich Frauen oft, warum der Mittelschmerz nur auf einer Seite auftritt. Die Erklärung hierfür ist, dass beim Eisprung Schmerzen nur dort auftreten, wo auch der Eisprung stattfindet. In der Regel ist dabei nur ein Eierstock aktiv. Wenn also beispielsweise der rechte Eierstock gerade eine Eizelle freilässt, spürt die Frau auf der anderen Seite im Regelfall nichts. Mitunter kann der Eisprung in seltenen Fällen auch eine leichte Blutung auslösen, manchmal tritt auch beim Platzen des Follikels etwas Flüssigkeit hervor. Diese austretende Flüssigkeit kann zu Blutungen führen, die aber nicht so schlimm sind. Sollten Sie allerdings häufig an einem starken Mittelschmerz leiden oder aber häufig Blutungen während Ihres Zylus' haben, empfiehlt es sich, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Gewissen hormonellen Abweichungen kann man auch mittels Homöopathie entgegenwirken. Die dafür geeigneten Mittel haben wir Ihnen unten aufgelistet.

Wenn es eben doch kein Mittelschmerz ist

Der sogenannte Mittelschmerz kann auch aufgrund von bestimmten Erkrankungen auftreten. Gerade bei Endometriose können wiederkehrende Beschwerden vorkommen, die dem Intermenstrualschmerz sehr ähneln. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Bei einer Endometriose müssen Frauen einen Arzt aufsuchen, da die Gebärmutterschleimhaut ausserhalb des Uterus wächst und die Symptome nicht auf einen Eisprung zurückzuführen sind. 

Heftiges Stechen im Unterleib kann auch durch eine Blinddarmentzündung hervorgerufen werden. Das heftige Stechen ist jedoch immer im rechten Bauchbereich zu spüren, während die Frau den Eisprung entweder rechts oder aber auch links fühlen kann.

Druckgefühl kann vor allem bei Zysten, Tumoren oder weiteren Erkrankungen auftreten, die unbedingt von einem Arzt untersucht werden sollten. Auch hier lohnt es sich, den Zervixschleim immer mal wieder zu beobachten. Die Symptome solcher Erkrankungen können leicht mit dem Mittelschmerz verwechselt werden.

Ursachen: Wieso kann der Eisprung Schmerzen auslösen?

Mögliche Ursachen des unangenehmen Mittelschmerzes liegen in dem Vorgang des Eisprungs: Der Follikel ist prall gefüllt und steht eben deshalb unter Spannung. Der Follikel platzt schliesslich auf und gibt die Eizelle frei. Wissenschaftler nehmen an, dass die Spannung und das darauf folgende Aufplatzen des Follikels die Ursache der Intermenstrualschmerzen sind. 

Das kann Frau bei Schmerzen während des Eisprungs tun

Eisprung-Schmerzen lassen sich auf ähnliche Weise lindern wie die während Ihrer Monatsblutung. Durch Wärme und andere krampflösende Massnahmen lassen die stechenden Schmerzen und das Drücken im Unterleib nach. Wir haben einige natürliche Wege zusammengefasst, wie Frauen sich während Ihrer fruchtbaren Zeit besser fühlen können.

! Für angenehme Wärme sorgen zum Beispiel eine Wärmflasche, ein erwärmtes Kirschkern- oder Dinkelkissen. Legen Sie regelmässig die Wärmflasche oder das zu angenehmer Temperatur erwärmte Kissen auf Ihren Bauch oder aber auf die Unterseite Ihres Rückens. Diese wohltuende Behandlung entspannt und lockert die Muskulatur des weiblichen Körpers.

Lassen Sie sich ein warmes Bad ein. Hier wirkt dasselbe Prinzip wie bei der Wärmflasche, bloss für den ganzen Körper. Bei häufigen Unterleibsschmerzen wirken warme Bäder Wunder. Alternativ finden Sie in der Apotheke auch Wärmepflaster, die Sie sich bei sehr starken Schmerzen auf den Unterleib oder den Rücken kleben können.

Wegen seiner krampflösenden Wirkung eignet sich auch die Einnahme von Magnesium. Magnesium wirkt auch bei äusserer Anwendung in Form eines Öls oder als Badezusatz. Auch am ersten Tag deines Zyklus kann die Einnahme von Magnesium einem Mangel vorbeugen und Regelbeschwerden lindern. 

Weitere vorbeugende Tipps gibt Naturheilpraktikerin Sabine Hurni: Sie empfiehlt als wirksame Heilpflanzen Mönchspfeffer, Frauenmantel und Schafgarbe. Konsultieren Sie vor der Einnahme solcher Heilpflanzen Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

Während regelmässige Wärme den Schmerz lindern kann, schadet Kälte ihm: Vermeiden Sie also auch kalte Speisen und Getränke. Auch das Wasser, das Sie trinken, sollte lauwarm sein.

Buchtipp

Lexikon der Frauenkräuter von Margret Madejsky