Eisprung Schmerzen: Wärme kann helfen

Menstruationsschmerzen sind fast jeder Frau bekannt. Viele nehmen auch beim Eisprung Schmerzen wahr: Es handelt sich hierbei um den sogenannten Mittelschmerz. Welche Ursache dem Schmerz zugrunde liegt und wie Sie ihn lindern können, lesen Sie hier.

Manchmal verursacht der Eisprung Schmerzen.

Eine Wärmflasche kann helfen, wenn der Eisprung Schmerzen verursacht. Foto: Jupiterimages, Goodshoot, Thinkstock

Wie der Name bereits andeutet, tritt der Mittelschmerz oder Intermenstrualschmerz in der Mitte des Zyklus zur Zeit des Eisprungs auf. Einige Frauen nehmen lediglich ein leichtes Ziehen wahr, während andere mit starken Schmerzen oder Krämpfen im Unterleib zu kämpfen haben. Diese können Stunden bis Tage anhalten. Nicht jede Frau leidet regelmässig jeden Monat an Intermenstrualschmerzen. Sowohl Häufigkeit als auch Intensität variieren. Wer beim Eisprung Schmerzen hat, nimmt diese meist einseitig wahr. Der Grund dafür ist, dass bei jedem Eisprung jeweils nur ein Eierstock aktiv ist. Mitunter löst der Eisprung eine leichte Blutung aus.

Ursachen: Wieso kann der Eisprung Schmerzen auslösen?

Der Vorgang des Eisprungs löst die unangenehmen Mittelschmerzen aus: Der Follikel (die Hülle, die die Eizelle im Eierstock umgibt) ist prall gefüllt und steht daher unter Spannung. Der Follikel platzt schliesslich auf und gibt die Eizelle frei. Wissenschaftler nehmen an, dass die Spannung und das darauf folgende Aufplatzen des Follikels die Ursache der Intermenstrualschmerzen sind. Zusätzlich tritt beim Eisprung eine Flüssigkeit aus, die das Bauchfell reizen kann. Eine Bauchfellreizung kann ebenfalls sehr schmerzhaft sein.

Behandlung bei Eisprung Schmerzen: Wärme verschafft Linderung

Eisprung Schmerzen lassen sich auf ähnliche Weise lindern wie Menstruationsschmerzen: Durch Wärme und andere krampflösende Massnahmen. Für angenehme Wärme sorgen zum Beispiel eine Wärmflasche, ein erwärmtes Kirschkern- oder Dinkelkissen sowie ein heisses Bad. Wegen seiner krampflösenden Wirkung eignet sich auch die Einnahme von Magnesium. Magnesium wirkt auch bei äusserer Anwendung in Form eines Öls oder als Badezusatz. Interessante Informationen hierzu bietet Dr. Barbara Hendels «Das Magnesiumbuch».

Weitere vorbeugende Tipps gibt Naturheilpraktikerin Sabine Hurni: Sie empfiehlt als wirksame Heilpflanzen Mönchspfeffer, Frauenmantel und Schafgarbe. Konsultieren Sie vor der Einnahme solcher Heilpflanzen Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

Wichtig seien auch die allgemeine Lebenssituation und die Ernährung, so die Expertin: «Stress, kalte Speisen und kalte Getränke verstärken die Schmerzen. Vielfach bringt es schon viel, wenn Sie in den Tagen ausschliesslich warmes Wasser trinken. Noch besser ist es, wenn Sie in den Tagen vor dem Eisprung ein warmes Frühstück zu sich nehmen und auch am Mittag und am Abend etwas Warmes essen. » Weiterhin empfiehlt Hurni regelmässige Massagen: Wer sich ab und zu etwas Gutes gönnt, wird allgemein entspannter sein.

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