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Welche Babypflegeprodukte Sie wirklich brauchen: Die Checkliste

In den Regalen der Drogeriemärkte wird oft eine riesige Vielfalt an Babypflege-produkten angeboten: Von Babycreme über -öl und Babyshampoo bis zu Babyseife und -waschgel. Doch was davon braucht man wirklich und was kann eher schaden?

Mama cremt ein Baby ein.

Eine reichhaltige Creme schützt die zarte Babyhaut gegen Wind und Wetter. Bild: GeorgeRudy, Getty Images

Das Wichtigste in Kürze:

  • Eltern sollten sich für die Hautpflege ihres Babys ein Babyöl, eine Pflegecreme, eine fetthaltige Creme und Zinksalbe anschaffen.
  • Beim Wickeln pflegt das Babyöl den Po, wenn er leicht gerötet ist. Ist er allerdings entzündet, braucht das Baby eine Wundschutzsalbe mit hohem Zinkgehalt.
  • Ein gutes Babyöl ist frei von synthetischen Zusätzen.
  • Beim Baden pflegt ein Schuss Babyöl im Wasser die zarte Babyhaut. - - Nach dem Baden braucht die Haut eine Babypflegecreme.

Was brauche ich für die Pflege eines Babys wirklich?

Wie weich Babyhaut ist! Ihre Zartheit liegt darin begründet, dass sie sich noch im Aufbau befindet. Ihre Hornschicht ist viel dünner als bei Erwachsenen. Weil die Hautbarriere noch nicht vollständig ausgebildet ist, ist sie Umweltreizen noch relativ schutzlos ausgeliefert. Dennoch sind weniger spezielle Pflegeprodukte nötig, als manche Werbung Eltern weismachen will.

Checkliste für die Pflege-Erstausstattung

🧴 Ein pflanzliches Babyöl oder Pflanzenöl kann – gering dosiert – als Badeöl dienen. Es eignet sich auch zur sanften Babymassage und zur Pflege des Pos.

🧴 Eine Babycreme eignet sich für Körper und Gesicht bei der Babypflege.

🧴 Eine fetthaltige Creme schützt vor Austrocknung bei rauem Wetter.

🧴 Eine Zinksalbe ist notwendig, wenn der Popo sich entzündet hat.

Was braucht man zum Wickeln?

Mit einem weichen Waschlappen und warmem Wasser lässt sich der Babypopo schonend reinigen. Ein Waschlappen ist wesentlich umweltfreundlicher als Einweg-Feuchttücher, die möglicherweise auch durch Duft- und Konservierungsstoffe die Babyhaut beeinträchtigen können. Wichtig ist, den Popo gut abzutupfen und zu trocknen. So können sich auf der trockenen Haut kaum Bakterien verbreiten. Ausserdem sollten die Waschlappen nach jedem Gebrauch bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

Etwas Öl, zum Beispiel ein reines Pflanzenöl oder Babyöl, hilft dabei, angetrocknete Rückstände zu lösen. Ist der der Popo allerdings rot, leidet das Kind unter einer schmerzhaften Windeldermatitis, also einem wunden Po oder einem Hautausschlag am Po. Eine Wundschutzsalbe unterstützt den Heilprozess. Sie sollte einen hohen Zinkgehalt haben.

Welche Pflegeprodukte sind am besten für Babys?

Für die junge Haut sind Babypflegeprodukte sinnvoll, die speziell für Babys entwickelt wurden. «Am besten sollten diese hypoallergen sein und keine Duft- und Farbstoffe enthalten, empfiehlt Dr. Annette Schaefer, Hautärztin in Öhringen und Mitglied des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen (BVDD). Dem BVDD zufolge sind neben Fettsubstanzen (Lipiden) in ausreichender Menge natürliche Feuchthaltefaktoren, sogenannte Natural Moisturizing Factors (NMF), wie Glycerin günstig.

Welches Öl für die Babypflege?

Ein gutes Babyöl hat keine synthetischen Zusätze. Es ist rein pflanzlich. Von Olivenöl oder Sonnenblumenöl wird allerdings abgeraten. Dr. Burkhard Lawrenz, Sprecher des Ausschusses Prävention und Frühtherapie beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), erklärt auf «Kinderärzte im Netz», dass diese Öle die Schutzbarriere der Haut beeinträchtigen, statt sie zu stärken.

Welche Badezusätze sind gut für Babys?

Badewasser braucht in der Regel keinen Badezusatz. Bei trockener Haut kann allerdings ein Schuss pflanzliches Babyöl nicht schaden. Es sollte rückfettend und pH-neutral sein. Ein spezielles Badeöl brauchen Sie nicht.

Welche Creme ist gut fürs Gesicht beim Baby?

Eine Babypflegecreme stärkt die Hautbarriere. Einer Pilotstudie aus den USA, Grossbritannien und Japan zufolge kann das Cremen vor Neurodermitis und Allergien schützen. «Diese Ergebnisse werden in der Fachwelt als kleine Sensation gefeiert, bedürfen aber noch der kritischen Überprüfung durch größere Studien» schreibt die Christian-Albrechts-Universität Kiel. «Nach dem Baden unbedingt eincremen», rät deshalb Dr. Annette Schaefer gegenüber dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD). Dafür eignet sich eine fetthaltige Creme von einer Naturkosmetikmarke, die ohne Erdöl (Paraffinum liquidum) und Parfum auskommt – etwa von Lavera.

Was tun bei sehr trockener Babyhaut?

Manchmal ist das Wetter so rau, dass es die Haut des Kindes angreifen kann. Dann ist eine fetthaltige Creme, die vor Austrocknung durch Regen und Wind schützt, praktisch. Ist die Haut immer wieder sehr trocken, ist es sinnvoll, mit dem Kinderarzt zu besprechen, welche fetthaltige Creme für das Baby geeignet ist.

Auf welche Pflegeprodukte fürs Baby kann man verzichten?

Auf Pfegeprodukte zu verzichten, entlastet nicht nur das Haushaltsbudget. Es tut auch Babys Haut gut. Denn manche Produkte sind bei der Babypflege eher schädlich als hilfreich.

Checkliste: Auf was Sie bei der Babypflege verzichten sollten

1 Seife, Waschgel und Schaumbad

Reinigende Pflegeprodukte können die dünne Hautbarriere der Babyhaut angreifen. «Zur Hautreinigung sind waschaktive Substanzen in der Regel nicht nötig», so Dr. Schaefer. «Diese strapazieren die empfindliche Haut und begünstigen ein Austrocknen.» Lauwarmes Wasser und ein weiches Tuch reichen aus, um Mund und Hände zu säubern.

2 Shampoo

Im ersten Lebensjahr brauchen Haare kein Shampoo. Das wenige Haar mit Wasser auszuwaschen, reicht aus.

3 Babypuder

Babypuder kann unter Umständen sogar gefährlich sein: «Atmet ein Baby oder Kleinkind versehentlich den Puder ein, kann es in die Lunge gelangen und zu Atembeeinträchtigungen bis hin zu schweren Lungenschäden führen», warnt das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Ausserdem kann Babypuder eine Windeldermatitis auslösen.

4 Parfümierte Produkte

«Grundsätzlich sollten bei Babypflege unparfümierte Produkte auf Basis natürlicher Öle und Fette Ihre erste Wahl sein», rät das Verbrauchermagazin Ökotest. Wer auf Nummer sicher gehen wolle, greife zu Cremes und Ölen von Naturkosmetikfirmen oder solchen ohne Erdölverbindungen wie

💧Paraffinum liquidum

💧Petrolatum

💧Cera microcristallina

in der Inhaltsstoffliste. Zusätze wie synthetische Duftstoffe, Erdöl oder auch ätherische Öle können Allergien auslösen.

Was braucht man für die Babypflege wirklich?

Für die Pflege sanfter Babyhaut brauchen Sie ein pflanzliches Babyöl, eine Babycreme für Körper und Gesicht, eine fetthaltige Creme für trockene Babyhaut und eine Zinksalbe für den Babypo.

Welches Öl für die Babypflege?

Greifen Sie zu einem rein pflanzlichen Öl ohne Erdölanteil oder Parfum. Oliven- und Sonnenblumenöl eignen sich jedoch nicht, da sie die Schutzbarriere der Haut beeinträchtigen können.

Welche Badezusätze für die Babypflege?

Badezusätze für Babys sind überflüssig. Vor allem von Badeschaum wird abgeraten. Sie können dem Badewasser jedoch wenige Tropfen Babyöl zufügen, um die Babyhaut mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Welche Creme fürs Gesicht vom Baby?

Gesichtscreme fürs Baby ist meist sehr fetthaltig, wodurch sie die Haut vor Umwelteinflüssen schützt. Zu empfehlen sind Gesichtcremes von Naturkosmetikmarken, die ohne Parfum und Erdöl auskommen.

Was tun bei sehr trockener Babyhaut?

Wenn die Haut des Babys sehr trocken ist, sollten Sie die Pflege mit einer Ärztin oder einem Arzt absprechen. Wichtig ist vor allem der Verzicht auf Seifen, Babypuder und parfümierte Pflegeprodukte.