«Schlaf, Chindli, Schlaf» So kann Ihr Baby schlafen lernen

Hat Ihr Baby Probleme mit dem Einschlafen oder kann Ihr Kind nicht durchschlafen? Es ist nicht ungewöhnlich, dass Babys und Kleinkinder Schlafprobleme haben. Erfahren Sie hier, wie Ihr Baby schlafen lernen kann und Sie selbst wieder Zeit haben, neue Energie zu tanken.

So kann Ihr Baby schlafen lernen

Kinder müssen erst einen Schlafrythmus erlernen. Eltern können ihnen durch eine ruhige Gestaltung der Abendstunden dabei helfen. Foto: NadyaSabeva, iStock, Thinkstock

Manche Eltern knien stundenlang neben dem Kinderbett und halten Händchen, andere drehen mit dem Kinderwagen unzählige Runden um den Block. Wenn es ums Einschlafen geht, nehmen Eltern einiges auf sich. Dass Babys Ein- und Durchschlafprobleme haben, ist nichts Aussergewöhnliches. Sie müssen erst lernen, dass es einen Unterschied zwischen Tag und Nacht gibt, um so ihren eigenen Schlafrhythmus zu finden. Wie Ihr Baby schlafen lernen kann, erfahren Eltern in zahlreichen Ratgebern. Wir haben die wichtigsten Ideen zusammengetragen.

Wie Ihr Baby schlafen lernen kann: Rituale beruhigen

Unterstützen Sie Ihr Baby beim Ein- und Durchschlafen, indem Sie dafür sorgen, dass der Tag und vor allem der Abend nicht allzu hektisch sind. Stress führt zu einer Reizüberflutung. Die Kinder sind so aufgedreht, dass sie nicht einschlafen können. Ein Einschlafritual, das immer um die gleiche Zeit abläuft, hilft ebenfalls. Abwechslung braucht es hier keine, denn für Kinder ist es beruhigend, wenn alles nach dem gewohnten Schema abläuft. Und man muss sich Zeit nehmen, denn Kinder spüren ganz genau, wenn es eilt, weil man den Anfang des Krimis nicht verpassen will. Auch das Einschlafen nach dem nächtlichen Stillen ist oft ein Problem. Damit das wieder gelingt, sollte man sich beim Stillen ganz ruhig verhalten und nur wenig Licht machen. So lernt das Baby, dass es Nacht ist und deshalb nicht die Zeit zum Spielen.

Tipps für das Einschlafen des Babys

  • Die besten Schlummerhilfen sind Nuggi, Musikdose und Leuchtstecker. Wenn das Baby ein Jahr alt ist, helfen Kuscheltiere oder Nuscheli.
  • Vermeiden Sie wilde Spiele kurz vor dem Einschlafen Ihres Babys.
  • Die längste Wachphase sollte immer abends vor dem Zubettgehen sein, damit das Einschlafen besser klappt.
  • Feste Einschlafzeiten und -rituale schaffen Sicherheit und Gewöhnung.
  • Wechseln Sie die Bettwäsche des Babys nicht allzu oft. Vertraute Gerüche beruhigen. Manchmal hilft es auch, ein T-Shirt oder ein Tuch, das man zuvor getragen hat, ins Bettchen zu legen.
  • Will man das Kind aus dem Elternschlafzimmer in sein eigenes Zimmer umsiedeln, sollte es sich schon tagsüber mit seiner neuen Umgebung vertraut machen können.
  • Versuchen Sie sich an Ihre eigene Kindheit zu erinnern. Viele Kinder sind auch in Sachen Schlaf ihren Eltern nämlich sehr ähnlich.
  • Wenn das alles nichts hilft, fragen Sie Ihre Hebamme, Ihre Mütterberaterin oder Ihre Kinderärztin um Rat. Eventuell können Schlafstörungen der Grund sein.

So viel Schlaf braucht Ihr Kind

Jedes Kind ist anders, aber als Richtwerte gelten folgende Zahlen:

  • Säuglinge schlafen etwa 16 bis 19 Stunden pro Tag. In den ersten Lebenswochen haben sie ungefähr einen Vier-Stunden-Rhythmus zwischen schlafen und essen, der sich mit der Zeit in etwa dem Tag-Nacht-Rhythmus der Eltern angleicht.
  • Im Alter von sechs bis zwölf Monaten brauchen Kinder etwa zwölf bis 14 Stunden Schlaf.
  • Im zweiten bis vierten Lebensjahr schlafen die Kinder rund elf bis zwölf Stunden täglich.

 

HiPP

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