Wochenbett: Die Wochen nach der Geburt

Was passiert im Wochenbett? Was kann die junge Mutter, was können Vater und Familie tun? In den ersten Wochen nach der Geburt des Babys kommen auf die Mutter viele körperliche und hormonelle Veränderungen zu, die zu Depressionen führen können. Diese sensible Zeit dauert bis zu acht Wochen. Erfahren Sie hier mehr zum Wochenbett.

Im Wochenbett kommen viele Emotionen hoch: von Freude bis Erschöpfung.

Babyblues nennt man eine Erschöpfungsreaktion, die Frauen im Wochenbett ereilen kann.
Auch vier Prozent der Väter sind betroffen. Foto: BananaStock, Thinkstock

Da meint man noch, jetzt sei es überstanden. Doch gerade in den ersten Tagen nach der Geburt laufen nochmals enorme Veränderungen im mütterlichen Körper ab. Die Gebärmutter bildet sich auf normale Grösse zurück, der Hormonhaushalt stellt sich um, die Brüste beginnen mit der Milchproduktion. Vorbereitungen auf solche Umstellungen gibt es keine. Nur den guten Rat, bewusst für das eigene Wohlbefinden zu sorgen und so oft wie möglich auszuruhen.

Die Hebamme Sabine Burchard muss es wissen. Sinnvoll sei, sich rechtzeitig vor der Geburt um eine Nachsorgehebamme zu kümmern. Denn: «Wenigen Frauen ist bewusst, dass die Hebamme nicht nur für den kleinen Erdenbürger da ist, sondern ebenso fachkompetent das Wochenbett der Mutter begleitet.» Begleitung, das braucht die junge Mutter jetzt nämlich dringend. Gut, wenn sich Vater, Familie und Freunde in dieser Zeit um Haushalt und Pflichten kümmern. Hier gilt: Tat ist besser als Rat. Essen bringen, Küche aufräumen und auch mal das Baby übernehmen ist oft mehr wert als gut Zureden und Händchenhalten.

Körper in Extremumstellung

In den sechs bis acht Wochen, die das Wochenbett andauert, macht der Körper der Mutter eine wahre Achterbahnfahrt durch. Und zudem verlangt das Neugeborene sehr viel Aufmerksamkeit. Kein Wunder sind viele Mamis oft vollkommen erschöpft. Was nicht nur an den vielen schlaflosen Nächten liegt, die erst dann zusende sind, wenn sich der Schlafrhythmus des Kleinen eingependelt hat. Oder dem Stillen nach Bedarf, das manchmal auch alle zwei Stunden stattfindet - rund um die Uhr.

Im Wochenbett wird der Körper für viele Frauen zum grossen Unbekannten. Der Hormonhaushalt stellt sich nach der Geburt um. Östrogen wir abgebaut. Etwa Dreiviertel aller Mütter verfallen bis zu zehn Tage lang dem so genannten Babyblues, einer leichten Wochenbettdepression mit Weinerlichkeit, Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, Besorgnis und Erschöpfung. Wenn dies nach zehn Tagen nicht aufhört, spricht die Medizin von einer postpartalen Depression oder Post Partum Depression. Diese sollte unbedingt behandelt werden. Bei etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Mütter hält die nachgeburtliche Depression Monate an. Sie machen es der Mutter fast unmöglich, mit dem Baby, dem Partner und der neuen Situation zurechtzukommen. Sie fühlen sich leer, ausgebrannt, und oft fehlt ihnen sogar die Kraft, ihr Kind zu lieben. Die Postpartale Depression und die Wochenbett-Psychose sind schwere Formen der Verstimmung.

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