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Eine gut gepflegte Kaiserschnittnarbe heilt besser

Bei manchen ist sie kaum zu sehen, bei anderen zieht sich eine lange dicke Wulst über den Bauch: Die Kaiserschnittnarbe kennt viele Gesichter. Anfangs ist es durchaus normal, dass die Narbe schmerzt und juckt. Sie braucht bis zu sechs Wochen, um äusserlich komplett zu verheilen. Um die Heilung der Narbe positiv zu beeinflussen, sollte man sie gut pflegen. Dabei helfen vor allem regelmässige Massagen mit natürlichen Ölen. Sollte sich deine Narbe entzünden oder seltsam anfühlen, suchst um besten umgehend einen Arzt auf.

Nach einem Kaiserschnitt will die Narbe gut gepflegt werden.
Nach einem Kaiserschnitt will die Narbe gut gepflegt werden. © Getty Images, Dasha Mueller

Die Kaiserschnittnarbe: Das Wichtigste in Kürze

Bei einem Kaiserschnitt wird über dem Schamhaar eine Öffnung geschnitten. Dabei entsteht eine Narbe. Diese ist etwa sieben Zentimeter lang. Sie ist die äussere Kennzeichnung eines grösseren Eingriffs, bei dem Bauchdecke mit Haut und Bindegewebe, Bauchmuskeln, Bauchfell und Gebärmutter durchtrennt werden. Nach dem Eingriff will die Kaiserschnittnarbe gepflegt werden. Dabei gibt es einiges zu beachten.

Wie lange braucht Kaiserschnittnarbe zum Heilen?

Die Heilungszeit einer Kaiserschnittnarbe beträgt mindestens sechs Wochen. Die äusseren Zeichen der Operation schliessen sich recht schnell, doch die tieferen Schichten brauchen länger. Achte darum in den sechs Wochen nach dem Kaiserschnitt unbedingt darauf, nicht mehr als fünf Kilogramm zu heben. Narben und Inneres könnten aufreissen. Auch mit der Rückbildungsgymnastik solltest du erst nach dem Okay deines Arztes beginnen.

Wie lange Bettruhe nach Kaiserschnitt?

Nach einem Kaiserschnitt bleiben Mütter zwischen vier und sieben Tage im Spital. Sechs Wochen lang solltest du auf körperliche Anstrengungen sowie Sport verzichten, damit die Narbe gut verheilen kann. Gegen das Aufstehen, um beispielsweise auf die Toilette zu gehen, spricht aber nichts. Im Gegenteil: So senkst du das Risiko einer Thrombose.

Wie lange darf eine Kaiserschnittnarbe schmerzen?

Die Heilung des Bauchraums nach einem Kaiserschnitt kann bis zu einem Jahr dauern. Es ist dabei völlig normal, dass die Kaiserschnittnarbe etwas schmerzt. Zudem kann die Narbe stark gerötet sein und darf auch etwas nässen. Viele Frauen berichten auch davon, dass sich die Haut um die Narbe mehrere Wochen lang taub anfühlt.

Solltest du grosse Schmerzen haben oder dir unsicher sein, wende dich unbedingt an deinen Arzt oder deine Ärztin. Sie können dir auch stillverträgliche Schmerzmittel verschreiben.

🤔 Verwachsungen nach Kaiserschnitt? 🤔

Ein Kaiserschnitt kann Verwachsungen (med. Adhäsionen) im Bauchraum nach sich ziehen. Dabei verursacht inneres Narbengewebe die Verwachsung von Organen. Verwachsungen sind oft symptomfrei, zu möglichen Symptomen gehören aber Bauchschmerzen, Rückenschmerzen sowie chronische Unterbauchschmerzen. Bei Unsicherheiten solltest du immer das Gespräch mit deinem Arzt suchen.

Kaiserschnittnarbe wulstig: Ist das normal?

Es ist völlig normal, wenn sich deine Kaiserschnittnarbe in den ersten Tagen wulstig anfühlt. Nach einer Operation sammelt sich Wundflüssigkeit unter der Haut an, daher kommt das knubbelige Gefühl. Das umliegende Gewebe wird diese Wundflüssigkeit aber aufnehmen. Dann wird auch das wulstige Gefühl verschwinden.

Kaiserschnittnarbe entzündet: Was jetzt zu tun ist

Wenn sich deine Kaiserschnittnarbe entzündet hat, solltest du umgehend einen Arzt aufsuchen. Eine Entzündung erkennst du daran, dass du starke Schmerzen hast, sich Eiter um die Narbe gebildet hat und du Fieber hast. Falls du dir nicht sicher bist, frage trotzdem eine medizinische Fachperson um Rat.

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In der Schweiz kommst fast jedes Baby durch einen Kaiserschnitt zur Welt. © Getty Images, gdinmika

So pflegst du deine Kaiserschnittnarbe

Die Kaiserschnitt-Narbenpflege beginnt bald nach der Entbindung. Die Narbe wird mit Klammern, einem Spezialkleber, der sich auflöst oder einem Faden verschlossen. Nach der oberflächlichen Heilung der Kaiserschnittnarbe werden Klammern oder Fäden entfernt. Wenn Fäden und Klammern entfernt und die Narbe geschlossen ist, ist ein Waschen mit Duschgel und Seife kein Problem. Tupfe deine Narbe nach dem Baden einfach vorsichtig ab.

Durch die Abheilung wird deine Narbe auch zu Jucken beginnen. Das ist völlig normal. Fetthaltige Salben oder Körperlotionen können das Jucken beruhigen. Gut geeignet sich auch Ringelblumensalben, Narbenpflaster oder Mandelöl.

🤔 Kaiserschnittnarbe entstören: Wie geht das? 🤔

Wenn von einer Narbe Störungen oder Beschwerden ausgehen, ist die Komplementärmedizin davon überzeugt, dass es helfen kann, diese zu entstören. Dies wird meist von Naturheilpraktikern und Homöopathen angeboten. Eingesetzte Methoden sind unter anderem verschiedene homöopathische Mittel, Massagen und Craniosacraltherapie. Die Therapie wird individuell abgestimmt.

So massierst du deine Kaiserschnittnarbe

Die Kaiserschnittnarbe zu Massieren fördert die Durchblutung, fördert die Wundheilung und stimuliert die Regeneration der Nervenzellen. Darüber hinaus machen Massagen das Gewebe geschmeidig. Dadurch wird eines Tages idealerweise eine durchsichtige, schmerzfreie und schmale Narbe übrig bleiben.

Natürliche Öle wie Mandelöl eignen sich besonders zur Kaiserschnittmassage
Natürliche Öle wie Mandelöl eignen sich besonders zur Kaiserschnittmassage © Getty Images. Aamulya

Zur Massage kannst du beispielsweise Ringelblumensalbe, Mandelöl oder Johanniskrautöl verwenden. Es gibt auch spezielle Narbencremes zu kaufen, diese sind aber nicht unbedingt nötig. Bei der Massage machst du mit zwei Fingern kreisende Bewegungen um die Narbe oder fährst an der Narbe entlang. Achte dabei darauf, die Narbe nicht auseinanderzuziehen.

🧴 Öle zum Massieren von Kaiserschnittnarbe 🧴

  • Mandelöl - wirkt feuchtigkeitsspendend
  • Ringelblumensalbe - wirkt entzündungshemmend und schwellungslindernd
  • Johanniskrautöl - wirkt antibakteriell
  • Lavendelöl - regt Wachstum der Hautzellen an
  • Weizenkeimöl - feuchtigkeitsspendend und antioxidativ