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Was bei Milchstau wirklich hilft

Die Brust schmerzt, ist stellenweise verhärtet, warm und gerötet: Milchstau ist eine der häufigsten Beschwerden stillender Frauen. Wir verraten, wie Ihr Baby Ihnen bei diesem Problem helfen kann.

Stillen hilft bei Milchstau und ist für das Baby ungefährlich.

Beim schmerzhaften Milchstau müssen Frauen nicht aufhören zu stillen. Foto: cunfek, Getty Images

Stillen ist für viele Mütter ein besonders inniger Moment mit dem Baby. Doch es kann dabei immer wieder zu Komplikationen kommen. Der Milchstau ist eines der häufigsten Probleme stillender Mütter, das dringend behandelt werden muss. Denn er kann sich zu einer Brustentzündung entwickeln.

Wann spricht man von einem Milchstau?

Beim Milchstau kommt es zu einer Stauung der Muttermilch in den Gewebekanälen. Die Muttermilch beginnt stellenweise zu verhärten und verursacht so eine warme und schmerzende Stelle an der Brust. In der Regel sind nur gewisse Teile der Brust betroffen, manchmal aber auch das gesamte Brustareal.

Wie entsteht Milchstau?

Der Milchstau kann jederzeit und sehr plötzlich entstehen. Grund für die Rückstauung der Muttermilch ist eine verhinderte Abflussmöglichkeit, die beispielsweise durch das Tragen zu enger oder drückender BHs ausgelöst wird. Auch wenn die Brust durch das Stillen nicht vollständig leer getrunken wurde oder zwischen den Stilleinheiten ungewöhnlich grosse Abstände liegen (zum Beispiel, weil das Baby lange geschlafen hat), kann ein Milchstau entstehen. Hebammen warnen auch vor einer zu hohen Stressbelastung für die Mutter, zum Beispiel durch zu viel Hausarbeit, zu viel Besuch, Streit oder zu wenig Schlaf. Denn auch seelische Faktoren sind ausschlaggeben für den Milchfluss.

Symptome: So erkennen Sie, ob sich die Muttermilch staut

Ein Milchstau ist sehr schmerzhaft. Zudem wird die Brust warm, gerötet und spannt extrem. Oft sind stellenweise kleine Verhärtungen zu spüren. Auch das Stillen will nicht mehr richtig funktionieren; die Brust leert sich oft an den betroffenen Stellen nicht, obwohl man das Baby anlegt.

Vorsicht vor Mastitis

Wenn sich Milch in der Brust staut, ist das schmerzhaft, aber harmlos für Mutter und Kind. Das Kind kann problemlos die Milchverkrustungen, die sich nach einem Milchstau aus den Porenkanälen lösen, mittrinken. Jedoch sollte unbedingt eine schnelle Behandlung des Milchstaus erfolgen, damit er sich nicht zu einer Brustentzündung (Mastitis) weiterentwickelt. Eine Brustentzündung ist eine ernstzunehmende Erkrankung und geht oft mit Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen einher.

Was Sie tun können, damit die Milch wieder fliesst

1 Milchfluss fördern

Um das Abfliessen der gestauten Muttermilch zu erleichtern, kann die Brust vorsichtig erwärmt werden (z.B. durch ein Kirschkernkissen oder ein Vollbad). Wärme erweitert die Gefässe und so auch die Porenkanäle, in denen die angestaute Milch festsitzt.

2 Weiter stillen

Bei schmerzendem Milchstau kann Ihr Baby Ihnen am besten helfen. Denn auch wenn es weh tut, ist weiter stillen die beste Möglichkeit, um den Milchstau zu behandeln. Ist die verstopfte Stelle leer getrunken, spürt man schnell Erleichterung. Idealerweise stimuliert das Baby mit seinem Saugreflex dabei die verhärtete Stelle der Brust. Das Kind wird also am besten so angelegt, dass sein Kinn unmittelbar auf der Stauung aufliegt. Befindet sich der Milchstau seitlich oder im unteren Bereich der Brust, ist ein entsprechend gezieltes Anlegen kein Problem. Sitzt der Milchstau hingegen über der Brustwarze, empfiehlt es sich, in den Vierfüsslerstand zu gehen und das Baby auf einem weichen Kissen so unter sich zu betten, dass es die Brust gut erreicht und mit dem Kinn gezielt den Milchstau berührt.

3 Die Brust ausstreichen

Wer einem erneuten Milchstau vorbeugen will, achtet darauf, dass die Brust möglichst immer vollständig leer getrunken wird. Unmittelbar nach dem Stillen, kann die Brust zudem sanft ausgestrichen werden, damit sich sämtliche Rückstände aus den Milchkanälen lösen.

4 Milch abpumpen

Zur raschen Behandlung kann auch das Abpumpen mit einer Milchpumpe sinnvoll sein. Der Vorteil hierbei: Man hat selbst Einfluss darauf, wie intensiv der Sog auf die Brust eingestellt wird.

5 Kühlen

Nachdem sich der Stau gelöst hat und sämtliche Milchrückstände aus der Brust gestrichen sind, fühlen sich kühlende Kompressen oder Quarkwickel an der Brust nicht nur angenehm an. Die Kälte sorgt ausserdem dafür, dass sich die Milchkanäle zusammenziehen und es zu keinem sofortigen Einschiessen neuer Milch kommt, die zu einem neuen Milchstau führen kann.

6 Abwarten und Tee trinken

Salbei und Pfefferminze hemmen die Milchbildung. Trinken Sie eine Tasse Tee mit diesen Kräutern, damit sich nicht noch mehr Milch anstaut. Belassen Sie es aber bei einer Tasse, denn die Kräuter können sehr wirkungsvoll sein.

Wann Sie doch zum Arzt sollten

Sobald sich die gestaute Stelle löst, lassen die Schmerzen nach und der Milchstau ist behoben. Oft ist das bereits nach wenigen Stunden der Fall. Hält er jedoch länger als zwei Tage an, ist ein Besuch beim Arzt ratsam, um das Entstehen einer Brustentzündung zu verhindern.

HiPP

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