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126 Happy Ends: Der Kampf gegen Mobbing ist noch lange nicht beendet

Mobbing ist nur möglich, wenn man wegschaut. "Schaut hin!", appeliert Laura Ackermann, die mit ihrem Coaching Angebot Be Nice Eltern und Kinder unterstützt und sich aktiv gegen Mobbing einsetzt. Der Kampf lohnt sich: Ein Einblick in ihr Arbeitsjahr zeigt, das Mobbing nicht nur psychische Leiden, sondern auch körperliche verursacht. Und, dass man beides heilen kann.

Gegen Mobbing Be nice Kinder stärken

Gemeinsam für Happy Ends sorgen: Laura Ackermann von Be Nice sensibilisiert fürs Thema Mobbing. Bild: Getty Images, siraanamwong

Mobbing zu beenden ist möglich! Dass weiss ich aus eigener Erfahrung. Seit zwei Jahren setze ich mich mit Be Nice gegen Mobbing ein. Seit zehn Monaten versuche ich auch auf Familienleben für das Thema und all seine Aspekte zu sensibilisieren, aufzuwecken und zu zeigen, dass es Hilfestellungen gibt für Betroffene.

Als ich Anfang 2019 mein Online-Coaching-Angebot startete, glaubten viele nicht so recht an den Nutzen und die Wirkung von Be Nice. Auch ich wusste nicht ganz genau, was auf mich zukommen würde. Aber ich habe an meine Herzensangelegenheit geglaubt. Ich hatte ein Versprechen einzuhalten und ich wollte mir niemals vorwerfen, es nicht versucht zu haben.

Eltern, die wieder Hoffnung haben

Schon vor dem Start der Coachings hatte ich die ersten Anfragen von verzweifelten Eltern erhalten. Es schien, als würden die Familien nur so warten auf ein Angebot wie meines. Die weinenden Mamis am anderen Ende des Telefons, haben mir jedes einzelne Mal bestätigt: Ich tue das Richtige! Und so gab ich vollen Einsatz. Ich wollte am Ende eines jeden Gespräches, einen Elternteil verabschieden, der wieder Hoffnung sieht. Einen Lichtstrahl bieten am Ende eines sehr dunklen Tunnels.

Im Laufe der Monate wurde ich immer sicherer in meiner Arbeit. Ich habe versucht, auf jedes einzelne Kind individuell einzugehen und erarbeitete praktisch jede Woche neue Übungen, die Spass machen und leicht verständlich sind. Einfach ist diese Arbeit nicht. Es kostet mich oft viel Energie. Und ehrlich gesagt auch einige Tränen. Es trifft mich immer wieder mitten ins Herz, was diese Kinder schon alles durchmachen mussten.

Meine Arbeit kostet mich einige Tränen. 

Wenn ich einen 12-jährigen Jungen coache, dessen Lebensfreude komplett verschwunden ist, dann ist dies ein Anblick, der auch mir viel Sorgen bereitet. Wenn 10-jährige Mädchen lieber sterben möchten, aus lauter Angst vor dem nächsten Schultag, dann ist diese Arbeit für mich kein Job mehr, sondern eine Lebensaufgabe. Ein Kind sollte ausgelassen, fröhlich und voller Hunger auf das Leben sein. Aber diese Häufchen voller Elend die ich kennenlerne, legen mir oft ein Stein auf mein Mami-Herz. Aber ich weiss, ich werde für diese Kinder und Eltern kämpfen. Wir werden zusammenarbeiten, lernen und uns diese Lebensfreude wieder Stück für Stück zurückholen.

Ich versuche die Kids mit viel Liebe, Geduld, Verständnis aber auch klaren Worten am Rest ihres Lebenswillens zu schnappen, sie an die Hand zu nehmen und den langen Weg aus der Hilflosigkeit zu führen. Und es funktioniert. Die Erfolge sind kaum zu glauben. Zu sehen, wie es den Kindern auf allen Ebenen besser geht, ist wahnsinnig eindrücklich.

Auch körperliche Leiden verschwinden

Sprachstörungen, die sich innert 30 Tagen auflösen, Bauch- und Kopfschmerzen die aufhören, chronisches Erbrechen stoppt schlagartig, Schlafstörungen gehören der Vergangenheit an, Suizidgedanken die verschwinden, Kindertherapeuten die kaum fassen, welche Fortschritte diese Kids in so kurzer Zeit machen. Dafür halten Lachen, fröhliches Pfeifen, Entspannung und offene Gespräche Einzug bei den Familien. Das freut mich! Und es macht mich stolz.

Diese Kinder nehmen ihr Leben in die Hand und wachsen über sich hinaus. Ich habe den grössten Respekt vor dieser Leistung. Und ich will, dass sie weiterkämpfen für ihr Recht, glücklich zu sein. Sie wissen nun, wie man sich wehr, sie haben gelernt an sich selbst zu glauben und haben verstanden, wie man Mobbing die Grundlage nimmt.

Diese Zahlen aus einem Jahr Be Nice sprechen für sich 

42 Familien aus der Mobbing-Falle begleitet

13 Mädchen, die wieder fröhlich sind

29 Jungs, die ihr Selbstvertrauen wiedergefunden haben

42 Kinder, die kein Mobbing mehr erleben 

84 Elternteile, die wieder ruhig schlafen können 

126 Herzen, die wieder unbeschwert und glücklicher schlagen dürfen 

Das sind meine Happy Ends! Es hat sich für jedes einzelne Kind gelohnt! Helfen Sie mit. Denn auch Sie können für solche Happy Ends sorgen: Schauen Sie nicht weg! Greifen Sie ein und helfen auch Sie! Denn Mobbing ist nur da möglich, wo es Menschen gibt, die wegschauen!

BE NICE – SEI NETT

Gewidmet an dieses Mädchen, welches keinen Ausweg mehr sah.

Das ist meine Herzensangelegenheit und deshalb ist es mir eine Ehre für Sie alle schreiben zu dürfen.

Die Zeiten in denen Mobbing zu Tode geschwiegen wird, sind vorbei.

Es braucht klare und offene Worte.

Ich spreche für die, die sich am wenigsten wehren können.

Unsere Kinder!

Ich kämpfe:

Für mehr Toleranz und weniger Diskriminierung!

Für mehr Verständnis und weniger Ignoranz!

Für mehr Zusammenhalt und weniger Einsamkeit!

Für mehr Wahrheit und weniger „schön reden“!

Für mehr eingreifen und weniger wegschauen!

Weitere Information über das Coaching und Laura Ackermann gibt es hier