Eine gut gepflegte Kaiserschnitt Narbe heilt besser

Bei manchen ist sie kaum zu sehen, bei anderen zieht sich eine lange dicke Wulst über den Bauch: die Kaiserschnitt Narbe kennt viele Gesichter. Sie sollte gut gepflegt werden, damit sie besser heilt. Wie Sie diese pflegen können und was bei Schmerzen hilft, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Eine Kaiserschnitt Narbe sollte gut gepflegt werden.

Nach einem Kaiserschnitt sollten Sie Ihre Narbe gut pflegen. Foto: Artem_Furman, iStock, Thinkstock

Bei einem Kaiserschnitt wird über dem Schamhaar eine Öffnung geschnitten. Die Kaiserschnitt Narbe ist unterschiedlich lang, meist etwa sieben Zentimeter. Sie ist die äussere Kennzeichnung eines grösseren Eingriffs, bei dem Bauchdecke mit Haut und Bindegewebe, Bauchmuskeln, Bauchfell und Gebärmutter durchtrennt werden. Zwischen vier und acht Tagen dauert der Aufenthalt im Spital, abhängig von der Operationsart und Ihrer Verfassung.

Als äusseres Zeichen dieser Operation schliesst sich die Kaiserschnitt Narbe recht schnell, doch die tieferen Schichten brauchen länger. Seien Sie deshalb vorsichtig: In den ersten sechs Wochen dürfen sie nicht schwer heben, nicht mehr als fünf Kilogramm. Narbe und Inneres können aufreissen. Lassen Sie Ihren Mann Einkäufe und Kisten tragen. Beginnen Sie vorsichtig mit Sport, am besten zunächst mit Rückbildungsgymnastik.

Kaiserschnitt Narbe: Schmerzen und Jucken

Verursacht die Kaiserschnitt Narbe Schmerzen, ist das normal. Bis zum Abklingen der Schmerzen dauert es einige Zeit. Insgesamt kann die Heilung des Bauchraums bis zu einem Jahr dauern. Die Narbe ist zudem stark gerötet und darf etwas nässen. Viele Frauen berichten auch, dass sich die Haut mehrere Wochen lang taub anfühlt. Bei grösseren Problemen wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt. Er kann Ihnen stillverträgliche Schmerzmittel verschreiben.

Das Jucken entsteht durch die abheilende Narbe und die nachwachsenden Schamhaare. Es beruhigt sich durch die Verwendung fetthaltiger Salben oder Körperlotionen. Für die Narbenheilung stehen Narben- und Ringelblumensalben sowie Narbenpflaster zur Verfügung, auch Babylotionen und Mandelöl sind empfehlenswert, sobald Ihr Arzt das Einreiben erlaubt.

Kaiserschnittnarbe pflegen

Die Kaiserschnitt Narbenpflege beginnt bald nach der Entbindung. Die Narbe wird mit Klammern, einem Spezialkleber, der sich auflöst, oder einem Faden verschlossen. Nach der oberflächlichen Heilung der Kaiserschnittnarbe werden Klammern oder Fäden entfernt. Wenn Fäden und Klammern entfernt sind und die Narbe geschlossen ist, sind Duschgel und Seife kein Problem. Tupfen Sie Ihre Narbe nach dem Baden behutsam ab.

Eine Kaiserschnitt Narbe kann Adhäsionen (Verwachsungen) im Bauchraum nach sich ziehen. Es kann helfen, sie zu massieren. Das hilft der Durchblutung. Schliesslich soll eines Tages nur eine durchsichtige, schmerzfreie und möglichst schmale Narbe bleiben. Allerdings lässt sich das Adhäsionsrisiko, das individuell angelegt ist, nicht ausschliessen.

Grundsätzlich bleibt nach einem Kaiserschnitt die Möglichkeit einer natürlichen Geburt erhalten. Bei einem zweiten Kaiserschnitt wird dieselbe Narbe geöffnet. Zur Vorsicht sollten Sie nicht nur die alte Narbe kontrollieren lassen, sondern auch über Risiken mit Ihrem Arzt sprechen. Es gilt allerdings zum Entbindungsthema, ausser in Notfällen, der Grundsatz: «Die Wahlfreiheit der Frauen ist unantastbar.» Das sagte Dr. med. Michael Singer, Gynäkologe aus Küsnacht  bei Zürich bereits 2005 in einem Interview bei Tele Züri.

Hilfreiche Informationen zum Kaiserschnitt und zur Kaiserschnittnarbe finden Sie auch hier

  • Eine Broschüre von Ärzten und Hebammen zum Kaiserschnitt gibt es unter www.kaiserschnitt-info.ch
  • Buchtipp: «Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht» von Caroline Oblasser, Ulrike Ebner, Gudrun Wesp

 

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