Schöne nordische Vornamen für Jungen und Mädchen

Wir kennt nicht Britta und Bolle, Lasse und Lillebror? Sie alle erleben in den Büchern der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren eine rundum erfüllte Kindheit. Weil wir nordische Vornamen seither mit fröhlichen Kindern verbinden, stehen sie auf der Hitliste beliebter Namen ganz oben.

Nordische Vornamen

Friedlich wie ein kleiner Engel schläft die kleine Tjara. Der isländische Name bedeutet «der Engel». Foto: iStockphoto, Thinkstock

In Astrid Lindgrens Bullerbü sind Kinder im Hier und Jetzt verhaftet. Unter einem warmen Mantel der Geborgenheit erleben sie alle Freiheit, die sie sich nur wünschen können. Sie klettern auf Bäume, spielen Streiche, schlafen im Heu und vor allem spielen, spielen und spielen sie. Die Kinderbuchfiguren machten nordische Vornamen auch in der Schweiz bekannt. Weil sie als Symbol einer glücklichen und erfüllten Kindheit gelten, läuft uns auch hier immer mal wieder ein Lasse, ein Ole, eine Inga oder eine Lisa über den Weg – ganz wie in Bullerbü!

Beliebte nordische Vornamen in der Schweiz

«Mia», so heisst der weibliche Vorname, den Schweizer Eltern 2011 am häufigsten ihrer neugeborenen Tochter gaben. «Mia» ist eine skandinavische Abkürzung von «Maria». Ebenfalls zu den nordischen Namen gehören «Lara», 2011 auf dem siebten Platz, und «Jana», der den 13. Platz belegte. Unter den männlichen Vornamen ist es vor allem der Vorname «Jan», der in der Schweiz besonders beliebt ist. 2011 lag er auf Platz 9 der beliebtesten Jungennamen in der Schweiz.

Das kleine ABC der nordischen Vornamen

Neben «Mia», «Lara», «Jana» und «Jan» gibt es viele andere nordische Vornamen, die gut klingen, aber hierzulande wenig verbreitet sind:

Mädchen
A wie Annica – von «Anna, «die Begnadete»
B wie Birke – «die Strahlende»
D wie Dagna – aus dem Norwegischen, «der neue Tag»
E wie Erja – finnisch, «die Freigeborene»
F wie Frikka – norwegisch, « die friedliche Herrscherin»
G wie Gudrun – skandinavisch, «das Gottesgeheimnis» oder «das göttliche Wissen»
H wie Halla – norwegisch, «das unerwartete Geschenk»
I wie Inka – nordische Kurzform von «Ingeborg»
J wie Jane- nordische Kurzform von «Johanna»
K wie Kukka – finnisch, «die Blume»
L wie Lennja – finnisch, «die Leuchtende»
M wie Mette – dänische Kurzform von «Margarethe»
N wie Nienke – niederländisch, «die Reinheit»
P wie Pernilla – in Skandinavien verbreitet, römische Märtyrerin»
R wie Ragna – Kurzform für «Ragnhild»
S wie Sigrid – altisländisch, «die Siegesreiterin»
T wie Tjara – isländisch, «der Engel»
U wie Ulrika – skandinavisch, männliche Form von «Ulrich»
Y wie Ylva – altnordisch, «die kleine Wölfin»

Jungen
A wie Anders – schwedische Kurzform von «Andreas»
B wie Bertil – schwedische Form von Berthold – «der glanzvoll Waltende»
C wie Caspar- geht zurück auf «Kaspar», einen der Heiligen Drei Könige
D wie Dag – nordische, verselbstständigte Kurzform von Namen mit der Silbe «Dag» - der Tag
E wie Erik – skandinavisch, «der Alleinherrschende»
F wie Frode – dänisch, «der Wissende»
G wie Gunnar – «der Kämpfende»
H wie Helge – «der Heilige, auch «der Gesunde»
I wie Ilmo – ein finnischer Schmiedeheld
J wie Jonne – finnische Form von «Jonas»
K wie Knut – der Freie, der «Kühne»
L wie Leif – «der Nachkomme, «der Erbe»
M wie Magnus – in Schweden verbreitet, «der Grosse»
N wie Niels – skandinavische Kurzform von «Nikolaus»
O wie Ole – skandinavische Kurzform von «Olaf»
P wie Pelle – schwedische Variante von «Peter»
R wie Rasmus – in Skandinavien verbreitet, «der Heissgeliebte»
S wie Sönke – friesisch, «der Sohn»
T wie Tjelle – dänische Form von «Detlef»
U wie Ulf – «der Wolf»
V wie Ville – finnische Kurzform von «Wilhelm»
W wie Wieka – nordische Kurzform von «Viktoria»
Y wie York – skandinavische Form von «Georg»

Die liebsten Vornamen der Skandinavier

Meist liebt man das, was man nicht hat. Während in Mitteleuropa die nordischen Namen aufleben, haben die Menschen in nördlichen Ländern ganz andere Vorlieben entwickelt. Die Schweden nennen ihre neugeborenen Söhne statt «Ole» und «Bolle» viel lieber «William» - ob da wohl der britische Kronprinz Pate steht? Auch «Alice», der derzeit unter jungen Eltern beliebteste Mädchenname, ist eher kein nordischer Name, sondern eine altfranzösische Kurzform von «Adelheid».

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