Schmerzen bei der Geburt lindern

So sehr sich Frauen in der Schwangerschaft auf ihr Baby freuen, bleibt doch die Angst vor den starken Schmerzen bei der Geburt. Wie PDA, Homöopathie und Akupunktur helfen können, lesen Sie hier.

Eine Geburt ist mit starken Schmerzen verbunden.

Vor den Schmerzen einer Geburt haben viele Frauen Angst. Foto: liquidlibrary, Thinkstock

Wehenschmerzen gehören zu den intensivsten Schmerzempfindungen. Kein Wunder, dass Frauen und Heiler schon seit Menschengedenken auf der Suche nach Mitteln und Wegen sind um diese Schmerzen zu lindern oder zu unterbinden. Wie auch die langjährige Missionsschwester Hyazintha Frick feststellte: «Während meiner Ausbildung zur Hebamme 1970 war das Lindern der Schmerzen die oberste Maxime des Lehrplans. Wir Hebammen waren dazu da, den Geburtsschmerz der Frauen zu lindern.» Nach abgeschlossener Ausbildung zog es die junge Hebamme ins westafrikanische Afrika um dort im Busch Schwangere und Gebärende zu versorgen. «Da den Frauen keine Medizin zur Verfügung stand, erprobten die Heilerinnen Mittel aus der Natur. Es war sehr schwer die Frauen von unseren westlichen Methoden zu überzeugen. Viele zogen noch jahrelang Gebräue und Wurzelmischungen herkömmlicher Medizin vor», erklärt Hyazintha Frick.

Geburtsschmerzen lindern

Es gibt viele und unterschiedliche Möglichkeiten zur Bekämpfung von Geburtsschmerz. Am gängigsten ist die Geburtsvorbereitung. Die Schwangere und ihr Partner lernen in einem Kurs, der einige Wochen vor dem Geburtstermin beginnt, den Geburtsprozess mit den verschiedenen Phasen sowie Positionen und Gebärmöglichkeiten kennen. Ausserdem werden Möglichkeiten zur Schmerzlinderung vorgestellt, Entspannungsübungen, Massage- und Atemtechniken vermittelt. Ob ein solcher Kurs besucht wird, kann jede Schwangere selbst entscheiden.

Für die freiberufliche Hebamme Lucia Mikeler Knaack ist die Zuwendung vom Partner, kontinuierliche Aufmerksamkeit und Betreuung der behandelnden Hebamme das A und O für eine angenehme Geburt: «Wenn ich als Beleghebamme tätig bin, kann ich mich voll und ganz auf meine Gebärende einstellen. Ich habe Zeit sie zu unterstützen und zu motivieren. Dies schafft Vertrauen und eine positive Grundeinstellung, was dem Geburtsverlauf ungemein zugutekommt.»

Eine allgemein bewährte und traditionelle Möglichkeit um den Schmerz zu lindern, ist die Veränderung der Körperposition: Welche Lage ist angenehm? Diese simple Frage, kann das Befinden schon wesentlich verbessern: Insofern ein Umhergehen noch möglich ist, schafft dies Linderung? Verbessert dies das Empfinden?

Was ist im Moment angenehm: Kälte oder Wärme? Warme oder kalte Packungen können Schmerzen eindämmen und besonders Rückenschmerzen, die häufig bei Geburten auftreten, lindern oder sogar unterbinden.

Ebenso verschafft eine Rücken- oder Fussmassage positive Gefühle. Dies ist angenehm, die Berührung unterstützt das psychische Empfinden, entspannt und lenkt vom unangenehmen Geburtsschmerz ab. Atemübungen (wie ruhig, bewusst atmen oder zu hecheln), die vor allem im Geburtsvorbereitungskurs erläutert und ausprobiert werden, können sehr viel bewirken. Sowie auch das Element Wasser (Wassergeburt, eine Wehenphase in der Badewanne verbringen).

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