In den Höllgrotten Baar märchenhafte Steinskulpturen bewundern

Feengrotte und Zauberschloss. Die Höllgrotten Baar bringen Sie in eine Märchenwelt voller Poesie und Fantasie. Ihre Kinder werden verzaubert sein und sich auf die Suche nach dem «Höllgrottetüüfeli» machen.

Unterirdischer See in den Höllgrotten Baar

Der unterirdische See und die Gesteinsformationen werden mit Lichtern in Szene gesetzt. Foto: Höllgrotten Baar

Entdecken Sie die weltweit einzigartigen Tropfsteinhöhlen in Baar im Kanton Zug. Die Höllgrotten Baar sind ein Verbund aus mehreren Tropfsteinhöhlen. Skurrile Steinformationen und märchenhafte Höhlen beeindrucken Jung und Alt.

Höllgrotten Baar: Auf den Spuren des «Höllgrottetüüfeli»

Der Rundgang verläuft von oben nach unten. Die LED-Beleuchtung lässt das Gestein in seiner natürlichen Farbe erstrahlen. Die verschiedenen Höhlen tragen Namen wie Wurzel-, Zottel- und Märchengrotte oder Zauberschloss. Durch einen Abgang im Freien gelangen Sie in die untere Grotte und besichtigen dort die Seegrotte, Himmelsgrotte, Fabelgrotte, Feengrotte und die Korallenschlucht. Die Infotafeln erklären Ihnen unter anderem, woher die Grotten ihre Namen haben, falls Sie es nicht schon selber entdeckt haben. Für Kinder gibt es einen Audio-Guide, der ihnen anhand der Geschichte vom «Höllgrottetüüfeli» erklärt, wie es zur Höhlenbildung kam. Dieses schweizerdeutsche Hörspiel lüftet einige Geheimnisse. Laden Sie den Audio-Guide auf Ihr Smartphone oder Ihren iPod touch und hören Sie während des Rundgangs durch die Höllgrotten alles Wissenswerte und viele witzige Überraschungen. Am Eingang können auch iPods gemietet werden.

Nach dem Rundgang empfiehlt sich ein Abstecher ins Waldrestaurant Höllgrotten. Bei schönem Wetter sitzen Sie in der idyllischen Gartenwirtschaft und bei kälteren Temperaturen im gemütlichen Innern. Die Räume sind mit Holz ausgekleidet, was eine warme Atmosphäre schafft. Der Garten mit einem kleinen Wasserfall und einem Teich bietet viele Spielmöglichkeiten für Kinder.

Farbige Höllgrotten Baar

Türkis und violett leuchten die Tropfsteinhöhlen und zaubern eine märchenhafte Stimmung. Foto: Höllgrotten Baar

Entstehung und Entdeckung der Höllgrotten Baar

Die Höllgrotten Baar unterscheiden sich von allen anderen Tropfsteinhöhlen der Welt. Andere Grotten entstanden in massivem Felsuntergrund durch unterirdisch abfliessendes Wasser, was jeweils Millionen Jahre dauerte. Die Höllgrotten hingegen bildeten sich an der Oberfläche in der vergleichsweise kurzen Zeit von einigen Tausend Jahren und sind daher relativ jung.

Gletscherflüsse aus dem Ägerital bildeten nach dem Ende der letzten Eiszeit, vor rund 18000 Jahren, das Lorzentobel. Das Wasser versickerte vier Kilometer bergauf und löste auf seinem zehn Jahre dauernden unterirdischen Weg viel Kalk. An der Stelle wo sich die Höllgrotten befinden, traten das Wasser und der Kalk aus. Das oberflächlich abfliessende, kalkreiche Quellwasser setzte beim Austritt im Hangbereich grosse Mengen von Kalk ab und baute zwischen 8500 und 5500 Jahren vor heute einen riesigen, rund 30m hohen, 50m tiefen und 200m langen Quelltuffberg auf.

Wenn nämlich stark kalkhaltiges Quellwasser austritt, verkalken an der Oberfläche Moospölsterchen, Farne, Zweiglein, Blätter und Sand und es entsteht Quelltuff. So bildeten sich während Jahrtausenden nischenartige Höhlen und überhängende Partien. Diese wurden vom Tuff überwachsen und im Innern kam es zur Tropfsteinbildung.

Die Höllgrotten wurden 1863 entdeckt, als zu Bauzwecken Tuff abgebaut wurde. Die Bauarbeiten wurden sofort gestoppt, weshalb die Höhlen erhalten blieben. Der Sohn des Entdeckers und Ständerat Schmid, liess die Höhlenseen entwässern, kaufte die angrenzenden Grundstücke und führte alle Höhlen zusammen. Seit 1887 sind die Höllgrotten öffentlich zugänglich.

 

Für detailliertere Infos zu den Öffnungszeiten und Preisen der Höllgrotten besuchen Sie unsere Kartensuche

 

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