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Freizeit > Kindergeburtstag

Was das Herz begehrt: Gutscheine für Kinder verschenken

Es ist nicht immer einfach, das richtige Geschenk für den Kindergeburtstag zu finden. Gutscheine für Kinder bieten dir viele verschiedene Möglichkeiten, mit denen du nur wenig falsch machen kannst. Hier findest du Ideen, Schweiz-Beispiele und praktische Tipps, damit der Gutschein am Ende wirklich eingelöst wird.

Gutscheine für Kinder: Erlebnisse, die man nicht mehr vergisst
Oft freuen sich Kinder mehr über unvergessliche Erlebnisse als über materielle Dinge. Foto: Creatas - Thinkstock

Wann Gutscheine besonders sinnvoll sind

Ein Gutschein ist nicht «einfallslos» – im Gegenteil: Oft ist er die entspannte, faire Lösung. Besonders gut passt er, wenn …

  • wenig Platz zu Hause ist und du nicht noch mehr Zeug schenken willst.
  • das Kind schon vieles hat oder die Interessen gerade stark wechseln.
  • du das Geburtstagskind nicht sehr gut kennst (z.B. neue Klasse, Sportverein).
  • das Kind einen grossen Wunsch hat (Konsole, Fahrrad, Lager, Kurs), den man gut als Gruppengeschenk unterstützt.
  • die Familie sich Erlebnisse statt Gegenstände wünscht (das klärst du am besten kurz mit den Eltern ab).

Erlebnis statt Zeug – warum Gutscheine oft die bessere Wahl sind

Viele Kinder freuen sich besonders über Dinge, die sie selbst auswählen oder die sie mit dir gemeinsam erleben können. Das passt auch zu dem, was Fachleute aus der Entwicklungspsychologie betonen: Positive gemeinsame Aktivitäten stärken Beziehung und Wohlbefinden – und sie bleiben oft länger in Erinnerung als ein einzelner Gegenstand. Im Alltag von Familien bedeutet das: Ein Gutschein kann ein «Türöffner» für gemeinsame Zeit sein, ohne dass du ein Risiko bei Geschmack, Grösse oder Doppelungen eingehst.

Weniger Kram, mehr gemeinsame Zeit (auch als Gruppengeschenk)

Wenn du ein Erlebnis schenkst, sparst du Platz im Kinderzimmer und schenkst gleichzeitig Aufmerksamkeit. Das kann besonders wertvoll sein, wenn ein Kind gerade viel um die Ohren hat (Schulstart, Pubertät, neue Klasse) oder wenn materielle Wünsche sehr schnell wechseln. Als Gruppengeschenk wird ein Gutschein ausserdem «gross genug», damit daraus wirklich etwas Besonderes wird.

Für welche Kinder (Alter/Typ) welche Gutscheine besonders gut passen

  • Kleine Kinder (ca. 4–7 Jahre): profitieren, wenn der Gutschein an eine konkrete Aktivität gekoppelt ist («Wir gehen zusammen ins Hallenbad»), weil Planung und Einlösen sonst schnell vergessen gehen.
  • Schulkinder (ca. 7–12 Jahre): freuen sich oft über Mitbestimmung (Buchhandlung, Bastelladen, Kino) oder über Erlebnisse mit einer Begleitperson nach Wahl.
  • Teenager: mögen Autonomie. Wertgutscheine (Mode, Medien, Sport) sind hier häufig ein Volltreffer – wichtig ist ein klarer Rahmen und dass der Betrag realistisch ist.
  • «Schon-alles-haber»-Kinder: lieber eine Aktivität, einen Kurs oder ein Abo (mehrere Eintritte) statt noch ein einzelnes Ding.

Der Musikgeschmack des Geburtstagskindes ist dir nicht bekannt und du weisst auch nicht, ob Krimis oder Liebesromane besser ankommen? Kein Problem: Schenke einfach Wertgutscheine für einen gewissen Betrag, damit sich der Junge oder das Mädchen seine Lieblingsbücher und –Musik selbst besorgen kann.

Dafür eignen sich

  • Musik-Abos
  • Hörbücher
  • Bücher 
  • Magazin-Abos

Wenn Teenager beginnen, sich ihre Kleider selber zu kaufen, freuen sie sich bestimmt über Gutscheine im Bereich Mode und Accessoires.

  • Kleider
  • Schals
  • Schuhe
  • Schmuck

Schweiz-Ideen: 25 Erlebnis-Gutscheine nach Budget

Damit du schnell etwas Passendes findest, kommen hier konkrete Ideen, die in der Schweiz fast überall funktionieren. Tipp: Schreib beim Gutschein immer dazu, ob Anreise, Begleitperson und Verpflegung dabei sind.

Budget-Box (CHF): Unter 20 CHF eignen sich oft als «kleiner Zusatz» oder für jüngere Kinder. 20–50 CHF ist für viele Eintritte und Aktivitäten realistisch. Über 50 CHF lohnt sich besonders als Gruppengeschenk oder für Abos/Kurse.

Unter 20 CHF

  • Kino-Gutschein (z.B. Beitrag an Ticket und Popcorn)
  • Badi-Eintritt oder Beitrag an ein Sommerbad-Ticket
  • Minigolf (Eintritt/Spiel)
  • Glacé- oder Crêpe-Date mit dir
  • Bastelmaterial für einen «Mini-Workshop» zu Hause (z.B. Schmuck, Modellbau, Stempel)
  • Back-Gutschein (Cupcakes/Guetzli) inkl. Deko
  • Bücherstöbern: kleiner Beitrag für 1–2 selbst ausgewählte Bücher
  • ÖV-Kurztrip: Beitrag an ein Tagesausflug-Billett (je nach Region/Alter evtl. als Teilbetrag)

20–50 CHF

  • Museum (Technik, Natur, Kunst) inkl. kleinen Shop-Betrag
  • Zoo/Tierpark (Eintritt oder Beitrag)
  • Kletterhalle oder Boulder-Eintritt
  • Trampolinpark
  • Schlittschuhlaufen inkl. Miete
  • Keramik bemalen oder Kreativ-Atelier
  • Einführungskurs (z.B. Zeichnen, Fotografie, Nähen – je nach Angebot vor Ort)
  • Escape Room «Family» (Beitrag, je nach Standort/Budget)
  • Tiererlebnis: Ponyführen/Reitstunde (wo möglich)

Über 50 CHF

  • Abo/Eintrittsserie (z.B. 3–10 Eintritte für Hallenbad, Kletterhalle, Trampolinpark)
  • Grösserer Ausflug als Gutschein: Tagestrip mit Natur/Spielplatz/Restaurant
  • Kombi mit ÖV: Beitrag an Bahn/Bus + Eintritt (macht die Planung einfacher)
  • Sportkurs (z.B. Schwimmkurs, Skatekurs, Klettern – je nach Saison/Ort)
  • Fotoshooting (Portrait oder mit Freund:innen)
  • Reitpaket (mehrere Lektionen)
  • Fahrstunden bei der Fahrschule (für ältere Teenager)

Erlebnisgutscheine

Oft freuen sich Kinder mehr über einen spannenden Ausflug als über ein materielles Geschenk zum Geburtstag. Damit es wirklich ein Highlight wird, hilft eine einfache Regel: Je jünger das Kind, desto konkreter sollte der Gutschein sein (Ort, Datumsvorschlag, Begleitung).

  • Sportevents wie Fussballspiele
  • Theaterbesuch
  • Fotoshooting
  • Fahrstunden bei der Fahrschule
  • Reiten
  • Kartbahn
  • Bowlingcenter

Schweiz-Beispiele zur Inspiration nach Kategorien 

  • Natur/Outdoor: Seilpark, Themenweg, Naturzentrum, Grillplatz-Ausflug, Schlitten- oder Schneeschuh-Tag (saisonal).
  • Kultur: Kindertheater, Konzert für Familien, Museum mit Mitmach-Ausstellung.
  • Sport/Wasser: Hallenbad, SUP-Einführung (für passende Altersgruppe), Eislaufen, Kletterhalle.
  • Kreativ: Keramikatelier, Zeichenkurs, Musik- oder Tanz-Workshop.

Gruppengeschenk & Elternchat – so klappt’s ohne Stress

Gerade bei grösseren Wünschen ist ein gemeinsamer Gutschein oft die beste Lösung. Damit es im Chat nicht ausufert, helfen klare Absprachen: Wer koordiniert, bis wann gesammelt wird, und wie die Übergabe aussieht.

3 Modelle 

  • Fixbetrag: Du schlägst vor: «Wer mitmacht, gibt 10 CHF.» Vorteil: schnell und fair.
  • Wir legen zusammen: Jede Person gibt, was passt. Vorteil: niederschwellig. Tipp: Setz trotzdem ein Ziel («wir sammeln bis max. 120 CHF»).
  • Wunschliste-Link: Wenn die Familie eine Liste hat, kann das Gruppengeschenk direkt darauf abgestimmt werden (z.B. Beitrag an Lager/Kurs oder an ein konkretes grösseres Geschenk).

TWINT/QR & Übergabe 

In der Schweiz ist TWINT für viele Eltern praktisch. Wenn du sammelst, halte es transparent: kurzer Zwischenstand im Chat und am Schluss eine Summe. Für die Übergabe wirkt ein Gutschein persönlicher, wenn du ihn als Karte oder «Schatzkarte» gestaltest (auch bei digitalem Code).

Vorlage für den Elternchat: «Hoi zäme! Ich würde fürs Geburtstagskind gerne einen gemeinsamen Gutschein für [Idee] machen. Wer macht mit? Richtwert: [10/15/20] CHF, gerne auch mehr oder weniger. Bitte bis [Datum] via TWINT an [Name/Nummer]. Ich kümmere mich um die Karte und die Übergabe.»

Kleine Gutscheine für junge Kinder

Für jüngere Kinder können «Zeit-Gutscheine» in der Familie oder mit einer Bezugsperson besonders wertvoll sein. Wichtig: Realistisch bleiben, damit der Gutschein nicht zu Frust führt (z.B. «eine Woche ohne Zimmer aufräumen» kann Konflikte geben – besser konkret und kurz).

  • Gutschein für eine Stunde länger Aufbleiben
  • Gutschein für das Lieblingsessen mit Dessert
  • Gutschein für einmal Zelten im Garten
  • Gutschein für eine Woche ohne Zimmer aufräumen
  • Gutschein für einen ganzen Tag im Pyjama
  • Gutschein für gemeinsames Backen

Gutschein überreichen, damit er nicht «verpufft»

Konkretes Datum/Plan gleich mitgeben (Mini-Planung)

Viele Gutscheine scheitern nicht am Willen, sondern am Familienalltag. Mach es leicht: Schreib 2–3 Terminvorschläge dazu («Ich melde mich nächste Woche, damit wir fix buchen»). Bei Erlebnissen hilft auch ein kurzer Plan: Dauer, Treffpunkt, ob eine Begleitperson dabei ist, und was das Kind mitnehmen soll.

Einlösen erinnern

Eine freundliche Erinnerung nach 2–4 Wochen ist völlig ok – besonders bei Erlebnissen. So bleibt es wertschätzend und unkompliziert.

Vorlage Erinnerung: «Hoi [Name], ich hoffe, ihr hattet einen schönen Geburtstag. Wollt ihr den Gutschein für [Erlebnis] demnächst einlösen? Ich könnte an [2 Daten] – sag einfach, was bei euch passt.»

So verpackst du digitale Gutscheine

  • QR/Print: Druck den Code schön aus (auch klein) und kleb ihn in eine Karte. Schreibe dazu, wofür er gedacht ist und ob es ein Beitrag oder der ganze Betrag ist.
  • Mini-Schatzsuche: 3 Hinweise in der Wohnung oder im Garten, am Ende wartet der Code in einem Umschlag.
  • Rubbellos: Schreib den Code auf eine Karte und überklebe ihn mit Rubbelfarbe (Bastelset) oder einem rubbelbaren Sticker.
  • «Ticket»-Optik: Gestalte einen Gutschein wie ein Eintrittsticket (Datum offen) – das macht digitale Geschenke greifbar.

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